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Published by Anja Rützel und Claudi Widder
Willkommen bei Studio Schnabel – dem Podcast, in dem die Tiere sprechen. Claudi Widder, Tierkommunikatorin und Lehrerin für telepathische Kommunikation, und Autorin und Journalistin Anja Rützel treten telepathisch mit Hund, Katze, Nasenbär in Kontakt und fragen für die dazugehörigen Menschen, was den Tieren auf dem Herzen liegt – oder warum sie plötzlich in den Kochtopf kacken. Wer selbst eine Frage an sein Tier hat, kann den Hosts auf ihrem Instagram-Profil Studio_Schnabel eine Nachricht schreiben und mit etwas Glück in einer der nächsten Folgen zuhören, was das Tier dazu sagt
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In der Schweiz ist ein Murmeltier aufgetaucht. Auf gerade einmal 500 Metern Höhe, wo es eigentlich gar nicht hingehört. Niemand weiß, woher es kommt. Aber eines ist sicher: Das Murmeli hat sich bereits allerbest eingerichtet. Und zwar ausgerechnet dort, wo es- aus menschlicher Sicht- sein Leben durch Überschwemmung oder übereifrige Herdenschutzhunde verlieren könnte Unsere liebe Ruth, einigen SchnabelHörerInnen bereits bekannt aus der Folge Raico und Rappo auf wilder Jagd - macht sich einige Sorgen und bittet Anja und Claudi, dem pelzigen Untergrundbewohner telepathisch einen Umzug ans Herz zu legen. Murmeli findet die Idee ungefähr so attraktiv wie wir eine saftige Mieterhöhung bei dauerhaftem Baulärm. Denn: seine Wohnung ist perfekt. Wasseranschluss, reichlich Verpflegung, mehrere Notausgänge. Und die Lage: Erstklassig! Na gut, irgendwas is ja immer..die pelztragenden Nachbarn mit den langen, schnellen Beinen und den großen Zähnen könnten sich vielleicht etwas besser zügeln. Warum die Bitte von Murmeli an Ruths Herdenschutzhunde und menschliche Fürsorge nicht zwangsläufig auf tierische Begeisterung trifft, hört Ihr in unserer neuen Folge.
In dieser Folge dreht sich in vorerst alles um Eure Fragen. Neben der Frage, welchen Zauberspruch es denn braucht, um dem skeptischen Ehemann einer Hörerin die telepathische Kommunikation schmackhaft zu machen, um das Zusammenleben der gemeinsamen Katzen zu harmonisieren geht es es unter darum, warum wir eigentlich nicht längst alle telepathieren, wenn dies doch eine ganz natürliche menschliche Fähigkeit sein soll. Selbstverständlich sprechen wir auch über die Mutter aller Zweifel: Woher weiß ich, dass ich mir nicht einfach alles ausdenke? Ihr habt gefragt, wir antworten. Dieses Mal allerdings in vorübergehend, veränderter Schnabelbesetzung: Dominik Kollmann, Moderator, Podcaster und professioneller Fragensteller, übernimmt Anjas Part und gräbt sich mit Claudi durch Eure Fragen rund um Tierkommunikation, Telepathie, Zweifel und die alles entscheidende Frage, warum wir vergessen, dass wir es mal richtig gut konnten. Und dann …dann wär da noch Kalle . Kalle ist ein Koboldhai. Ein Wesen aus der Tiefsee, das aussieht, als hätten Evolution und ein schlecht gelaunter Spezialeffekte-Mensch spätabends noch eine gemeinsame Idee gehabt. Kalles Superkraft ist unter anderem sein Kiefer - der lässt sich nach vorn katapultieren, und dann schnappt die Falle zu. Seine Abstammung reicht ungefähr 125 Millionen Jahre zurück – wir finden, das ist dem Grunde nach verpflichtender als ein Adelstitel. Natürlich wollten wir wissen, wie sich das Leben mit einer solchen Abstimmungslinie anfühlt, und ob es eine Art Geheimtipp gibt, den Kalle mit uns Menschen teilen möchte. Die Antwort ist ebenso überraschend wie plausibel - hört ihr dann selbst. Dominik spricht mit Claudi. Claudi spricht mit Kalle. Und am Ende sprechen alle miteinander, denn Kalle hat in dieser TelKo (Kurzwort für Telefonkonferenz) für beide etwas auf Lager. Eine wunderbare Folge über Verteilung des Kräftehaushalts, Vertrauen in eigene Fähigkeiten, menschliche Zweifel, skeptische Ehemänner und am Ende der Frage, wie es möglich ist, dass wir eine solche Eigenschaft für Telepathie einfach vergessen konnten?! Und, liebe Leudd- bidde macht Euch keine Sorgen: Anja wurde nicht von Koboldhai Kalle verspeist - in Folge 37 ist das altbekannte SchnabelDuo natürlich wieder gemeinsam für Euch am Start.
