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Lebensfragen - Glaubensfragen: Hintergründe zu Religion und Kirche
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„Regen ist Gnade. Regen ist der Himmel, der zur Erde hinabsteigt; ohne Regen gäbe es kein Leben.“ Das ist ein Satz von John Updike. Regen hat eine spirituelle Dimension, er ist ein Himmelsgruß. Um ihn wird gebetet und seit Jahrtausenden in Regenritualen gefleht. Diese Woche konnte man den Klang des Regens wieder hören, er war wie ein Labsal für die Seele. Das Rauschen beruhigt uns und macht dankbar. Psychoakustiker erforschen den Zusammenhang. Wir entdecken in diesen trockenen Zeiten mehr und mehr die Kostbarkeit des Regens. Und sollten noch mehr zu Regensammlern werden. Warum sichern wir nicht viel mehr von dem kostbaren Nass in Tonnen und Zisternen? Denn auch so können wir dem Kinderlied entsprechen: "Es regnet, Gott segnet, die Erde wird nass. Bunt werden die Blumen und grün wird das Gras."
Es ist ganz schön was los am Himmel über Hessen in diesen Tagen. Am Mittwoch eine partielle Sonnenfinsternis. Die ganze Woche über zahllose Sternschnuppen am Himmel. Der Perseidenstrom hat in den vergangenen Nächten seinen Höhepunkt erreicht. Wer am Abend oder in der Nacht eine Weile den Kopf in den Nacken gelegt hat und möglichst ungestört von Umgebungslicht den Himmel betrachten konnte, der hat vielleicht die eine oder andere Sternschnuppe erhascht - und womöglich still und leise einen Herzenswunsch ausgesprochen? Eigentlich wissen wir ja, dass der Sternenstaub nicht für unsere Wünsche zuständig ist. Und trotzdem spielen wir gerne das Spiel mit, weil es einfach auch schön ist, sich die eigenen Wünsche bewusst zu machen. Unsere Lebensträume und Lebens-wünsche sind durchaus wichtig für unsere Lebensenergie. Sie verleihen dem Leben Sinn. Sie können uns motivieren, etwas zu verändern. Sie können ein Anstoß sein, sich im Leben noch mal neue Ziele zu setzen.
Wasser ist ein kostbares Gut. Das spüren wir ganz persönlich an diesen heißen Tagen, wenn der Schluck Wasser uns erfrischt. Aber wie kostbar es ist, merken wir jetzt auch, wenn Flüsse und Seen trocken fallen, mit erheblichen Konsequenzen für die Schiffahrt, den Tourismus, die Wirtschaft - aber vor allem auch für die Natur und die Lebewesen an den Ufern. Wasser ist die Quelle des Lebens. Das sagt sich leicht daher. Aber ganz offenbar müssen wir neu lernen, noch sorgsamer damit umzugehen. Wasser ist heute mein Sonntagsthema in dieser Ausgabe von Himmel und Erde. Das heilende Wasser, das köstliche Wasser - das auch in den Religionen eine besondere Bedeutung hat.
Die Fußball-Weltmeisterschaft kennt jetzt in der K.-o.-Runde nur zwei Emotionen: den Jubel der Gewinner und die Trauer der Verlierer. Für die einen geht die Reise zum großen Titel weiter, die andern können Koffer packen. Man sagt, dass das Gewinnen auch eine mentale Sache ist. Und das Verlieren sowieso. Respekt verdient man sich, wenn man ein “guter” Verlierer ist. Auch im normalen Leben kommt man um das Thema Gewinnen und Verlieren nicht herum. Schon beim Brettspiel mit den Liebsten zeigt sich viel. Und wie man als Verlierer aufrecht bleiben kann, das ist eine Lebenskunst, über die Resilienztrainer viel Wissen gesammelt haben. Das Gewinnen-Wollen der Spieler kann auch eine Sucht sein. Und nicht alles ist so harmlos wie das Gewinnspiel beim Kreuzworträtsel, das immer noch viele Freundinnen hat. Wir kümmern uns am Sonntagmorgen um ein Thema, das uns als Fußballfans und im Alltag auch sonst herausfordert.
