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Published by Patrick Lohmeier
Der dienstälteste deutschsprachige Genrefilm-Podcast. Seit 2012 spricht Patrick Lohmeier mit filmbegeisterten Menschen über Kino abseits des Mainstreams. Egal, ob Horror, Action, Science Fiction, Fantasy, Eastern, Western oder Exploitation – kein Genre ist sicher. Hier findet ihr auch alle Folgen von "Bahnhofskino Galactica" und "Spielfilmen – Der filmographische Podcast". Feedback und Filmwünsche bitte an patrick@bahnhofskino.com. Wir sind 100% werbefrei und unabhängig. Support your Schmuddel-Podcast at https://www.patreon.com/bahnhofskino!
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Nach dem spektakulären Zweiteiler zur Staffelmitte musste man hinter den Kulissen von BSG wieder etwas aufs Budget gucken, weswegen das hochdramatische Kammerspiel "Zuckerbrot und Peitsche" eher mit großen Gefühlen als großen Raumschlachten glänzt. Da wären zum einen die komplizierte Lovestory um Kara und Lee, die sich immer noch an die Wäsche wollen, aber nicht bereit sind, ihre jeweiligen Ehen zu opfern. Außerdem hadert Baltar mal wieder mit seinen Gefühlen, vor allem betreffend seine mutmaßliche zylonische Existenz. Seine Hoffnung erfahren diesbezüglich zwar einen krassen Dämpfer, doch immerhin darf er lebendig in den Abspann heulen. Außerdem: Drogen, Drogen, Drogen – sei es an Joe's Bar oder in der Folterzelle. So hatten wir uns die schöne Zukunft nicht vorgestellt!
Selten war ich so hoffnungsvoll und ehrgeizig bei dem Gedanken, einen mir unbekannten Film gut finden zu wollen. Für Regisseurin und Hauptdarstellerin Sondra Locke (Death Game, 1977) sollte ihr Regiedebüt RATBOY (1986) nämlich der Startschuss in eine Hollywoodkarriere außerhalb des Schattens ihres damaligen Boyfriends Clint Eastwood sein. Doch Lockes tragikomisches Filmmärchen um einen rattengesichtigen Jungen und sein unangenehm toxisches Umfeld wurde bei Erscheinen von Kritik wie Publikum verschmäht. Einer der wenigen Fürsprecher des Kinoflops war der zwölfjährige Steffen Anton, der diesen Film als VHS-Schatz Anfang der 90er ehrte und immer wieder über den Bildschirm flimmern ließ. Doch nicht jeder süßen Kindheitserinnerung kann man trauen, wie Steffen und ich im Filmgespräch erfahren müssen. Seufz!
Gute Laune allerorten, denn Dennis (Lichtspielcast) und Patrick (Bahnhofskino) sprechen über die erste Hälfte von Joachim Triers Filmographie. Aber Spaß (oder Ernst?) beiseite: Was die beiden Herren dann doch überrascht, ist der teils bitterböse Humor in den überwiegend tieftraurigen Geschichten, die der norwegische Regisseur und sein Stammautor Erik Vogt erzählen. Zumindest Triers Spielfilmdebüt AUF ANFANG (Reprise, 2006) kann ganz schön lustig sein, seiner Geschichte rund um gescheiterte Karrieren, Liebschaften und Freundschaften zum Trotz. Wenig bis nichts zu lachen gibt es hingegen im in Drogen, Alkohol und Verzweiflung fast ersaufendem OSLO, 31. AUGUST (2011), dem die beiden Co-Hosts euphorisch Meisterwerk-Qualitäten bescheinigen. Zu solch lobhudeligen Höhenflügen steigt Triers erster und bis Dato einziger englischsprachiger Film LOUDER THAN BOMBS (2015) nicht hinauf, staubt aber Dank seines unter anderem mit Gabriel Byrne und Isabelle Huppert glänzend besetzten Ensemble einige Sympathien ab. Aber was zum Teufel macht eigentlich Jesse Eisenberg in diesem Film?
