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Published by Stefan Aufenanger
Ein Podcast der AG Medienbildung an der Universität Mainz zu den Themen Medien, Bildung und Gesellschaft mit Stefan Aufenanger und Madlen Glass. Neue Folgen erscheinen vierzehntäglich jeweils mittwochs um 12 Uhr. Folge uns auf Instagram !
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In dem Gespräch mit dem Erziehungswissenschaftler Ulf Sauerbrey geht es um theoretische Grundlagen medienpädagogischen Handelns, frühe Medienbildung und Wissenschaftskommunikation. Sauerbrey hinterfragt den etablierten Begriff der „Bewahrpädagogik“ und schlägt auf Grundlage allgemeinpädagogischer Theorie eine präzisere Unterscheidung zwischen Gegenwirken (Verhindern und Unterbinden) und Unterstützen (Ermöglichen und Veranlassen) vor. Dadurch sollen medienpädagogische Praktiken differenzierter beschrieben und reflektiert werden können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der frühen Medienbildung. Kritisiert wird insbesondere ein zu enges Verständnis digitaler Medien als bloße Werkzeuge; Bildungspläne sollten komplexere Medienbegriffe berücksichtigen. Abschließend diskutiert Sauerbrey kritisch die Rolle wissenschaftlicher Ratgeber. Wissenschaft solle primär Erkenntnisse und Handlungsoptionen vermitteln, da konkrete Erziehungsratschläge immer normative Annahmen enthalten und individuelle Lebensbedingungen kaum berücksichtigen können. Ulf Sauerbrey Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Im Podcast spricht Sabine Bonewitz von der Stiftung Lesen über frühkindliche Leseförderung. Vorlesen könne bereits bei Babys beginnen und fördere Sprache, Nähe, Aufmerksamkeit, Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen. Das bundesweite Programm „Lesestart“ verteilt Bücher über Kinderarztpraxen, Bibliotheken und weitere Netzwerke, um besonders Familien mit wenig Buchkontakt zu erreichen. Trotz langsamer Verbesserungen werde in vielen Haushalten weiterhin zu selten vorgelesen. Bonnewitz plädiert für dialogisches, spielerisches und undogmatisches Vorlesen, das Interessen, Alter und Mehrsprachigkeit der Kinder berücksichtigt. Pädagogische Fachkräfte erhalten Fortbildungen und Materialien. Kinderbücher sollten Vielfalt abbilden und Identifikation ermöglichen. Lesestart 1-2-3 Sabine Bonewitz Interview Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Das Gespräch mit Alessandro Barberi geht über das Erbe von Dieter Baacke, einer Gründungsfigur der Medienpädagogik. Durch die systematische Analyse seines Werks wird die Bedeutung der „kommunikativen Kompetenz“ herausgearbeitet, die als anthropologische Konstante unabhängig von technologischen Neuerungen verstanden wird. Der Diskurs verbindet medienpädagogische Theorie mit Germanistik, Systemtheorie und Aufklärungsideen. Ein zentraler Punkt ist die Abkehr von rein systemischen Funktionen hin zur individuellen Spontaneität und Emanzipation. In Bezug auf die Gegenwart reflektieren die Beteiligten die Herausforderungen durch digitalen Kapitalismus und künstliche Intelligenz (KI). Dabei wird betont, dass Maschinen keine „hermeneutische Tiefendimension“ besitzen. Baackes visionärer Ansatz dient als Grundlage, um menschliche Souveränität und Handlungsorientierung in einer digitalisierten Welt zu bewahren. Alessandro Barberi Dieter Baacke: Medienkompetenz als pädagogisches Konzept Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Im Podcast-Gespräch stellt Anneke Elsner ihre Dissertation zur problematischen Mediennutzung aus medienpädagogischer Perspektive vor. Sie erläutert den Begriff der Gaming Disorder (ICD-11), grenzt ihn vom Suchtbegriff ab und betont