… heute mit Lothar Bauerochse. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag! Wälder sind gerade in diesen Tagen gefragte Orte. Im Wald ist es schattig. Da ist die Luft frischer. Ein Wald kann spürbare Erholung schaffen angesichts der Hitze. Aber dem Wald selbst geht es nicht gut. Darauf haben wir in der vergangenen Woche in einem Themenschwerpunkt hingewiesen. Heute morgen schauen wir mal auf den Wald als spirituellen Ort. Eigentlich alle Kulturen und Religionen kennen heilige Bäume, vielfach sind Wälder oder einzelne Haine Ort für Geister oder spirituelle Erfahrungen. Und auch moderne Zeitgenossen spüren, dass der Wald auch der Seele gut tun kann, zum Beispiel beim Waldbaden. Geheimnisvoll und lebendig. Der Wald als spiritueller Ort - das ist heute mein Himmel und Erde-Sonntagsthema.
Geborgenheit ist ein Urbedürfnis von uns Menschen, in Sicherheit sein, seinen “safe space” haben. Das Bedürfnis wird heute spürbarer, denn die Gesellschaft wirkt unsicherer, ungeborgener. Geborgenheit und Sicherheit suchen und finden wir vor allem in Beziehungen und in den eigenen vier Wänden. Dort, wo wir sein dürfen, wie wir sind. Aber Sicherheit und Geborgenheit kommen auch von innen. Wer sich innerlich ungeborgen fühlt, findet schwer Geborgenheit im Äußeren, dem bleibt selbst die Heimat fremd. Wir fragen nach: wo finden Sie ihre “safe spaces”, wie gestalten sie Ihre Orte der Geborgenheit? Und welche Rolle spielt ein religiöser Glaube, der Menschen Gebete wie dieses in den Mund legt: “Und muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil” (Psalm 23). Wir erkunden, was uns Geborgenheit gibt.
Wir sind “Feuer und Flamme für etwas”, wenn uns etwas richtig begeistert. In einer weiteren Redewendung heißt es: “wir brennen dafür”. Auch beim ersten Pfingstfest taucht die Symbolik des Feuers auf: Es ist von “Zungen wie von Feuer” die Rede, die sich auf die Anhänger Jesu setzten, die sich an Pfingsten versammelt hatten. Der Heilige Geist erfüllte sie, und so wurden auch sie “Feuer und Flamme” für den Glauben. Inwiefern Feuer als spirituelle Kraft gilt, was eigentlich die Faszination Feuer ausmacht, und wie wir “Feuer” auch im übertragenen Sinn in unsere Beziehungen und unser Leben bringen und damit unseren Alltag “befeuern” können, darüber sprechen wir in dieser Feiertagsausgabe von „Himmel und Erde“ am Pfingstmontag.
„Hab Mut, steh auf!“ - so vollmundig klingt das Motto des Katholikentags in Würzburg. Doch vielen Christinnen und Christen ist derzeit eher unsicher zumute. Die Welt wirkt aus den Fugen geraten: Kriege und Krisen, wachsende Unsicherheit über die Zukunft. Und auch die Kirchen selbst stehen unter Druck - die Mitgliederzahlen sinken, die Rolle des Glaubens in der Gesellschaft scheint fragiler denn je. Der Katholikentag in Würzburg wollte in den vergangenen fünf Tagen dagegen ein Zeichen setzen: Christlicher Glaube soll Mut machen, Christen wollen in der Gesellschaft Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft übernehmen. Welche Impulse vom Katholikentag ausgehen, darüber berichten die hr-Kirchenredakteure Lothar Bauerochse und Klaus Hofmeister direkt aus Würzburg.
