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Published by Jan Schulte-Kellinghaus
Die deutsche Geschichte vom Neandertaler bis Angela Merkel. Die Podcastserie reist in 99 Folgen durch die deutsche Geschichte. Du lernst spannende Orte und Expertinnen kennen und bekommst den Überblick über das, was war.
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Mit Dieter Langewiesche: Die Ideen der französischen Revolution hatten auch in Deutschland das Denken verändert. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit waren für viele die schillernden Versprechen der Volkssouveränität. Aber: Napoleon hatte mit seinen vielen Siegen über Österreich, Preußen und das Heilige Römische Reich auch gezeigt, wie wenig schlagkräftig das Heilige Römische Reich mit seinen über 300 Klein- und Kleinstaaten war. Im Widerstand gegen Napoleon entwickelten sich die ersten Ansätze einer nationalen Idee. Friedrich Jahn propagierte 1811 auf der Hasenheide in Berlin das „patriotische Turnen“: Leibesertüchtigungen von jungen Männern für den Kampf gegen Napoleon und für einen einheitlichen deutschen Nationalstaat. Allerdings einen Nationalstaat mit bürgerlichen Freiheitsrechten. Diese politische Strömung kombinierte die bürgerlichen Freiheitsrechte der französischen Revolution mit der Vorstellung eines einheitlichen deutschen Nationalstaates. Die Fürsten und Könige waren weder für bürgerliche Freiheitsrechte noch für die nationale Idee zu haben. Wie die Bewegung für Einheit und Freiheit gegen den Widerstand der Obrigkeit trotzdem langsam Fahrt aufnahm. Welche Rolle die Gebrüder Grimm dabei spielten und warum das Fest auf der Wartburg 1817 und das Fest auf dem Hambacher Schloss 1832 so eine Sprengkraft entwickelten, darüber spreche ich mit Dieter Langewiesche. Der emeritierte Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Uni Tübingen ist der führende Experte zu den Themen Nationalismus und Liberalismus in Deutschland. Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Mehr zu "Let´s play Mittelalter" im Hansemuseum in Lübeck erfahrt Ihr hier: https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/ Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Mit Ute Planert: Bewunderter Revolutionär oder gehasster Usurpator? Wie dachten und lebten die Deutschen unter Napoleon? Das besprechen wir in dieser Folge. Wir sind in unserer chronologischen Erzählung bei der französischen Revolution angekommen. Als 1789 in Paris der Sturm auf die Bastille losbrach, war Napoleon Bonaparte 19 Jahre alt und weit weg vom Geschehen. Ein hochbegabter junger Leutnant auf einer Artillerieschule in der Nähe von Dijon. Er wuchs als Sohn einer angesehenen Familie auf Korsika auf und war ein Mathe-Genie. Nützlich für die Berechnung der Einschläge von Kanonenkugeln. Schnell machte er in der französischen Artillerie Karriere. Als sich im ersten Revolutionskrieg Österreich, Preußen, Großbritannien gegen die französischen Revolutionäre verbündeten, glänzte Napoleon mit seiner Artillerietaktik und wurde mit 24 Jahren zum Brigadegeneral befördert. Zusammen mit den anderen französischen Generälen zwang er Österreich zum Frieden von Campo Formio. Nach dem Sieg über Österreich zog Napoleon nach Ägypten, um den Welthandel der Engländer lahmzulegen. Obwohl dieser Feldzug eine Pleite war, kehrte Napoleon im Triumphzug nach Paris zurück, zettelte einen Staatsstreich an und ließ sich zum Ersten Konsul der Republik wählen. Zehn Jahre nach dem Sturm auf die Bastille – 1799 - erklärte er die Französische Revolution für beendet. Aber die Kriege in Europa gingen weiter. Napoleon besiegte Österreich erneut und ordnete die Mitte Europas neu. Seine Politik führte zum Ende des Heiligen Römischen Reiches. 1806 dankte der Kaiser ab und die Insignien der Macht wanderten als Schaustücke in die Schatzkammer der Hofburg in Wien. Mit Ute Planert, Napoleonspezialistin und Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Köln, spreche ich über das Leben und die Politik in Deutschland in der Zeit als Napoleon Europa dominierte. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Mehr zu "Let´s play Mittelalter" im Hansemuseum in Lübeck erfahrt Ihr hier: https://www.hansemuseum.eu/ausstellung/lets-play-mittelalter/ Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Mit Daniel Schönpflug: Am 14. Juli 1789 brach mit dem Sturm auf die Bastille in Paris die Französische Revolution aus. Im August schaffte die Nationalversammlung die Vorrechte des Adels ab. Das Ende des Feudalismus in Frankreich. Das Parlament garantierte jedem Franzosen Menschen- und Bürgerrechte: Gleichheit vor dem Gesetz, Eigentums-, Religions-, Meinungs- und Pressefreiheit. In Deutschland feierten liberale Intellektuelle Freiheitsfeste. 1790 im "Glücksjahr" der Revolution lud der Hamburger Kaufmann Sieveking zu einem Fest nach Harvesthude anlässlich des ersten Geburtstags der Revolution. Die anderen europäischen Monarchen blickten zuerst mit Häme, dann mit Entsetzen nach Frankreich. Die französische Revolutionsarmee schlug preußische und östereichische Truppen und besetzte 1792 linksrheinische Gebiete. Revolutionsbegeisterte Mainzer Bürger feierten die Franzosen kurz nach ihrem Einzug als Befreier von alten absolutistischen Unterdrückungsstrukturen. In Mainz wurde ein Jakobinerclub gegründet, der für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit warb. Viele Orte ließen sich von der Begeisterung anstecken. Feierlich pflanzte man Freiheitsbäume und gründete neue Jakobinerklubs. Der größte von ihnen, der Mainzer, zählte 492 Mitglieder. Im Februar ließen die Franzosen in den besetzten linksrheinischen Gebieten ein Parlament wählen. Die neuen deutschen Volksvertreter trafen sich im März 1793 zum Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent in Mainz und beschlossen die Angliederung der Mainzer Republik an Frankreich. Das Terrorregime von Robespierre ließ die Begeisterung deutscher Intellektueller schnell wieder abkühlen. Aber auch nach dem Terror blieb die Revolutionsarmee erfolgreich. 1794 besetzten die Franzosen Köln und das Rheinland. Köln blieb die nächsten 20 Jahre französisch. 1795 ließ Preußen die antirevolutionäre Allianz mit Österreich und dem Heiligen Römischen Reich im Stich und schloss einen Separatfrieden mit Frankreich. Warum verriet Preußen das Reich, und war diese Aufgabe der Anfang vom Ende des Heiligen Römischen Reiches? Was dachten die Deutschen über die französische Revolution? Darüber spreche ich mit Daniel Schönpflug, Professor für Geschichte an der FU Berlin und Leiter der wissenschaftlichen Programme am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Mit Marian Füssel: Was hat der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg in einem Podcast zur deutschen Geschichte zu suchen? Erstens: Mit der Vermietung von Soldaten für den 3000 Seemeilen entfernten Krieg war viel Geld zu verdienen. Das Schloss Wilhelmshöhe in Kassel zeugt davon. Zweitens: Die Ideen der Aufklärung wurden das erste Mal politisch umgesetzt. Friedrich der Große war überzeugt, dass das Experiment USA scheitert. Drittens: Es war ein General aus der Meisterklasse von Friedrich dem Großen, der die Amerikaner militärisch fit für ihren Freiheitskampf machte: Friedrich Wilhelm von Steuben. Steuben wird noch immer jedes Jahr in New York mit der Steubenparade gefeiert. 5000 Marschierende und 150.000 Zuschauer auf der Fifth Avenue gedenken dem preußischen Eliteoffizier, der aus sehr privaten Gründen in den Unabhängigkeitskrieg auswanderte. Und schließlich wurde dem Bruder von Friedrich dem Großen, Heinrich, die Krone von Amerika angeboten. Warum er das Angebot ablehnte und wie ernsthaft es gemeint war, darüber spreche ich mit Marian Füssel. Die Militärgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts gehört zu den Forschungsschwepunkten des Professors für die Frühe Neuzeit an der Uni Göttingen. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Mit Marian Füssel: Friedrich der Große war am Ende. Nach der verlorenen Schlacht von Kunersdorf schrieb er 1759 an einen Freund: „Adieu für immer…Ich werde den Untergang meines Vaterlandes nicht mehr erleben.“. Preußen und Friedrich II. standen am Abgrund. Elf Jahre zuvor hatte Friedrich der Große Maria Theresia, in zwei Kriegen ihre wohlhabendste Provinz abgenommen: Schlesien. Jetzt schlug die Kaiserin zurück. Sie rüstete sie ihre Habsburger Armee auf und vollzog einen fundamentalen Schwenk in der Bündnispolitik. Sie verbündete sich mit ihrem alten Erzfeind dem König von Frankreich. Um die Allianz gegen Preußen weiter zu stärken, animierte sie auch Spanien und die russische Zarin mobil zu machen. Österreich, Frankreich, Spanien und Russland gegen Preußen: Das war eine erdrückende militärische Übermacht. Sieben Jahre lang wurden regionale, europäische und globale Machtinteressen ausgefochten. Über eine Million Menschen starben weltweit. Friedrich der Große wähnte sich zeitweise am Ende. Seine Rettung war für ihn ein Wunder. Das „Mirakel des Hauses Brandenburg“ und wie es Friedrich am Ende doch gelang, sein Reich und Schlesien für sich zu retten, darüber spreche ich heute mit Marian Füssel, Professor für die Frühe Neuzeit an der Uni Göttingen. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Victoria, Willem und Jan sprechen heute über ihre Verehrung für Theophanu, die größte Ritterschlacht, die je auf deutschem Boden geschlagen wurde und über Verschwörungstheorien von indogermanischen Olympischen Spielen lange bevor es Olympia gab. Willem schildert, wie man als junger Vater Familie und Podcast unter einen Hut bringt; Victoria verrät, warum sie sich keine Skripte schreibt, und Jan bleibt ganz allein mit seiner Begeisterung für den aktuellen Kinofilm „Die Odyssee“ von Christopher Nolan. Beteiligte Podcasts: Historia Universalis: https://open.spotify.com/show/59ao0Kf15qX98goMlnQoE9?si=94e329907b6249c4 Eine Geschichte der Stadt Köln: https://open.spotify.com/show/6kk7THL3rdJAmWU4Nj3jPV?si=37ef4f5b38e54540 Wer wir sind und warum das nicht klappte…In 99 Folgen durch die deutsche Geschichte: https://open.spotify.com/show/3vekKYAszPUMR4ThiIPgr9?si=42514bf00ec24f55
Mit Barbara Stollberg-Rilinger: Friedrich der Große war nicht nur ein brutaler Machtpolitiker sondern auch ein Anhänger der Aufklärung. Als er mit 28 Jahren König von Preußen wurde, schaffte er als erster Monarch in Europa die Folter ab. Selbst Calvinist ließ Friedrich in Berlin eine katholische Kirche bauen als Zeichen seiner Toleranz. Sehr bekannt ist sein Satz: „jeder soll nach seiner façon glücklich werden“ Er hat aber auch gesagt: „ …und wenn die Türken und die Heiden kämen, so wollen wir für sie Moscheen bauen“. Am Ende des 17. Jahrhunderts wurde ganz Europa von einer geistig-sozialen Bewegung erfasst, die sich auf viele unterschiedliche Lebensbereiche auswirkte. Auf die Landwirtschaft, die Bildung, das bürgerliche Selbstbewusstsein, die Religion, die Justiz und auch die Geschlechterrollen. Alles wurde auf den Prüfstand gestellt und die Vernunft war der Maßstab. Warum Toleranz, Vernunft und Logik, Rechtsstaatlichkeit und Transparenz, Wissenschaft, Pressefreiheit und Menschenrechte plötzlich ihren Triumphzug durch Europa antraten. Und ob Friedrich der Große tatsächlich ein Vorreiter dieser Bewegung war oder auf der Welle geritten ist, darüber spreche ich heute mit Barbara Stollberg-Rilinger, Professorin für die Frühe Neuzeit und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Mit Barbara Stollberg-Rilinger: Maria Theresia und Friedrich der Große pflegten eine besonders prominente Feindschaft in der deutschen Geschichte. Maria Theresia war Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen. Friedrich II. („genannt der Große“) Markgraf von Brandenburg und König in Preußen. Beide kamen im selben Jahr auf ihren Thron, nämlich 1740. Den europaweiten Streit um Maria Theresias