"Bitte nicht zu viel herum-nerden!" wünsche ich mir zu Beginn der heutigen BKG-Episode und getreu dieses strikten Mottos haben Britt-Marie und ich es tatsächlich mal wieder geschafft, ein Recap-Gespräch in unter 90 Minuten einzutüten. Diese Leistung ist allein deswegen nicht zu verachten, da Britt-Marie und ich uns gerne in Themen verlieren, die nichts mit BATTLESTAR GALACTICA zu tun haben, aber auch, weil "Die Supernova" genug Drama, Action und Mythologie für einen Dreiteiler böte. Spoiler: Am Ende des Tages – und dieser Folge – ist jedenfalls ein ganzes Sonnensystem futsch, Baby Hera und Baltar sind wieder an Bord der Galactica, D'Anna (Lucy Lawless) wird endgültig eingesargt und es gibt mindestens zwei schallende Backpfeifen. Autsch!
Mit dem Spezialisten für die vergessenen Freuden des untersten Videothekenregals Kühne (Moviebreak) grabe ich mich durch zwei krude Horrorstreifen, deren Wiederentdeckung unsere Herzen höher schlagen lässt. Oder, nun, das ist vielleicht leicht übertrieben. Denn selbst ein hoher Bodycount und das pittoreske irische Setting können nicht über das leblose Monsterkostüm in Rawhead Rex – Er ist das Grauen! (1986) hinwegtrösten. Und trotz aller Liebe und Ehrfurcht für den legendären Tobe Hooper (1943–2017) ist das Konzept einer menschenfressenden Wäschemangel, auf der ein dämonischer Fluch liegt, eine steile Herausforderung in Sachen filmischer Umsetzung. Dabei lässt The Mangler (1995) die Kurzgeschichte von Stephen King einfach mal weitgehend hinter sich und baut auf die Sexiness toller Kulissen, blutiger Effekte und seines Hauptdarstellers Ted Levine (Das Schweigen der Lämmer, 1991).
Mit Fynn Benkert habe ich für Bahnhofskino-Patreonies über alle vier LETHAL WEAPON-Filme gesprochen und den ersten Teil unseres Schnacks könnt ihr umsonst hören. Falls ihr die Möglichkeit habt, unterstützt unsere Arbeit bitte bei www.patreon.com/bahnhofskino. Vielen Dank! ❤️
Wir brauchen wieder einmal viel zu lange, um zum Kern der Sache vorzudringen – nämlich die Rezension der aktuellen Galactica-Episode! Zuvor haben wir noch ein paar Anekdoten rund um toxische Fandoms und Trek-Stammtische auf Lager. Danach widmen wir uns aber ausführlich der Ménage à trois zwischen Kara, Sam und Lee, wundern uns über die nie versiegende Arroganz von Baltar, vergießen mit Sharon ein paar dicke Krokodilstränen, polieren die Nuklearraketen der Galactica, und entziffern mit Chief Tyrol mysteriöse Schriftzeichen. Und seid lieber dankbar dafür, dass wir das nicht splitterfasernackt tun und dabei mit Sexheftchen um uns wedeln. Aber diese Kindheitserinnerung des Chiefs ist noch der vielleicht am wenigsten geheimnisvolle Aspekt von "Das Auge des Jupiter". Und alle Fragen, die wir unmittelbar nach diesem aufregend-überfrachteten Midseason-Finale nicht klären können, nehmen wir mit in unsere kurze, zweiwöchige Sommerpause.
Zum Glück spricht Patrick circa 30 Prozent besser französisch als niederländisch, weswegen er sich diesmal nicht die Zunge verknoten muss, um Namen wie Isabelle Huppert, Laurent Lafitte oder Virginie Efira über die Lippen zu bringen. Aber zuvor begeben sich die Herren Bastian und Lohmeier ins besetzte Holland kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs, wo Paul Verhoeven den Spionage-Abenteuerfilm BLACK BOOK (Zwartboek, 2006) angesiedelt hat. Dieser geht nicht nur adäquat respektlos mit dem düstersten Kapitel der Geschichte des 20. Jahrhunderts um, sondert zaubert auch mit Carice van Houten einen neuen Star auf die Leinwand. Ganz anders Madame Huppert, die schon vor ELLE (2016) einer der größten Ikonen des französischen Kinos der letzten Jahrzehnte war. Umso erstaunlicher, dass sich die Schauspielerin für wirklich gar nichts zu fein ist und ihr Porträt einer traumatisierten Frau so schonungslos und ehrlich ist, wie es die düstere Geschichte um Sex, Gewalt und Mord verlangt. Selbiges gibt es auch zur Genüge in BENEDETTA (2021), dem (mutmaßlichen) finalen Werk des niederländischen Regisseurs, das neben lüsternen Nonnen, angriffslustigen Schlangen und platzenden Pestbeulen auch noch einen echten sexy Jesus von Nazareth auffährt. Aber kann dieser pietätlose Historienfilm qualitativ mit dem Rest von Verhoevens Werk mithalten? Hmm, "Jein!", finden Dennis und Patrick ...