“Arbeit war sein ganzes Leben.“ Wenn früher bei Beerdigungen dieser Satz fiel, fanden das alle vorbildlich. Heute würde man damit Kopfschütteln ernten. Arbeit und Leben sollen in Balance sein, und Arbeit soll nicht alles sein, was ein Leben ausmacht. Davon sind die heutigen Mittdreißiger überzeugt. Ihre Devise heißt “Balance statt Boni”. Aber muss man Arbeit so gegen “Leben” ausspielen? Steckt in der Arbeit nicht auch so viel an Selbstwirksamkeit, Befriedigung und Sinnerfüllung, dass damit ganz viel “Leben” ins Leben kommt? Wir fragen anlässlich des Tags der Arbeit, wie sich unser Blick auf die Arbeit gewandelt hat. Luther verstand Arbeit noch als Gottesdienst. Aber auch heute sagen manche noch: mein Job ist meine Berufung.
Der Mai steht vor der Tür. Ein Monat mit vielen Brauchtumsfesten. Den Auftakt macht der Tanz in den Mai, mancherorts auch als Walpurgisnacht gefeiert. In manchen Gemeinden wird ein Maibaum erreichtet. Zu seinen Füßen feiert die Dorfgemeinschaft sich selbst und die Tradition. Ein Brauchtumsfest stiftet Identität. Es drückt in Symbolen aus, was im Leben wichtig ist: Die Liebe zum Beispiel, wenn junge Männer ihre Liebste mit Birkenzweigen beschenken. Manche Tradition ist schon viele hundert Jahre alt. Manchmal wissen die Heutigen gar nicht mehr, wo der Ursprung einer Tradition liegt. Etliches Brauchtum hat sogar vorchristliche oder naturreligiöse Wurzeln. Und trotzdem erweisen sich einige Traditionen als erstaunlich modern. Da verbindet eine Sängerin das Jodeln mit modernen Pop-Sounds. Junge Leute suchen sich Dirndl und Lederhose und posten das auf Instagram. Kann es sein, dass diese alten Rituale und Brauchtümer uns auch seelisch guttun, weil sie dem Leben Kontinuität geben, weil sie Gemeinschaft feiern, weil sie wichtige Werte zelebrieren? Kann es sein, dass gelebtes Brauchtum die Resilienz stärkt, so dass wir in unsicheren und unruhigen Zeiten besser durchkommen?
Er drückt seine Aggressivität gerne in GROSSBUCHSTABEN aus und fällt mit brutaler Machtgebärde über andere her. Jetzt hat der Zorn von US-Präsident Trump auch den Papst getroffen. Weil der es gewagt hatte, in einer Predigt in eher leisen Tönen zum Frieden zu mahnen und die „Allmachtsphantasien“ von Politikern zu kritisieren. Und wie zum Beweis hämmerte der sichtbar getroffene Präsident in sein Smartphone, Leo XIV. sei nur Papst im Vatikan geworden, weil er Präsident in Washington sei. An vielen Orten begegnen uns derzeit die eher lauten Töne der angeblich Stärkeren. Auch im Alltag, selbst in persönlichen Beziehungen. Kommen dabei die Schwachen unter die Räder? In der Bibel heißt es, Gott stehe auf der Seite der Schwachen. Gottes Kraft sei in den Schwachen mächtig, formulierte einst der Apostel Paulus. Beweist unsere Zeit gerade das Gegenteil? Kommt nur noch weiter, wer die Ellenbogen ausfährt? Oder gibt es doch eine besondere Macht der Schwachheit? Welche Stärke trainieren zum Beispiel Frauen, die Selbstverteidigung üben? Wie gelang es dem angeblich schwachen Geschlecht, den Frauen, auch in der Männerdomäne Fußball ihren Platz zu erkämpfen und zu behaupten? Und ist es womöglich dringend nötig, dass wir wieder sanfte, gewaltfreie Formen der Kommunikation erinnern und einüben? Eine Ausgabe von „Himmel und Erde“ rund um die besondere Kraft der Schwachheit.
