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Published by Marina Weisband mit hauseins
Die Stimme der Menschlichkeit. Der Ruhepol im Nachrichtensturm. Ein Podcast, der nachdenkt und Mut macht. In „Wind und Wurzeln“ bringt Marina Weisband Ordnung ins Chaos. Mit klarem Blick, umfassender Recherche und einer Portion Medienkritik nehmen wir uns den Fragen und Herausforderungen unserer Zeit an. Dabei geht uns vor allem um die Frage: Was bedeuten diese Nachrichten für dich und uns alle? Und was können wir tun? Die Welt bewegt sich schnell, die Nachrichten fühlen sich oft an wie ein großer Sturm, der über uns hineinbricht. Doch nicht alles, was laut ist, ist auch wichtig. Beispiel Migration: Das Dauerthema von Politik und Medien ist eigentlich nicht das drängendste Problem unserer Zeit – es soll ablenken. Von maroder Infrastruktur. Von den Krisen in der Pflege, Medizin, im weltweiten Klimasystem, der Bildung. Von Ungleichheit und Armut. Für alle diese Krisen und gesellschaftlichen Herausforderungen gibt es gute Ideen. Forschung, Innovationen und Projekte, die ganz konkrete Lösungen anbieten. Und das mit Erfolg! Wir ordnen das Geschehen ein – ruhig, analytisch und mit einem Blick auf das, was uns Halt gibt. Wir besinnen uns auf die Wurzeln, die uns auch im stärksten Wind stabil halten. Finanziere die nächste Folge! Eine neue Folge Wind und Wurzeln gibt es immer dann, wenn genügend Geld zusammengekommen ist. Unterstützen könnt ihr bei Steady oder durch eine Überweisung auf unser Konto. Weitere Infos in den Shownotes und auf hauseins.fm
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Nach dem Erfolg der Linken bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl ist die Forderung wieder im Zentrum: Die ganz großen Wohnungskonzerne sollen enteignet werden. Doch rechtlich geht es eigentlich um etwas anderes – um die Vergesellschaftung nach Artikel 15 des Grundgesetzes. Mehr als eine Million Berlinerinnen und Berliner stimmten 2021 dafür, große private Wohnungsbestände in Gemeineigentum zu überführen. Ob das möglich, bezahlbar und wirksam gegen steigende Mieten ist, bespricht Marina Weisband mit ihren Gästen.
Kurz nach der Berlin-Wahl hat Friedrich Merz das Thema "Gerechtigkeit" entdeckt, wurde aber direkt wieder eingefangen. Martyna Linartas und Christoph Butterwege zeigen: Ungleichheit ist derzeit eines der größten politischen Probleme. Aber was hilft? Seit mehr als 200 Jahren zerbrechen sich Ökonomen und Politikwissenschaftler*innen darüber den Kopf. Angesichts der disruptiven Wirkung von KI greifen auch Silicon-Valley-Milliardäre eine Idee besonders gern auf: Das Bedingungslose Grundeinkommen.
Es ist gerade nicht leicht, nicht zynisch zu werden. Doch Zynismus spielt nur den Autoritären in Hände, sagt Katharina Wiegmann. Und auch wenn Hoffnung als politisch naiv gilt, wollen wir euch genau die machen! Denn aufzugeben ist ja auch keine Lösung. Beim Live-Podcast in Münster sprechen Katharina und Arne Semsrott über die Lehren aus dem Wahlerfolg der Afd in Sachsen-Anhalt. Sie zeigen auf, dass es bei einer Polarisierung zwischen Faschismus und Demokratie nicht darum gehen kann, die "goldene Mitte", also ein bisschen Faschismus zu wählen. Und wie wichtig es gerade jetzt ist, ins Handeln zu kommen, Comunities zu bilden und zivilgesellschaftlich einzusetzen, wo immer man kann. Und wenn man nur ein leckeres Essen für sich und andere kocht.