Diese Woche sind die Pferde ein wenig mit uns durchgegangen. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass wir uns zur kompetent gemachten, aber eben nicht herausragenden Episode "Auftrag ausgeführt" fast zwei Stunden verquatschen. Okay, let's be real: Wir geben auch noch ausführlich unseren Senf zu den Mitte Juli für den Emmy Award nominierten TV-Serien, trauern um Sam Neill und lassen unsere Gedanken zum Thema künstliche Intelligenz in SciFi-Welten wandern. Doch keine Sorge, auch die psychischen Abgründe von Dr. Baltar und Gaststar der Woche Kat (Luciana Carro) werden ausführlich beleuchtet. Außerdem begleiten wir den alten Trunkenbold Tigh zurück auf die Galactica-Brücke und hoffen auf zukünftige Folgen nicht so häufig wahllos neue Nebenfiguren und Bedrohungen für unsere Crew aus dem Hut zaubern, wie es zuletzt der Fall war ...
An Regisseur Marino Girolami dürften sich selbst Kenner*innen des Genrefilms vergangener Tage nur für seinen prominenten Nachwuchs erinnern, doch vor der Kamera tummelt sich ein Who-Is-Who des sleazigen Italokinos der 70er Jahre: Ian McCulloch (Woodoo – Schreckensinsel der Zombies), Sherry Buchanan (Der Tod trägt schwarzes Leder), Alexandra Delli Colli (Der New York Ripper) und Donald O'Brien (Mannaja – Das Beil des Todes) geben sich in Zombies unter Kannibalen (1980) die Klinke und diverse Körperteile in die Hand. Und die herben Effekte sind auch nicht von schlechten (untoten) Eltern. Wenn man dann solch einen auf Zelluloid gebannten Leckern auch noch gemeinsam mit André Wentzel rezensieren darf–– Holla, die Waldfee!
Bevor wir mit den Adamas, Captain Starbuck und dem Chief in den Ring steigen, müssen wir mit messerscharfem Chronistenblick auf die letzten Folgen ein paar Informationen nachreichen. Wie so oft, geht es dabei auch wieder um Star Trek, aber auch um die Frage, wie viel Sci-Fi wir in einer Sci-Fi-Serie haben möchten. Anschließend schlagen wir uns aber an Bord der Galactica ordentlich die Nasen blutig und geben uns auf New Caprica der Leidenschaft des Moments hin. Oder vielmehr begleiten wir unsere geliebte Crew durch die schmerzhaften Höhen und Tiefen ihrer Emotionen. Und wirklich fast niemand aus dem Main Cast verlässt "Der Ring" ohne seelische oder körperliche Blessuren ...
Wir müssen uns entschuldigen, liebe Passagiere, aber auf diesen Flügen erwarten wir noch mehr Turbulenzen. Mit verzweifelten Bombenbauern und einem irrgeleiteten Privatflugzeug haben wir in den ersten beiden Teilen der Airport-Reihe noch kleine Brötchen gebacken, wohingegen wir uns dieses Mal mit einer Bruchlandung auf dem Meeresboden und dem Raketenbeschuss eines Superschurken auseinandersetzen müssen. Dabei stehen uns Genrelieblinge wie Christopher Lee, Sylvia Kristel, Sybil Danning, David Warner und natürlich George Kennedy als Joe f##kin' Patroni zur Seite … und natürlich mein kundiger Gast und tollkühner Co-Pilot Franz Köhne. Bitte stellen Sie die Sitze aufrecht, stellen das Rauchen ein und dann viel Spaß und guten Flug mit Verschollen im Bermuda-Dreieck (Airport '77, 1977) und Airport '80 … Die Concorde (Airport '79 – The Concorde, 1979).