Heute haben wir ein paar wirklich hündische-logische Antworten für Euch im Gepäck: Was tun, wenn der Hund beim Spaziergang plötzlich beschließt: Nö. Ich bleib so lange stehen, oder sitze, bist Du ausser Sichtweite bist. Einfach so. In dieser Schnabel Folgen kommen Hundefreunde voll auf ihre Kosten, zwei Hündinnen im Gespräch: Nanouk, ihres Zeichens Australian Shepherd, zehn Jahre alt, sensibel und eigentlich eine erfahrene Spaziergängerin. Doch seit geraumer Zeit ist es merwürdig mit ihr. Manchmal läuft sie fröhlich mit. Manchmal sind zehn Meter schon zehn Meter zu viel. Und ein bestimmter Park kann ihr sowieso gestohlen bleiben. Und dann ist da noch die kleine, quirlige Amy, Lebensfreude pur. Tierschutzhündin. Drei Beine. Und jede Menge zu erzählen. Sie spielt – erschrickt, und hört plötzlich auf.Sie läuft, bleibt plötzlich stehen und stemmt die Beine in den Boden. Und wenn am Abend gekocht wird, hält Amy eine lautstarke Stellungnahme für dringend erforderlich. Zu was genau? Dem und einigen anderen Fragen geht Studio Schnabel für euch auf den Grund. Eine Folge, zwei gut gelaunte Host und zwei Hunde mit sehr eigenen Antworten- Lernstoff für uns Zweibeiner inklusive. Allen voran unser menschlicher Verstand, der uns ruck-zuck vorschnelle menschliche Erklärungen liefert, die manchmal richtig daneben liegen. Und am Ende steht die revolutionäre Erkenntnis, dass ein Hund, der stehen bleibt, vermutlich einen sehr sehr triftigen - und in diesem Fall wunderschönen - Grund dafür hat. Enjoy!
In dieser Folge wird es bei Studio Schnabel zunächst einigermaßen rätselhaft: Claudi und Anja lernen Keks kennen, einen Wallach, der bisweilen in eine Art Panikmodus verfällt . Aus einem ansonsten sehr entspannten Pferd wird aus unerklärlichen Gründen eines, was fluchtartig davonstürzt. Und da Pferde selten grundlos beschließen, an einem bestimmten Ort die Nerven zu verlieren, findet Claudi heraus, was genau in Keks vorgeht. Dabei führt die Spur -wie so oft - nicht unbedingt dorthin, wo man sie zunächst vermutet. Keks beschreibt anschaulich seine Gründe und liefert ein schönes Beispiel dafür, dass auffälliges Verhalten nicht immer dort seinen Ursprung hat, zu dem unser Verstand uns führt. Fazit: Es lohnt sich IMMER, das Geschöpf einfach selbst zu fragen. Außerdem gibt es erfreuliche Nachrichten aus dem„Mile High Club der Mauersegler“ - das Leerstandsproblem des letzten Sommers hat sich in diesem Jahr weitgehend erledigt. Michaela vermutet Claudis Mauersegler Newsletter und ist höchst erfreut über den überaus guten Verlauf dieser Brutsaison - während Claudi sich sicher ist, dass Michaelas eigene Kommunikationsversuche ebenso Früchte tragen. Anja und Claudi philosophieren erneut über eine bessere Welt, in der ein jeder auf den anderen achtet, man mit allem kommuniziert, was gerade da ist und im Bett bleibt, wenn es gerade nicht geht.
In dieser Folge hat das wilde Leben erneut zugeschlagen: die eine Hälfte unseres SchnabelDuos, unsere wundervolle Oooonscha ist leider krankheitsbedingt in dieser Folge nicht dabei. Gemeinsam mit Spinne Hannelore und ihrer menschlichen Mitbewohnerin Franziska gebe ich mein Bestes, um euch zu entertainen und ein paar wichtige Weisheiten auf den Weg zu bringen :). Außerdem erfahrt ihr, das Telepathie nichts mit Glauben zu tun hat, sondern viel mehr mit dem Vertrauen in sich selbst und die eigenen Wahrnehmungen. Bitte entschuldigt die teilweise unterschiedlichen Qualitäten der Aufnahme - ich habe teilweise mit den OriginalDateien gearbeitet, die ich den Menschen geschickt habe- ist natürlich keine Studio Qualität, habe aber so gut wie möglich, das über die entsprechenden Programme versucht auszugleichen Falls ihr es gar nicht aushaltet ohne Anja: skipped diese Folge. Am 30. August sind wir dann wieder vereint.