Rechenzentren gelten als Grundlage unserer digitalen Zukunft. Europa sei in einem Wettlauf mit den USA und China - so lesen wir in den Nachrichten. Dabei hat dieser Wettlauf um die KI-Zukunft, einen hohen Preis: Die Rechenzentren verbrauchen enorme Mengen an Strom, Wasser, Fläche und Rohstoffen. Deswegen gibt es in den USA immer mehr Proteste gegen neue Datenzentren, wie Spiegel-Korrespondent Klaus Hecking berichtet. Und auch bei uns stellt sich mehr und mehr die Frage, ob wir, ob Europa wirklich immer größere Anlagen braucht, um irgendwie mithalten zu können. Dirk Walbrühl von Perspective Daily erklärt, warum Rechenzentren für digitale Souveränität, Datenschutz und medizinische oder wissenschaftliche Anwendungen wichtig werden. Er plädiert deswegen für europäische Rechenzentren und eigene KI-Infrastrukturen. Anne Mollen forscht an der Universität Münster zu Nachhaltigkeit von KI. Sie zeigt, wie krass die Auswirkungen schon jetzt auf die Umwelt - also auch auf uns! - sind. Und welche Ideen es gibt, Rechenzentren umweltfreundlicher zu gestalten. Wir bleiben also nicht nur bei Risiken, sondern denken direkt über mögliche Alternativen nach: kleinere, dezentralere Modelle, bessere Nachhaltigkeitsauflagen und eine andere Vorstellung davon, wofür KI eigentlich eingesetzt werden sollte (und wofür nicht),
Pflege betrifft uns alle: als Kinder, Eltern, Angehörige oder irgendwann selbst. In dieser Folge sprechen wir über ein System, das viel zu oft auf Kosten von Frauen, Familien und Pflegebedürftigen funktioniert - und über eine Politik, die vor allem sparen will, statt Versorgung zu sichern. Christine Vogler vom Deutschen Pflegerat und Pflegeforscherin Martina Hasseler erklären, warum die Pflegeversicherung nie als echte Vollversicherung gedacht war, warum Angehörige seit Jahrzehnten die Lücken schließen sollen und weshalb die aktuelle Reform eher neue Probleme schafft als alte löst. Wir schauen auch nach Dänemark und in die Niederlande: Dort zeigen District Nurses, kommunale Strukturen und mehr akademisierte Pflege, dass gute Versorgung, Entlastung und Effizienz zusammengehen können. Die zentrale Frage lautet: Warum traut sich Deutschland nicht, Pflege endlich strukturell neu zu denken?
Warum halten wir weiter an Kohle, Öl und Gas fest, obwohl sie teuer sind und uns abhängig und erpressbar machen? Wir beleuchten drei zentrale Narrative und wie wir sie überwinden. Mit Niklas Höhne vom Climate Institute, Claudia Kemfert vom DIW, Felix Austen von Perspective Daily und Judith Bade von LocalZero.
In dieser Folge geht es um Wohnraummangel, steigende Mieten, sozialen Wohnungsbau und die Frage, wie Wohnen gerechter und gemeinschaftlicher werden kann. Denn Wohnen ist mehr als nur Alltag - es geht um Teilhabe und Demokratie!
TikTok, Instagram, Snapchat & Co: Während Australien es bereits durchgezogen hat und Spanien, Frankreich und auch deutsche Parteien über Social-Media-Verbote für unter 14- oder 16-Jährige diskutieren, ist für viele junge Menschen das Netz ein Ort, an dem sie sich gesehen und sicher fühlen und die wichtigste Quelle für politische Information. Wir sprechen darüber, warum der Vergleich von Social Media mit Rauchen und Alkohol hinkt – und weshalb Social Media für viele Jugendliche Bildung, politisches Bewusstsein, Freundschaften und Zugehörigkeit ermöglicht. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt: 74 Prozent der jungen Menschen in Deutschland informieren sich politisch über Social Media – mehr als über Schule, Familie oder Freund:innen.Marina, die selbst ein "Internetkind" ist, spricht über reale Gefahren und echte Lösungen.
Warum ist in einem der teuersten Gesundheitssysteme der Welt die Beantragung eines Rollstuhls schwerer, als eine politische Karriere und die Gründung eines Unternehmens? Und was macht Dänemarks Gesundheitssystem so gut? Mit dem dänischen Gesundheitsökonomen Jakob Kjellberg und Chris Vielhaus von Perspective Daily.