Sogenannten Bottle Episodes eilte in seligen Tagen vor dem Streaming-Zeitalter ein schlechter Ruf voraus, waren es doch meist kärglich ausgestattete und ohne Gaststars gesegnete Serienfolgen, die besonders günstig und schnell zu produzieren waren. Und auch "Helden" mag ein Kammerspiel sein, punktet aber mit einer packenden Geschichte rund um Adamas Vergangenheit und hat mit Carl Lumbly (Alias) einen charismatischen Gegenspieler zu bieten. Da hätten wir die kleine Detektivin Kara und den flotten Dreier mit Caprica Six, D'anna und Baltar eigentlich nicht nicht gebraucht. Aber hey, wir möchten uns nicht über Gebühr beklagen!
Liebe Passagiere, bitte legen Sie die Sicherheitsgurte an, stellen Sie das Rauchen ein und holen Sie die Gitarren raus – wir erwarten Turbulenzen! Die beginnen und bleiben für den überwiegenden Teil der epochalen 140 Minuten von Airport (1970) auf dem Boden der Tatschen, denn das vollbesetzte Passagierflugzeug mit einem verzweifelten Bombenbauer (Van Heflin) hebt aufgrund heftigen Schneefalls und menschlicher Tragödien erst eine Stunde vor Schluss ab. Bis dahin haben die altgedienten Hollywoodrecken Burt Lancaster und Dean Martin ausreichend Zeit, ihre Ehen zu ruinieren und Affären mit den sexy Euro-Sternchen Jean Seberg und Jacqueline Bisset zu pflegen. Mein geschätzter Gast Franz Köhne kann der Hochglanz-Seifenoper dabei etwas mehr abgewinnen als ich, der viel zu lange Zeit dem actionreichen Finale dieses Mega-Blockbusters entgegenfiebern muss. Zum Glück kommt das sehr günstige, sehr chaotische und teils sehr alberne Sequel Airport 1975 – Giganten am Himmel (1974) viel schneller zur Sache, auch wenn die Qualität etwas auf der Strecke bzw. der Landebahn bleibt. Aber hey, es gibt eine singende Nonne!
Baltar wandert weiter unter seinem zylonischen Wachpersonal umher, die Galactica sucht weiterhin den Weg zur Erde ... und ansonsten vergessen wir einfach mal, was auf New Caprica und in den Wochen danach geschehen ist, um eine inkonsequente Geschichte über eine Killervirus zu erzählen. So zumindest würde Patrick den Inhalt von "Immun" beschreiben, die er vielleicht nicht für die bisher schwächste Episode von Battlestar Galactica hält, dafür aber für die frustrierendste. Da kann man nur hoffen, dass Britt-Marie in einem fitten körperlichen und geistigen Zustand ist, um kerngesund aus dieser Seherfahrung und dem gemeinsamen Recap zu kommen. Aber zum Warm-up (oder Cool-down?)müssen die beiden von der sommerlichen Hitze verstrahlten Hosts erst einmal ein paar Gedanken zu Hollywood-Millionären und -Milliardären loswerden.
Nach drei großen Kinohits in Folge war es vielleicht nur eine Frage der Zeit, bis Paul Verhoeven wieder auf dem Boden der Tatsachen landen würde – oder auf dem heißen (und harten!) Pflaster von Las Vegas. Showgirls (1995) wurde von Kritik und Publikum in aller Welt derart mit Häme überschüttet, dass bis heute fast alle Beteiligten mit Zorn auf den kolossalen Flop zurückblicken, allen voran Hauptdarstellerin Elizabeth Berkley. Aber wie steht es Jahrzehnte später um den Status Quo dieses Millionengrabs aus der Feder von Joe Eszterhas? Meisterwerk? Trashperle? Purer Camp? Der Film ist alles und nichts davon, meinen zumindest Dennis und Patrick. Sehr viel einiger sind sich die beiden Herren hinsichtlich Starship Troopers (1997), für dessen ätzende Satire die Welt vor knapp 30 Jahren nicht bereit schien und der sich mittlerweile x-fach rehabilitiert hat. Ganz anders als Hollow Man (2000), den Verhoeven selbst als kreative Bankrotterklärung betrachtete und ihm den letzten guten Grund lieferte, Hollywood den Rücken zu kehren. Aber so streng sollte der skandalträchtige Regisseur wirklich nicht mit sich selbst ins Gericht gehen ...