Zum Abschluss ihres kleinen London-Spezials steigen Claudi und Anja noch einmal tief hinab – nicht nur ins U-Bahn-System, sondern auch in die gefährliche Unterwelt vorschneller menschlicher Urteile. Denn wer bei einer Maus, die in der Tube lebt, sofort an ein beklagenswertes Dasein ohne Sonne, Wiese und laue Sommerabende denkt, hat die Rechnung ohne die Maus gemacht. Die erweist sich als äußerst eifrige Gesprächspartnerin und stellt schnell klar: Sie lebt nicht bedauerlicherweise unter der Erde, sondern ziemlich bewusst. Wo andere nur Neonlicht und gekachelte Gänge sehen, erkennt sie ein gut geheiztes, hervorragend angebundenes Wohngebiet mit zuverlässiger Lebensmittelversorgung. Vor allem aber fahren die meisten Fressfeinde erfreulicherweise nicht U-Bahn. Die vermeintlich arme kleine Tube-Maus empfindet sich deshalb keineswegs als benachteiligt, sondern als ausgesprochen privilegiert: fidel und jederzeit nur wenige Krümel vom nächsten Festmahl entfernt. Was sie in dieser Folge erzählt, ist eine wichtige Erinnerung daran, dass ein Leben nicht schon deshalb traurig sein muss, weil wir selbst es uns so nicht ausgesucht hätten. Und dass Glück manchmal keine Blumenwiese braucht, sondern nur einen warmen Lüftungsschacht und Menschen, die ihr Sandwich nicht ordentlich aufessen. Nicht zu Wort kommt dagegen eine Stubenfliege, die sich während der Aufnahme mit großer Hartnäckigkeit ins Bild drängte, Anja umkreiste und mehrfach demonstrativ auf dem Mikrofon Platz nahm. Ihr Anliegen wirkte dringend, ihre Medienstrategie allerdings etwas übergriffig. Da Claudi und Anja sich nun wieder den heimischen Tieren zuwenden, bekommt sie bei Studio Schnabel vielleicht bald doch noch eine eigene Audienz. Offenbar hat sie etwas mitzuteilen. Wenn Ihr unseren Podcast unterstützen wollt, könnt Ihr uns hier einen Kaffee kaufen: https://ko-fi.com/studioschnabel Vielen Dank!
It finally happened. folks: Nach langer Ankündigung haben Claudi und Anja ihre London-Reise tatsächlich angetreten und dort nicht nur mit Tieren gesprochen, sondern einigen von ihnen zuvor sogar leibhaftig gegenübergestanden. Die mitgeführte Technik zeigte sich von diesem Vorhaben allerdings weniger begeistert, weshalb ein Teil der Folge später in Deutschland aufgenommen werden musste. Bitte entschuldigt also die Tonunterschiede: London war ready für die beiden, die Aufnahmegerätschaften nur bedingt. Im Green Park betrieben Claudi und Anja zunächst Ko-fi-finanzierte Körnerdiplomatie (DANKE für alle Eure großzügigen Gaben!) mit erstaunlich zutraulichen Tauben und einem bemerkenswert durchtrainierten Muskelhörnchen. Wie die Tiere das üppige Mahl und die anschließende Begegnung mit zwei deutschen Tierpodcasterinnen fanden, fiel sehr unterschiedlich aus: Das Muskelhörnchen ließ sich von den dargebotenen Körnermassen ungefähr so sehr beeindrucken wie ein Türsteher von der Ankündigung, man sei die Schwippschwägerin von jemandem auf der Gästeliste. Logistisch weniger leicht persönlich zu treffen waren die Aale, die tief unten in der Themse leben und von dort aus eine überraschend eigene Perspektive auf die Welt über der Wasseroberfläche pflegen. Gut, dass Telepathie ohne Tauchgang auskommt. Und schließlich sprechen Claudi und Anja mit einem Raben aus dem Tower of London. Einer alten Weissagung zufolge fällt erst der Tower und schließlich das ganze Königreich, sobald der letzte Rabe diesen Ort verlässt. Eine staatstragende Verantwortung, die sich selbstverständlich Menschen für erst mal unbeteiligte Tier ausgedacht haben. Höchste Zeit also zu fragen, was der Betroffene selbst davon hält. An dieser Stelle so viel: Dieser Rabe weiß Bescheid: He knows things. Wenn Ihr unseren Podcast unterstützen wollt, könnt Ihr uns hier einen Kaffee kaufen: https://ko-fi.com/studioschnabel