den Leidensdruck als zentrales Kriterium. In ihrer qualitativen Studie führt sie narrativ-biografische Interviews mit volljährigen Betroffenen und deren Zugehörigen (Eltern, Geschwister, Partner), ergänzt durch egozentrische Netzwerkkarten. Erste Befunde zeigen die große Bedeutung sozialer Beziehungen für die Entstehung und den Verlauf exzessiver Mediennutzung. Als medienpädagogische Empfehlung rät Elsner, nicht nur auf die Dauer der Mediennutzung zu achten, sondern vor allem auf die zugrundeliegenden Motive – also das ‚Warum‘ hinter dem Medienverhalten. Anneke Elsner DAK Mediensucht-Studie 2026 Klicksafe fragt...: Haben wir ein Problem mit Mediensucht? (Podcast) Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Claudia Lampert erläutert im Gespräch die Arbeit einer interdisziplinären Expertenkommission zum Kinder- und Jugendmedienschutz. Deren Bericht „Entwicklung stärken, Verantwortung übernehmen“ betrachtet digitale Medien nicht nur aus Schutzperspektive, sondern verbindet Schutz, Befähigung und Teilhabe. Im Gespräch wird betont, dass pauschale Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche zu kurz greifen, weil Risiken nicht allein durch Accounts entstehen und Verbote leicht umgangen werden können. Stattdessen müssten Anbieter stärker über bestehende europäische Regelungen in Verantwortung genommen werden. Weitere zentrale Themen sind frühe Mediennutzung in Familien, Medienbildung über alle Altersphasen hinweg, Kommunikationsräume für Kinder, KI-Kompetenzen wie ein „KI-Seepferdchen“. Weiterhin wird die Notwendigkeit von Forschung, Monitoring und gemeinsamer Umsetzung der im Bericht aufgestellten Handlungsempfehlungen durch Politik, Bildung, Gesundheitswesen, Eltern, Plattformen und Jugendliche. Claudia Lampert Bericht "Entwicklung stärken, Verantwortung übernehmen" Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Ulrike Krein erläutert, dass Daten per se nicht neutral sind, sondern stets kontextgebunden und performativ wirken – beeinflusst durch Annahmen, die in Technologien eingeschrieben sind. Datafizierung in Schule reicht von Noten bis zu Lern-Apps und wird oft mit Optimierungsversprechen verbunden. Anhand des EU-Erasmus-Projekts *Data Ready* (fünf Länder) zeigt Krein, dass Datenkompetenz im Schulbereich kaum breit verankert ist und vor allem als kritische Reflexionsfähigkeit verstanden wird. Sie plädiert für eine fächerübergreifende Implementierung von Data Literacy statt Delegation an einzelne Fächer. Lehrkräfte sollten lernen, professionell mit Ungewissheit umzugehen – ein strukturelles Merkmal pädagogischer Arbeit. Ulrike Krein Data-Ready EU Erasmus+-Projekt Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Mit zwei Schülerinnen aus Bad Kreuznach sprechen wir anlässlich des Tags der offenen Uni an der JGU Mainz über aktuelle Themen aus dem Schulalltag. Wir diskutieren, warum pauschale Handyverbote abgelehnt werden: Statt Verboten fordert die Beiden mehr Medienkompetenz. Ein zentrales Thema ist der Umgang mit KI: Beide Schülerinnen schildern, wie KI das Vertrauensverhältnis zu Lehrkräften belastet und wie sie selbst KI verantwortungsvoll zum Lernen nutzen. Abschließend äußern sie sich zu ihren Studienplänen und wünschen sich eine Schule, die weniger auf Konkurrenz und starre Benotung setzt – und mehr auf gemeinsames, kooperatives Lernen. Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Im Mittelpunkt dieser Episode steht die Frage, ob Sprache noch ein exklusiv menschliches Merkmal ist. Miriam Lind erläutert, wie Tiere (Wale, Vögel, Hunde) zunehmend sprachähnliche Fähigkeiten zeigen und wie KI auf Performance-Ebene kaum noch von menschlicher Kommunikation unterscheidbar ist. Diskutiert werden Bewusstsein, Intentionalität, performative Sprechakte und moralische Normen in der Kommunikation. Lind forscht konkret zur Mensch-Tier-Interaktion und zu Sprachtechnologien für Tiere (Talking Buttons, Tierroboter). Risiken wie Deepfakes und KI-generierte Trainingsdaten werden ebenso thematisiert wie der gesellschaftliche Nutzen sozialer Robotik. Fazit: KI und Tierforschung erodieren klassische Grenzen des Menschseins – was kritisch reflektiert werden muss. Miriam Lind Alexa’s Agency Mensch – Tier – Maschine. Sprachliche Praktiken an und jenseits derAußengrenze des Humanen. Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
In dieser Episode werden drei wiederkehrende Schleifen in der Medienpädagogik diskutiert: den Chancen-Risiken-Loop, den Kompetenz-Loop und den Theorie-Loop. Statt immer neue KI-Kompetenzmodelle zu entwerfen, plädiert Franco Rau dafür, etablierte Modelle wie Baackes Medienkompetenz weiterzudenken und besonders die ökonomische Dimension – Plattformabhängigkeit, Dienstleistungslogik, Datenverwertung – stärker einzubeziehen. Diskutiert werden außerdem veraltete Prüfungsformate, der „Technical Fix"-Trugschluss, Deskilling-Risiken und die Notwendigkeit veränderter Sprachfiguren. Lehrkräfte bräuchten vor allem Offenheit gegenüber Technologie, nicht Bedienkompetenz für einzelne Tools. Abschließend fordert Rau mehr medienpädagogische Lobbyarbeit, Transferformate und parallele statt entschleunigte Auseinandersetzung mit technologischen Entwicklungen. Franco Rau Raus aus dem <Loop>! Mögliche Zukünfte für Medienbildung with(out) KI Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Das Gespräch mit Christian Leineweber geht über Bildung und Subjektivität in der digitalen Transformation. Zentral ist dabei ein relationales Subjektverständnis: Autonomie entsteht nie isoliert, sondern ist abhängig von Wissen, Unwissen, gesellschaftlichen Normen und technischen Infrastrukturen. Digitale Technologien und KI verringern diese Fragilität, indem sie Unbestimmtheit reduzieren. Das birgt Chancen wie Effizienz, aber auch Risiken wie Entfremdung. Bildung wird als Aneignungs- und Reflexionsprozess verstanden, der durch KI verändert, aber nicht ersetzt wird. In der Diskussion werden die Ambivalenzen des Fortschritts, neue Lernpraktiken junger Generationen, die Notwendigkeit pädagogischer Räume für Reflexion sowie die Rolle der Medienpädagogik zwischen Theorie, Praxis und interdisziplinärer Einbindung betont. Christian Leineweber Digitale Freiheit oder neue Abhängigkeiten? Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
In dieser Episode diskutieren Madlen und Stefan, ob KI zu einer Art Freund oder Begleiter werden kann. Ausgangspunkt ist eine Zürcher Tagung zu sozialen Beziehungen zwischen Mensch und KI. Thematisiert werden KI-Companions wie „Friend“ oder Replika, die Nähe, Verlässlichkeit und emotionale Unterstützung simulieren, aber auch Abhängigkeiten fördern können. Zugleich wird betont, dass KI in Beratung, Sprachlernen oder Studium hilfreich sein kann, etwa für unsichere oder sprachlich benachteiligte Studierende. Insgesamt überwiegt eine ambivalente Sicht: KI kann entlasten und unterstützen, echte menschliche Beziehungen aber nicht ersetzen. Social Encounters with Artificial Others Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