Noch nie haben sich Menschen so weit von ihrem Heimatplaneten entfernt wie die Besatzung der Artemis 2-Mondmission in dieser Woche. Die Menschheitsgeschichte ist voll großer Herausforderungen. Es treibt uns Menschen einfach immer wieder zu neuen Ufern. Auch privat suchen wir “Challenges”: einmal einen Marathon laufen, einmal auf einen Viertausender oder beim “Lauf der Verrückten” der hessischen evangelischen Pfadfinder mitmachen. Nicht alle aber sind so “verrückt” unterwegs wie Joyce Hübner. Sie will bis Oktober jeden Tag einen Marathon laufen und in dieser Zeit alle deutschen Städte mit Stadtrecht betreten. Wir fragen den Psychologen, warum wir Herausforderungen brauchen und schauen, welche Blüten der “Challenge-Wahn” treibt in Zeiten von Social Media.
Ostern ist ein Fest des neuen Lebens. Die christlichen Kirchen erinnern daran, dass Christus nach dem Bericht der Bibel auferstanden ist von den Toten. Ostern ist nicht zufällig ein Frühlingsfest. Denn auch in der Natur erleben wir nach den kahlen Wintermonaten, dass das Leben wieder durchbricht. Wie können wir jetzt neue Lebendigkeit ins Leben bringen. Der Psychologe Lukas Klaschinski empfiehlt, mehr Sinnlichkeit ins Leben zu bringen, die Sinne zu schärfen. Die Psychotherapeutin Daniela Tausch erzählt, was es für sie bedeutet, auch angesichts von Krisen und Krankheit sich mit der Lebendigkeit zu verbinden. Der evangelische Pfarrer Martin Vorländer beschreibt die besondere Kraft der Osterbotschaft.
Wie oft tragen wir diese Sehnsucht in uns nach einem Ort, an dem alles gut ist, wo wir uns zu Hause fühlen, wo wir sein können, so wie wir sind. Wo liegt dieser Ort? Finden wir ihn tatsächlich in der Gartenparzelle? Oder am fernen Meeresstrand? Vielleicht reicht ja auch eine einfache stille Bank im Park? Oder das kleine Plätzchen auf dem Balkon? Wie wichtig ist diese Sehnsucht nach dem guten Ort für unser Wohlbefinden? Aber wenn man der Bibel glaubt, dann ist auch das Paradies nicht ohne Gefahren und nicht ohne Regeln. Vor allem aber, sagt die Bibel, sind wir aus dem Paradies vertrieben worden. Warum eigentlich? Gibt es einen Weg zurück? Welche Antworten geben die Religionen? An diesem Sonntagmorgen begeben wir uns auf Spurensuche nach dem Paradies. Oder zumindest nach paradiesischen Orten und Momenten. Und vielleicht finden wir das Paradies ja in uns selbst?
Ein paar Tage Sonne und wir spüren: die Lebensgeister sind wieder da. Auch in der Natur regt sich neues Leben: die Frühblüher stecken bei ein wenig Sonne und Wärme gleich die Köpfchen aus der Erde. Alles scheint von neuer Lebensenergie erfasst. Wir gehen auf die Spuren dieser Lebensgesetze: Wie lassen sich Lebensgeister wecken, wenn uns die Natur nicht so kraftvoll zu Hilfe kommt? Wo sind die Quellen unserer Kraft, wenn es draußen und drinnen eher dunkel ist? Wir sprechen über die Wirkung der Natur auf unsere Psyche, die Energie, die uns Krafttraining bis ins Alter schenkt. Und wir erkunden spirituelle Übungen, damit die Energien fließen.
Gedimmtes Licht, keine Dudelmusik, kein Werberadio mit Sonderangeboten: mittwochs ist “Stille Stunde” beim Rewe in Heusenstamm. Immer mehr Geschäfte in Hessen bieten inzwischen “stille Stunden” an. Nicht nur für Menschen mit Autismus kann die ständige Reizüberflutung überfordernd sein. Auch Gesunde empfinden Stille als wohltuend für Auge und Ohr. Unser Hirn ist nicht gebaut für den Dauerangriff auf unsere Sinne durch Musik, News, social media-Geklingel. Obwohl wir das ahnen, fällt uns der Verzicht darauf schwer. Zeit für ein paar Tipps gegen die Reizüberflutung. Wir erkunden Wege zu einem reizärmeren, zufriedenen Leben.