Zum festlichen Anlass der 30. Schnabelfolge wird es im Studio angemessen feierlich, ein bisschen staatstragend und wie immer natürlich sehr weich gepolstert: Claudi und Anja sprechen mit zwei royalen Gästen, Susan und Willow, zwei Corgis von Queen Elisabeth II. Diese Folge ist darum ein wenig anders als sonst, was vor allem daran liegt, dass sich alle Beteiligten nicht mehr in ihren Körpern befinnden. Normalerweise gehört es ja zum Studio-Schnabel-Prinzip, nicht nur mit Tieren zu sprechen, sondern danach auch bei ihren Menschen anzuklopfen: Erkennen sie ihr Tier wieder? Was fangen sie mit dem an, was wir empfangen haben? Gibt es diese kleinen, schönen Momente der Validierung, in denen jemand überrascht sagt: Ja, das ist unverkennbar mein Hund, meine Katze oder mein Flusspferd, der, die oder das da sendet? In diesem Fall war das leider nur eingeschränkt möglich, denn die Queen konnten wir aus oraktischen Gründen nicht mehr um eine Sprachnachricht bitten. Dafür erzählen Susan, der erste eigene Corgi der Queen, den sie 1944 zu ihrem 18. Geburtstag bekam, und Willow, der letzte Corgi aus ihrer direkten Zuchtlinie, der 2018 starb, umso eindrücklicher von ihrem Leben mit Elisabeth, wie sie sie nennen. Von Palästen und Teppichen, von Staatsbesuchen und Premierministern, aber vor allem von den Momenten, in denen all das keine Rolle spielte. Denn auch ein königliches Leben besteht aus Hundesicht am Ende nicht aus Protokoll, sondern aus Nähe, Gewohnheiten und gemeinsamen Wegen. Und tatsächlich kommt einem die Queen durch diese Corgigespräche noch einmal ganz anders nah: Nicht als Monarchin, nicht als historische Figur, sondern als Hundemensch. Als eine, die lacht, wenn ein Corgi sich danebenbenimmt, und die in der Gesellschaft ihrer Hunde am wenigsten eine Rolle spielen musste. Oder, wie Susan sagt: Am schönsten war es immer, wenn wir alleine waren. Wenn Ihr unseren Podcast unterstützen wollt, könnt Ihr uns hier einen Kaffee kaufen: https://ko-fi.com/studioschnabel
In dieser Folge bekommen wir zunächst eine kleine Erinnerung daran, warum es oft so viel angenehmer ist, mit Tieren zu sprechen, als sich mit dem zu beschäftigen, was Menschen einander alles antun. Claudi ist auf eine besonders fiese Betrugsmasche aufmerksam geworden: Menschen, deren Tiere entlaufen sind und die in ihrer Sorge nach jedem Strohhalm greifen, werden von angeblichen Tierkommunikator*innen ausgenutzt. Statt Hilfe gibt es falsche Versprechen und Abzocke – also exakt das Gegenteil von dem, was Tierkommunikation im besten Fall sein kann. Claudi hat deshalb auf ihrer Webseite eine Broschüre zusammengestellt, in der sie erklärt, woran man seriöse Angebote erkennt und wann lieber alle inneren Warnkrähen laut krächzen sollten. Ihr könnt sie hier downloaden: https://www.gespraeche-mit-tieren.com Umso tröstlicher ist danach die Geschichte von Krähbert, einer Krähe mit einer ganz besonderen Menschenfreundschaft. Krähbert ist eng verbunden mit Kathi, die allerdings bald umziehen muss. Also sprechen Claudi und Anja mit Krähbert darüber, dass auch künftig für seine Erdnüsse gesorgt sein wird, künftig übernimmt nämlich Kathis Oma die Versorgungsstation. Krähbert nimmt diese Information nicht nur erstaunlich pragmatisch auf, sondern handelt außerdem regelmäßige Besuche seines Menschen aus. Man muss schließlich nicht gleich jedes Bindungsmodell kündigen, nur weil sich die Zuständigkeiten bei den Snacks ändern.