In dieser Episode blicken wir auf den DGfE-Kongress 2026 in München zum Thema „Brüche“ zurück. Madlen und Stefan teilen ihre Eindrücke, geben Einblicke in einige Vorträge und ergänzen diese durch Stimmen von Teilnehmenden, die sie eingefangen haben. Hervorgehoben werden die große Themenvielfalt, die starke Präsenz von KI und Digitalisierung sowie die kritischen Debatten über Bildung, Forschung und pädagogische Praxis. Positiv bewertet werden einzelne Vorträge, die Poster-Sessions und insbesondere die lebendige, demokratische Diskussionskultur in der Mitgliederversammlung. Insgesamt hinterließ der Kongress den Eindruck, dass Themen der Medienpädagogik und kritische Digitalisierungsperspektiven inzwischen weit in die Erziehungswissenschaft hineingewirkt haben. DGfE-Kongress 2026 DGfE Sektion Medienpädagogik Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Das Gespräch mit Isabel Tatsch (FSK) beleuchtet den Jugendmedienschutz zwischen Schutz, Befähigung und Teilhabe. Erläutert werden Altersfreigaben (0/6/12/16/18), Kriterien wie Entwicklungsbeeinträchtigung, Angst oder Desorientierung sowie die Rolle von Parental Guidance. Diskutiert werden Streaming, internationale Unterschiede, Kinder- und Jugendpanels, neue Zusatzhinweise und KI-gestützte Prüfverfahren. Ziel bleibt ein ausgewogener Ausgleich zwischen Schutzauftrag und Medienrealität als zeitgemäßer Jugendmedienschutz. Die Episode gibt einen sehr guten Einblick, wie Altersfreigaben erstellt werden und warum und wie Kinder und Jugendliche selbst dabei mitwirken. FSK Isabell Tatsch Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Madlen und Stefan diskutieren die Begriffe Medienkompetenz und Medienbildung. Sie zeichnen die historische Entwicklung des Medienkompetenzbegriffs, insbesondere nach Dieter Baacke, nach sowie seine theoretischen Grundlagen in Erziehungswissenschaft, Linguistik und Psychologie. Thematisiert werden unterschiedliche Modelle und Dimensionen von Medienkompetenz (u. a. Kritik, Nutzung, Gestaltung, affektive und ethische Aspekte) und deren Weiterentwicklung angesichts digitaler Medien und KI. Medienkompetenz wird als Stärkung des Subjekts verstanden, nicht als Bewahrpädagogik. Medienbildung gilt als querschnittliche Bildungsaufgabe in einer medial geprägten Gesellschaft. Dieter Baacke: Was ist Medienkompetenz? Stefan Aufenanger: Medienkompetenz Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Das Gespräch mit Bob Blume dreht sich um ganzheitliche Bildung in der digitalen Gesellschaft. Blume betont die Bedeutung von Resonanz und Selbstwirksamkeit im Lernprozess und diskutiert Herausforderungen wie Motivation, Growth Mindset, Neurodivergenz und Mediennutzung. Er plädiert für praxisnahe Strategien, differenzierte Debatten und die Förderung individueller Lernwege, besonders durch Eltern und Lehrkräfte. Das Gespräch wurde per Zoom aufgenommen. Bob Blume Buch "Wie kommt mein Kind gut durch die Schule?" Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Das Gymnasium Mainz-Mombach setzt auf ein innovatives Konzept, das die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler*innen und projektorientiertes Arbeiten fördert. Fächergrenzen werden aufgebrochen, und Lernentwicklungsgespräche ergänzen klassische Zeugnisse, um die Selbstreflexion zu stärken. Altersgemischte Gruppen und Mentoring erleichtern den Übergang und bieten individuelle Betreuung. Die Schule nutzt offene Lernräume und digitale Medien gezielt, wobei private Smartphones während der Schulzeit nicht erlaubt sind. Insgesamt versteht sich die Schule als lernende Organisation, die ihre Erfahrungen mit anderen teilt. Der Schulleiter Ulf Neumann-Welkenbach und der Medienkoordinator Felix Prier stellen Stefan und Madlen ihre Schule vor. Der Podcast ist aus einem Vidcast entstanden, der in ein paar Wochen Online gestellt wird. Den am Anfang angesprochenen Imagefilm kann man auf der Webseite der Schule sich anschauen. Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Franziska Bellinger und Michaela Kramer diskutieren ihre Studie „Unlearning Antifeminismus on TikTok“. mit Madlen und Stefan. Antifeministische Inhalte erscheinen auf Sozialen Medien oft nicht als offener Hass, sondern ästhetisiert, ironisch und als Lifestyle. TikTok verstärkt solche Narrative durch Reichweite, Algorithmen und Multimodalität. Da Jugendliche offenen Sexismus eher, subtile Formen weniger erkennen wurden Workshops (z. B. „TikTok-Puzzle“) entwickelt, um Inhalte zu entschleunigen, Strategien sichtbar zu machen und Handlungsfähigkeit zu stärken. Der Podcast wurde per Zoom aufgenommen. Von Tradwives und Alphabros Make your meme come true Prof. Dr. Michaela Kramer Prof. Dr. Franziska Bellinger Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Madlen und Stefan diskutieren, ob digitale Medien uns von der Welt entfremden oder ob wir selbst Einfluss darauf haben. Ausgehend von Hartmut Rosas Theorie werden Beschleunigung, Resonanz und Entfremdung erläutert: Technischer Fortschritt spart Zeit, lässt uns subjektiv aber oft gestresster werden. Resonanz beschreibt gelingende Weltbeziehungen, in denen Selbstwirksamkeit erfahrbar ist — sie ist jedoch nicht garantiert. Zugleich wird betont, dass Digitalität auch neue Kontakte, Partizipation und Lernchancen eröffnet und nicht pauschal problematisch ist. Entfremdung zeigt sich etwa, wenn das Smartphone soziale Situationen überlagert, bleibt aber gestaltbar. Pädagogik, Schule und Gesellschaft sollen Räume schaffen, in denen Jugendliche reflektiert, selbstbestimmt und resonanzfähig handeln können. Historisch wird deutlich: Jede Epoche kann entfremden — heute haben wir jedoch mehr Freiheits- und Gestaltungsmöglichkeiten Hartmut Rosa: Beschleunigung und Entfremdung Hartmut Rosa: Resonanzpädagogik Hartmut Rosa zum Thema auf YouTube Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Im Jahresrückblick besprechen Stefan und Madlen die Entstehung und Entwicklung ihres Podcasts von der ersten Idee Ende 2024 bis zu 15 veröffentlichten Episoden 2025. Sie betonen den Podcast als „Ideenkarussell“, das vielfältige Perspektiven auf Medienbildung und Gesellschaft aus Praxis und Theorie zusammenbringt und Gesprächsanlässe schafft. Thematisch reicht das Spektrum von Kindersendung „Löwenzahn“ bis zu KI, die selbst dann immer wieder auftaucht, wenn sie nicht explizit im Fokus steht. Die beiden reflektieren ihre eingespielte Moderation, geringe Schnittpraxis und positive Rückmeldungen aus der Hörerschaft. Außerdem gehen sie auf Neuerungen im Jahre 2026 ein. MEduPod Instagram Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
Davide LoPresti ist Professor an der Universität Palermo und diskutiert seine Perspektive zu KI und Hochschulbildung.Er schildert seinen Werdegang und Projekte zu Nachhaltigkeit und Peer‑Mentoring als Beitrag zur Entwicklung „menschlichen Kapitals“ in der Universität. Zentrales Anliegen ist die Förderung menschlicher Fähigkeiten wie Bewusstsein, Empathie, Beziehungsgestaltung und das Aushalten von Unbequemem als Kern akademischer Bildung. KI wird dabei zugleich als Chance und Risiko beschrieben: missbraucht hält sie Lernende in der Komfortzone, sinnvoll genutzt ist sie Partner für Kollaboration, Lernen und Forschung. LoPresti plädiert für AI Literacy, ein lebendiges „Observatory“ an Hochschulen, das gute Praxis, Risiken und zu schützende Kompetenzen identifiziert, sowie für eine „AI‑augmentierte“ statt KI‑getriebene Hochschulbildung. Die Episode ist in englischer Sprache. Davide Lo Presti (Palermo) Orchid ID Der MEduPod erscheint alle zwei Wochen mittwochs um 12 Uhr.
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