"Virus" ist eine Episode zweier Hälften, von denen die eine deutlich mehr kann als die andere. Deswegen mag der Originaltitel "Torn" hier sogar besser passen, denn nicht nur kämpfen hier zwei voneinander losgelöste Storylines um unser Interesse, auch bezüglich einiger Drehbuch– und Regieentscheidungen fühlen wir uns hin- und hergerissen. Ausnahmsweise hat Britt-Marie dabei sogar einmal mehr zu meckern als Patrick, ist sie doch kein großer Fan von Admiral Adamas harter Hand. Ihr Co-Host ist unterdessen vom Chaos im Baltar-Handlungsstrang leicht genervt, weil man das Papier des Scripts zu oft und zu laut rascheln hört. Und was für Leibesübungen sind das eigentlich, die die nackte Nummer Acht an Bord der zylonischen Basestar macht?
In einer Classic-Episode anno Januar 2019 besuchte mich der fabelhafte André Wentzel zum dritten Mal überhaupt im Bahnhofskino und zum ersten Mal, um seine Godzilla-Expertise und -Leidenschaft im Podcast zu Gehör zu bringen ... in diesem Fall zum elften und vermutlich ungewöhnlichsten Godzilla-Film aus den Toho Studios. Und ein geschüttelt Maß an Fachkenntnis wurde damals dringend benötigt, denn ich brillierte angesichts der kenntnisreichen Begeisterung meines Gastes vor allem mit glänzenden Kinderaugen bei maximaler Ahnungslosigkeit. Naja, ganz so schlimm wird es nicht. Und sowieso macht es Yoshimitsu Bannos funky Beitrag zur Godzilla-Reihe allen Monsterfilmfans und solchen, die es werden wollen, leicht, sich in den Titelhelden und dessen schleimig-schlackigen Gegenspieler Hydrox zu verlieben. Nun schnüren wir diese oldie-but-goldie Episode über FRANKENSTEINS KAMPF GEGEN DIE TEUFELSMONSTER (1971) in unsere offizielle BEEzilla-Reihe und hoffen, sie klingt noch ebenso frisch wie vor siebeneinhalb Jahren.
Nach der erfolgreichen Flucht von New Caprica haben sich manch erhitzte Gemüter abgekühlt und Kämpfe werden nicht mehr offen ausgetragen ... doch die moralischen Fragen sind groß wie nie. Auch Britt-Marie und Patrick sind fassungslos ob so mancher Wendung in "Verräter", sei es aufgrund charakterlicher Schieflagen oder manches Drehbuch-Kniffs, der nicht hundertprozentig schlüssig ist. Zum Glück navigiert am Ende des Tages unsere alte und neue Präsidentin Roslin die Menschheit politisch wieder in eine versöhnliche Zukunft. Oder?
Zwar können weder mein Gast Michael noch ich große Expertise in Sachen hessische Völkerkunde vorweisen, dafür bringen wir aber eine umso größere Begeisterung für das fett budgetierte 90er-Genrekino made in Hollywood mit. Eines der strahlendsten Beispiele hierfür ist Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen (1999), der nicht nur Tim Burton und seinen Hauptdarsteller Johnny Depp auf der Höhe ihrer jeweiligen Kunst zeigt, sondern zudem erstaunlich großzügig in der Darstellung handgemachter Blutsuppe ist. Da stört es auch kaum, dass die Lovestory mit Christina Ricci so kalt ist wie der Nebel im Dörfchen Sleepy Hollow. Und wenn Christopher Walken seine scharf geschliffenen Zähne bleckt, macht sich auch der mutigste Dorfbewohner in die Hose.
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