In dieser Folge ziehen sich Claudi und Anja kurz den kleinen Trenchcoat der Ermittlungsarbeit an, denn es wird ausnahmsweise true-crimig bei Studio Schnabel. Es geht um ein junges Adlerweibchen mit dem fast schon beleidigend schnöden Namen F23, das in Florida aus seinem Horst verschwindet – was in diesem Fall besonders auffällt, weil dieser Horst von einer Webcam beobachtet wurde. Das Adlermädchen hatte also eine echte Community, die irgendwann sehr beunruhigt feststellte: Sie ist nicht mehr da. Leider ist dies kein Fall mit glücklichem Ausgang. Claudi spricht mit dem gefiederten Opfer und kann dabei einen Verdacht bestätigen, der vielen schon im Kopf herumflog. Danach besuchen Claudi und Anja wieder den Eibenshof, Heimat des schon bekannten Talkgast-Schweins Helga, wo heute zwei Puten auf uns warten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Ute und Paula. Ute ist eine Art gefiederte Forschungsreisende. Seit sie aus der Mast befreit wurde, scheint sie jeden Winkel des Hofs erkunden zu wollen: Schweinematsch, Kaninchengehege, Wege, Ecken, Gerüche, alles wird geprüft, begangen, beschnabelt. Ute lebt, als hätte jemand endlich die Tür aufgemacht und sie wolle nun höflich, aber gründlich nachschauen, was es da draußen eigentlich alles gibt – und glücklicherweise ist das nicht nur eine Metapher, sondern jetzt ihr echtes Leben. Paula dagegen ist sachter und sehr menschenbezogen – und in ihren Zuneigungen sehr entschieden. Franzi liebt sie. Florian wird von ihr regelmäßig über den Hof gejagt, was man natürlich nicht gutheißen muss, aber als Ausdruck einer klaren Haltung verstehen kann. Claudi versucht herauszufinden, worauf Paulas Empörung gründet. Und dann erzählt Paula, wovon sie nachts träumt, und das ist einer der berührendsten Studio-Schnabel-Momente, die wir in diesem Podcast bislang erzählen durften. Man möchte Paulas Worte sofort guerillamäßig auf alle Supermarkt-Fleischpackungen kleben. Wenn Ihr Paula, Ute, Helga und alle anderen Leute mit Federn, Borsten oder Fell auf dem tollen Eibenshof unterstützen wollt, findet Ihr hier Möglichkeiten: https://eibenshof.de/ Wenn Ihr unseren Podcast unterstützen wollt, könnt Ihr uns hier einen Kaffee kaufen: https://ko-fi.com/studioschnabel
Triggerwarnung: Explizite Schilderung körperlichen Unwohlseins In dieser Folge wird es ziegig, zart und zwischendurch ziemlich bewegend: Claudi und Anja sprechen mit Emma und Milli, zwei sechsjährigen Ziegenschwestern, die bei Ricarda in einer größeren Herde leben. Früher war dort alles klar verteilt, jede Ziege hatte mit ihrem ganz eigenem Charakter ihren Platz im freundlichen Gruppengefüge. Dann wurde Milli schwer krank. Sie erkrankte an Listeriose, kämpfte fünf Wochen in der Tierklinik um ihr Leben und kam verändert zurück: Zeitweise blind, unsicher auf den Beinen und aus dem Gleichgewicht geraten. Vieles hat sich zum Glück wieder gebessert, aber bis heute sieht Milli schlechter und sendet offenbar andere Signale als früher. Das Problem: Die Herde versteht sie nicht mehr richtig. Damit Milli nicht zu grob behandelt wird, lebt sie derzeit von den anderen getrennt – in Sichtweite, aber hinter einem Zaun. Claudi spricht mit Milli darüber, wie sie selbst ihre neue Situation erlebt, und mit Leitziege Emma, die plötzlich vor einer Schwester steht, die noch dieselbe ist und doch irgendwie anders. Eine berührende Kommunikation darüber, wie man mit Veränderung umgeht, warum Missverständnisse nicht nur unter Menschen vorkommen und wie Verständigung im besten Fall den Weg zurück in die Gemeinschaft ebnen kann. Außerdem sprechen Claudi und Anja mit Hauke, einem neunjährigen Hörerhund, für den Autofahrten bisher vor allem Stress bedeuten. Schon nach kurzer Zeit wird er unruhig, jault und gerät sichtlich in Not, obwohl die Fahrt meist zu etwas Schönem führt, etwa in den Wald oder in die Ferienwohnung. In der Kommunikation wird buchstäblich spürbar, dass hinter diesem Verhalten keine bloße Aufregung steckt, sondern ganz reales körperliches Unwohlsein. Hauke sendet Claudi seine Reiseübelkeit so deutlich und plastisch, dass ihr während des Gesprächs selbst kotzübel wird. Und auch hier zeigt sich, wie unmittelbar Tierkommunikation helfen kann: Haukes Mensch Tim hat bereits zurückgemeldet, dass sich durch die neuen Erkenntnisse sehr schnell etwas zum Besseren verändert hat. Wenn Ihr unseren Podcast unterstützen wollt, könnt Ihr uns hier einen Kaffee ausgeben: https://ko-fi.com/studioschnabel
Sonderfolge Wir haben viele, viele Nachrichten von euch bekommen, in denen ihr eure Sorgen und eure Gedanken um den gestrandeten Wahl in der Ostsee äußert. Unsere Gedanken dazu – und auch einen kurzen Talk mit dem Wal – hört ihr in dieser Sonderfolge.