Influencer und Dieter Bohlen fliehen vor ihnen. Milliardäre haben ihre Tricks, um sie zu vermeiden. Die ganz normalen Leute zahlen proportional am meisten: Steuern sind das Gerechtigkeitsthema schlechthin – und viel besser als ihr Ruf. In dieser Folge von „Wind und Wurzeln“ schauen wir uns an, warum Steuern aktuell wirklich unfair sind, wer in Deutschland proportional am meisten zahlt – und wer sich mit legalen Tricks oder politischem Einfluss aus der Verantwortung zieht.
Das "teile und herrsche"-Prinzip hat zuletzt viele gesellschaftliche Debatten bestimmt: Wenn es bei der Rentendiskussion heißt „jung gegen alt“. Wenn es bei der Grundsicherung heißt „die Arbeitenden gegen die Arbeitslosen“. Stadt gegen Land. Ost gegen West. Deutsch gegen nicht deutsch. Mann gegen Frau.... Und während diese Gruppen sich übereinander empören, einander verächtlich machen, hassen und bekämpfen, profitieren andere. Am Fall der Rentendiskussion zeigt Chris Vielhaus von Perspective Daily, wessen Interessen in diesem Land immer wieder dominieren. Und Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft, erklärt, wie besseres Zuhören die Spaltung lindern kann. Was wäre, wenn wir die anderen einfach mal radikal ernst nehmen?
Chatbots und KI begegnen uns überall. Sie kannibalisieren Kunst, Musik und Journalismus. Die Gewinne landen bei sehr wenigen Technologie-Unternehmen. Auf diese Weise ist KI eine Umverteilungsmaschine von unten nach oben. Was können wir tun? Darüber sprechen wir mit Kyle Chayka, Redakteur beim New Yorker; mit Aya Jaff, Unternehmerin und Autorin von Broligarchie und mit Dirk Walbrühl, Autor für Digitalesierung bei Perspective Daily.
Nur schnell auf TikTok oder Instagram schauen und huch! - schon ist eine Stunde vorbei! Eine halbe Stunde doomscrollen und wir denken, die Welt ist schlechter als sie tatsächlich ist. Ein ungesunder Medienkonsum kann dazu führen, dass wir psychische Probleme entwickeln und auch die klassischen Medien haben sich zum Teil so sehr an die aktuelle Aufmerksamkeitsökonomie angepasst, dass es uns und unseren gesellschaftlichen Diskursen überhaupt nicht gut tut. In dieser Folge sprechen wir mit der Neurowissenschaftlerin Maren Urner darüber, wie unsere Aufmerksamkeit funktioniert und wie viele Medien das ausnutzen. Und mit Han Langeslag von Perspective Daily blicken wir kritisch auf Nachrichtenjournalismus im 21. Jahrhundert: Wie versuchen sie, unsere Aufmerksamkeit zu triggern und wie verändert das unsere Sicht auf die Welt?
Wenn es um das Schulsystem geht, dann sind sich eigentlich alle einig: Es muss besser werden. Psychologie, Pädagogik, Wirtschaftswissenschaften und internationale Organisationen wie die OECD bescheinigen das dem deutschen Schulsystem regelmäßig, siehe PISA. Und eigentlich haben wir seit Jahrzehnten auch die Lösungen für die drängenden Probleme parat, nur: Die Politik setzt sie kaum um. Wie kann das sein?
Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es dann uns allen auch gut? Und was bedeutet es für uns persönlich, wenn es der Wirtschaft schlecht geht? Wir blicken hinter die Schlagzeilen und fragen: Was braucht eine Wirtschaft, die allen zugute kommt? Mit Max Hauser und Ulrike Herrmann.
Heute sprechen wir über Faschismus und das hoffentlich zum letzten Mal. Wir wollen wissen, was wir tun können, wenn der Worst Case eintritt, so wie wir es in den USA live miterleben. Was ist das für ein Leben im Faschismus? Wie wird man ihn wieder los?
Das ist nicht fair! - Dieser Satz geht uns oft durch den Kopf. Im Sport gibt es deswegen extra Schiedsrichter*innen und Kameras, mit denen ganz genau geschaut wird, ob alles fair zuging. Wer foult, wird schlimmstenfalls ausgeschlossen und darf nicht mehr mitspielen. Ganz anders in der Politik. Wer foult, gewinnt - und Fairness lohnt sich nicht. Das ist der Eindruck, den viele nach der Wahl Donald Trumps, aber auch nach der Bundestagswahl hatten.
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Observed November 4, 2026.
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