Angesichts all der Krisen denkt man manchmal: Jetzt hilft nur noch ein Wunder! Aber gibt es sie? In der katholischen Kirche werden wissenschaftlich unerklärbare Heilungen als Wunder bezeichnet. Aber es gibt auch ohne Gott manchmal spontane Heilungen. Persönlich kann eine unerwartete Wendung in einer Krise ein Wunder sein. Oder ein geliebter Mensch und ein Neugeborenes. Wir sollten - dreißig Jahre nach dem Mauerfall - auch mit politischen Wundern rechnen, sagt der Ökonom Fred Luks.
Sie folgten dem Stern und fanden den Heiland: die Geschichte der Hl. Drei Könige steht im Hintergrund der weltgrößten Hilfsaktion von Kindern für Kinder: die Sternsinger. Sie ziehen verkleidet als Könige durch die Straßen, segnen die Häuser und sammeln für Bedürftige. Mit dabei haben sie den Stern. Sterne sind seit Urzeiten Orientierungspunkte - und zugleich Sinnbilder für die Ausrichtung von Menschen. Welchem Stern folgen wir? Wir sprechen über den großen Orientierungsbedarf in der heutigen Welt und fragen, wer ihn stillen kann.
Wir leben in unsicheren Zeiten. Zahlreiche Krisennachrichten bestimmen unseren Alltag und drücken aufs Gemüt. Da hat es die Freude am Leben nicht leicht. Wo können wir Hoffnung, Mut und Zuversicht stärken? Vielleicht können wir etwas von Martin Luther lernen, dem Reformator, an den die evangelischen Kirchen in Hessen am 31. Oktober, dem Reformationstag erinnern. Als junger Mensch war Luther der Verzweiflung nahe. Voller Selbstzweifel und Ängste hoffte er auf Besserung im Kloster. Aber auch dort fand er keine Lebensfreude. Erst beim intensiven Bibelstudium und durch seine Neuentdeckung, dass er von Gott nicht verurteilt, sondern geliebt und gerechtfertigt wird „allein aus Gnade“, kehrte bei ihm die Lebensfreude zurück. Und das ganz praktisch. Er heiratete, gründete eine Familie, empfing gerne Gäste, aß und trank und liebte es dabei gerne auch mal deftig. Ein Leben voller Zuversicht und Hoffnung - und das auch in schwierigen, in kriegerischen Zeiten mit vielen Anfeindungen. Wo finden Menschen heute ihre Lebensfreude? In Beziehungen? In der Natur? Beim kreativen Hobby oder beim Tanzen und Laufen? Was können wir tun, damit die Krisenstimmung der Zeit uns nicht die Freude am Leben raubt?
Wenn es dunkel wird, dann kommt das Leben zur Ruhe. So scheint es uns. Tatsächlich ist auch die Nacht voller Leben. Zahlreiche Tiere schwirren, schleichen oder schweben ganz selbstverständlich durch die Dunkelheit. Sie brauchen die Nacht zum leben. Wir Menschen dagegen machen oft die Nacht zum Tage, erleuchten sie mit hellem Licht - und bringen dadurch manches im Nachtleben der Natur durcheinander. Uns Menschen macht die Dunkelheit oft Angst. Andererseits ist sie ein Ort besonderer Geborgenheit. Geburten finden überwiegend in der Nacht statt. Religiöse Offenbarungen sind in allen Kulturen den Menschen oft nachts zuteil geworden. Und nicht zuletzt sind wir selbst innerlich nachts aktiv, auch wenn wir schlafen. Dann regeneriert sich der Körper, nutzt unsere Seele die Ruhe der Nacht, um in Träumen das Erlebte des Tages zu bearbeiten.
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Observed September 20, 2026.
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