In dieser Folge sprechen Claudi und Anja mit zwei Tieren, die auf sehr unterschiedliche Weise etwas über das Leben im Jetzt zu sagen haben. Zuerst mit einer Nacktschnecke, genauer gesagt einem Bierschnegel, der mit seiner Sippe auf einem Balkon lebt und dort bei seinen Kriechereien allabendlich ein großes Risiko in Kauf nimmt, denn im Dunkeln sind Schnegel auf Fliesen nun einmal nicht besonders auffällig. Die Menschen vor Ort geben sich alle Mühe, vorsichtig zu sein, trotzdem bleibt das nächtliche Überleben für einen Balkon-Schnegel naturgemäß eine heikle Angelegenheit. Umso überraschender ist die lässige Haltung, mit der dieser Schnegel auf die Dinge blickt: mit Sinn für Genuss, Gegenwart und die Entscheidung, sich nicht von jeder möglichen Katastrophe den Tag verderben zu lassen. Dann sprechen wir mit Helga, einem Schwein, das vor der drohenden Schlachtung aus einem Ferkelproduktionsbetrieb gerettet wurde, also einem jener Systeme , in denen Tiere nicht als fühlende Wesen existieren, sondern als Einheiten in einer grausamen Produktionslogik. Nun darf Helga auf einem Lebenshof alt werden . Dort zeigte sich, dass das als nicht mehr produktionsfähig ausgemusterte Tier tatsächlich doch noch einmal unbemerkt schwanger war. Für Helga bedeutete diese Rettung also nicht nur, selbst dem Tod zu entkommen, sondern auch etwas erleben zu dürfen, das ihr in der brutalen Welt, aus der sie kam, niemals vergönnt gewesen wäre: Ihre Kinder zu behalten und bei sich aufwachsen zu sehen. Im Schnabel-Gespräch erzählt sie von diesem Glück. Schnegel und Schwein machen auf sehr unterschiedliche Weise deutlich, wie viel Weisheit in Wesen steckt, denen Menschen oft nicht einmal ein volles Innenleben zugestehen.
Dieses Mal wird’s prominent, wechselwarm und erstaunlich erkenntnisreich: Claudi und Anja sprechen mit zwei Schlangen, die gerade erst einen großen TV-Auftritt im Dschungelcamp hatten. In einer Dschungelprüfung waren sie gemeinsam mit Hardy Krüger jr. in einer Kiste eingesperrt, ihr klarer Auftrag: umschlängeln, gruseln, Quote machen. Während man von den menschlichen Mitwirkenden bei derlei Spektakel ja mitunter schon währenddessen lautstark schrillend hört, wie sie diese Herausforderung so empfinden, fragt die tierischen Protagonist:innen leider anschließend niemand im Interview, wie sie das eigentlich erlebt haben. Studio Schnabel ändert das. Im Gespräch zeigt sich, wie unterschiedlich selbst Tiere derselben Art dieselbe Situation wahrnehmen können: Während die erste Schlange die Kisten-Nummer neugierig und beinahe wie ein Abenteuer beschreibt, berichtet die andere von Stress und Unwohlsein. Als Hörer:innentier meldet sich außerdem Kater Tommy: Er bekommt aus medizinischen Gründen täglich ein extrem unerquicklich schmeckendes Serum ins Maul massiert – und ergreift gern die Flucht, sobald das Fläschchen nur gezückt wird. Sein Mensch Lisa möchte wissen: Wie kann man ihm verständlich machen, dass das Ekelzeug leider wirklich sein muss, damit er etwas kooperativer wird? (Kleiner Spoiler: Tierkommunikation kann vieles erklären, aber Medizin nicht automatisch wohlschmeckender machen.)
TippEx ist zurück! Claudi und Anja geben ein erleichtertes, positives Update zur jungen Krähe mit den weißen Flügelspitzen, die nach Silvester verschwunden war. In der letzten Folge hatte Claudi mit ihr gesprochen, doch vieles blieb vage: Wie geht es ihr? Lebt sie noch? Nun ist TippEx glücklicherweise wieder bei Anjas und Juris Gassirunden aufgetaucht, etwas vorsichtiger, aber augenscheinlich gesund. Ein guter Anlass, um noch einmal darüber zu sprechen, was Tierkommunikation leisten kann – und wo ihre Grenzen liegen. Richtig gut hat dafür das telepathisches Hundesitting bei Juri funktioniert, für das Claudi spontan einsprang, als Anja ihren mitunter ängstlichen Hund trotz Böllerei im Hinterhof für ein paar Stunden alleine lassen musste. Stunde für Stunde checkte Claudi bei ihm ein und schickte Beruhigungs-Updates. Im Podcast gleichen Anja und Claudi live ab, wie treffsicher Juris Beschreibung der gemeinsamen Wohnung war (Spoiler: Anja ist erleichtert, dass er eine gewisse Grundunordnung großzügig aussparte). In der Live-Kommunikation führen die beiden schließlich ein Gespräch, das mitten ins Herz blökt: Barbara, ein überaus bezauberndes Schaf, erzählt, warum sie so glücklich ist, nicht mehr in einer riesigen Herde unterzugehen, sondern bei Eva endlich gesehen zu werden. Eine kleine Erinnerung daran, dass uns alle der Wunsch eint, jemand sein zu dürfen, egal, ob wir ein Fell haben oder nicht.
Nach einer Phase mit besonders vielen bellenden und sehr gesprächigen Vierbeinern wird es bei Studio Schnabel diesmal wieder großformatiger: Endlich sind wieder Pferde zu Gast. Claudi erzählt von zwei alten Bekannten aus ihrer tierkommunikativen Praxis, den beiden Stuten Bounty und Freydis. Die beiden sind Teil einer Herde und dramatisch aneinandergeraten, eine handfeste Klopperei, bei der Bounty Freydis empfindlich verletzt hat. Claudi versucht, dem Konflikt auf den Grund zu gehen: Was ist da eigentlich passiert? Und was lässt sich im Nachhinein noch klären, verstehen, vielleicht sogar befrieden? Kleiner Spoiler: Pferde sind manchmal auch nur Menschen. Und diese Geschichte zeigt sehr schön, was Tierkommunikation leisten kann – und wo ihre Grenzen liegen. Außerdem sprechen Anja und Claudi auf Anregung von Hörerin Michaela mit einem Mauersegler, der sich gerade noch im warmen Überwinterungsgebiet südlich der Sahara aufhält. Michaela möchte wissen, warum er und sein Schwarm die komfortablen, sicheren Nistkästen an ihrem Haus verschmähen und stattdessen weiterhin direkt unter dem Dach brüten, wo es im Hochsommer gefährlich heiß wird und immer wieder Küken sterben. Die Antwort führt uns in eine nahezu schwerelose Welt, die mit unserer Lebensrealität nur sehr wenig zu tun hat. Kein Wunder also, dass der Mauersegler Menschen für eine Art bewegliche Bäume hält – minimal dynamischer als Eichen, aber ganz schön schwerfällige Klötze. Vielen Dank an alle, die uns bei Ko-Fi einen Kaffee (und unseren Tieren ein Leckerli) ausgeben! Hier könnt ihr unseren Podcast unterstützen: https://ko-fi.com/studioschnabel
Raketen, Böller, Knallerei – für viele Tiere ist Silvester keine Party, sondern blanker Horror. In dieser Folge sprechen Claudi und Anja darüber, wie man seine Tiere auf die lauteste Nacht des Jahres vorbereiten kann. Mit praktischen Tipps, beruhigenden Ideen und der dringenden Empfehlung, jetzt schon Rückzugsorte zu schaffen. Nicht nur für ängstlich schlotternde Hunde und Katzen, sondern auch für Tiere im Garten, auf dem Balkon oder mit freiem Zugang nach draußen. Zur Illustration haben die beiden mit einem jungen Kräherich aus Anjas Spaziergeh-Schwarm gesprochen, einem dieser schlauen Stadtvögel, die wissen wollen, was da bald los ist. Und ihm geraten, sich rechtzeitig ein stilles Plätzchen zu sichern. Spoiler: Er nimmt’s gefasst, aber nicht auf die leichte Schulter. In der zweiten Tierkommunikation sprechen Claudi und Anja als kleine Ochs-und-Esel-Bethlehem-Referenz mit einem Rinderkind. Wir lernen wir Bruni kennen, ein Kälbchen, das allein auf einer Alm stand, bis ihr Mensch Conny kam und sie adoptierte. Heute lebt Bruni auf dem Lebenshof Gut Aiderbichl. Und was sie über Conny erzählt, ist zart, rührend und eine kleine Erinnerung daran, wie tief Tiere Bindung empfinden. Wenn Ihr unseren Podcast unterstützen wollt, könnt Ihr uns hier einen Kaffee ausgeben. Vielen Dank! https://ko-fi.com/studioschnabel
In dieser Folge sprechen Claudi und Anja mit Gio. Gio ist ein Löwchen, also ein kleiner Hund mit großer Haltung, und steht vor einer wichtigen Entscheidung: Trümmersuche oder Mantrailing? Sein Mensch Katharina steckt mitten in der Ausbildung mit ihm und will wissen, welche Disziplin ihm mehr Spaß macht. Gio hat dazu eine sehr klare Meinung, wie überhaupt zu allem, was sein Leben betrifft. Doch es geht nicht nur um Arbeit, sondern auch um Erinnerung: Gemeinsam betreiben Gio und Katharina ein aufregendes Hobby: Sie erkunden verlassene Orte, betreiben sogenanntes Urbexing. Dabei schwingt immer auch das Andenken an Katharinas früheren Hund und Abenteuer-Komplizen Mio mit, und Gio erzählt uns, wie er mit diesem Erbe umgeht. In der Live-Tierkommunikation wenden wir uns diesmal einer Elster zu. Wir wollen wissen: Was hat es auf sich mit der sprichwörtlichen Glitzer-Liebe? Die Elster erklärt es uns und bringt zugleich eine gewisse Enttäuschung zum Ausdruck: Dass das, was funkelt, oft an Glanz verliert, sobald es einem gehört. Ein Gefühl, das nicht nur in Nestern vorkommt. Wieder einmal zeigt sich: Tierkommunikation ist auch Lebenskommunikation. Oder, wie Anja sagt: „So ist es ja oft im Leben.“
Happy Schnabelversary! Zur 20. Folge feiern Claudi und Anja mit einer zarten, besonderen Episode: Sie sprechen mit ihren eigenen Tieren über die Liebe. Dabei kommen nicht nur die Fellleute zu Wort, die noch ganz physisch neben ihnen auf dem Sofa liegen, sondern auch jene, die schon weitergezogen sind. Wer beim Thema Tierkommunikation eh schon skeptisch die Augenbrauen zerfurcht, muss jetzt also tapfer sein – ihr packt das! Anjas Hund Juri erzählt, dass Liebe für ihn wie ein gegenseitiges Zuhause ist. Ihr verstorbener Hund Figo meldet sich mit einer Erinnerung an das unvergängliche Schatzkistchen, das er in ihrer kurzen Zeit zusammen mit Momenten und Gefühlen gefüllt hat. Claudis Katze Tilda wirft einen ihrer typisch weisen Sätze in den Raum: „Ihr Menschen habt zu viele lose Enden.“ Und rät, Verbindungen zu knüpfen, damit man sie aufwickeln kann. Und Teddy, Claudis verstorbener Kater, bringt es auf den schnabel’schen Punkt: „Liebe verschwindet nie, auch wenn der Körper nicht mehr da ist.“ Es ist eine warme, tröstliche Jubiläumsfolge geworden. Anja muss auch ein bisschen weinen. Aber auf die gute Weise.
Tjure und Pixel sind zwei Hundebrüder, die tagsüber gut miteinander klar kommen: Sie spielen und teilen Leckerlis und Laune. Doch sobald abends das Licht ausgeht, knurrt’s im Paradies. Ausgerechnet im eigens von ihren Menschen gebauten Familienbett – drei Meter breit, damit alle sechs Hunde des Haushalts zusammen kuscheln können – herrscht plötzlich Unfrieden, weil selbst diese ausladende Liegefläche für Tjure und Pixel gemeinsam zu klein zu sein scheint. Claudi und Anja wollen wissen, warum das so ist, und fragen bei den Brüdern nach. Dabei erfahren sie Überraschendes über Nähe, Grenzen und die besondere Wahrnehmung von Tjure, der ohne Gehör geboren wurde. Und sie kommen dabei wieder mal an einem inspirierenden Knackpunkt an: Warum schauen Tiere so viel ungerührter auf ihren Körper als wir Menschen? (Kleiner Spoiler: Weil sie wissen, dass es nicht das Äußere ist, das sie ausmacht.) Eine Folge über innere Ruhe im äußeren Chaos – und darüber, warum manchmal selbst ein drei Meter breites Bett nicht reicht, wenn man mit sich selbst noch nicht ganz zur Ruhe gekommen ist.
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Observed November 4, 2026.
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