Regierungsantritt nutzte Friedrich aus. Während verschiedene Fürstenhäuser eine Frau an der Spitze des Habsburgerreiches nicht akzeptierten und Anspruch auf Maria Theresias Erbe erhoben, überfiel und besetzte Friedrich Schlesien. Schlesien war eine wirtschaftlich blühende Provinz im Reich von Maria Theresia. Die Okkupation Schlesiens stand am Anfang eines Konflikts, der 23 Jahre dauerte, Europa in Atem hielt und beide Monarchen an den Rand ihrer Existenz brachte. Barbara Stollberg-Rilinger hat eine lesenswerte Biografie über Maria Theresia geschrieben. Ich spreche mit der Professorin für die Frühe Neuzeit und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin über die Anfänge und den Charakter der beiden Kontrahenten. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Mit Andreas Rutz August der Starke gründete die erste Porzellanmanufaktur Europas, ließ den Zwinger in Dresden bauen, füllte das Grüne Gewölbe mit seinen Kostbarkeiten, er gründete die Dresdener Gemäldesammlung, eröffnete als erster Monarch Europas öffentliche Museen und feierte jährlich mindestens 60 überbordende Feste. Dazu ließ er sich zum König von Polen krönen, wofür er mal eben katholisch wurde. Und das ausgerechnet in Sachsen, das Martin Luther geschützt und immer ein Vorkämpfer des protestantischen Glaubens war. Als polnischer König griff August Riga an und löste den Großen Nordischen Krieg aus. 21 Jahre lang kämpften Russland, Schweden, Dänemark, Polen, und Sachsen um die Vorherrschaft an der Ostsee. Warum wollte der Kurfürst von Sachsen auch König von Polen werden? Was musste er dafür tun? Was hat ihm die Krone gebracht? Und wie finanzierte er seine ganzen Projekte eigentlich? Darüber spreche ich mit Andres Rutz, Professor Professor für Sächsische Landesgeschichte an der TU Dresden und Direktor des Institutes für Sächsische Geschichte und Volkskunde. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Mit Dr. Schoole Mostafawy: Am 14. Juli 1683 floh der Kaiser entsetzt aus seiner Wiener Hofburg. Sein schlimmster Albtraum wurde Realität: Die Osmanen standen vor Wien. An diesem Morgen tauchte eine Armee von 120.000 Mann vor den Toren der Stadt auf. Zuvor hatte Sultan Mehmed IV. dem Kaiser schriftlich befohlen, die osmanischen Truppen in seiner Residenzstadt zu erwarten: “damit wir Dich köpfen können“. Der Kaiser weinte mit den Wienern, erlaubte den Ratsherren noch, seine Hand zu küssen und floh dann Hals über Kopf. Seit der Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 griffen die Osmanen in vielen Kriegszügen immer wieder nach Europa aus. In diesen rund 200 Jahren zwischen der Eroberung von Konstantinopel und der Belagerung von Wien waren große Gebiete auf dem Balkan und in Ungarn unter osmanischer Kontrolle. Die "Türkenkriege" waren für die europäischen Mächte erst 1791 endgültig vorbei. Die Phase von Besetzung, Krieg und Frieden mit osmanischen Herrschern in Europa dauerte insgesamt über 300 Jahre. Die Geschichtsschreibung fokussiert häufig die Kriege. Dr. Schoole Mostafawy hat der Großen Landesausstellung "Sultan und Kaiser" im Badischen Landesmuseum 2019 den Untertitel gegeben: "Nachbarn in Europa“. Ich spreche mit ihr darüber, wie sehr sich die Kulturen gegenseitig beeinflusst haben. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
In diesem Hinter-der-Geschichte Special diskutieren Jan, Flo, Ralf und Jonas über das Epochenjahr 1776. Wieso kamen dreizehn britische Kolonien in Nordamerika auf den Gedanken, sich von ihrem Mutterland zu lösen? Wie besiegt man eine frühneuzeitliche Supermacht? Und wie baut man einen neuen Staat? Plus: jede Menge Söldner-Talk, ein beinahe Gastauftritt von Friedrich dem Großen (bzw. seines Bruders Heinrich), und die Antwort auf die Frage, warum es Mr. President und nicht "Your August Majesty" heißt. Jan von Wer wir sind und warum das nicht klappte Ralf von Dejavue Geschichte Jonas von Deutschland 33/45 Flo von Historia Universalis
Mit Jürgen Luh: Der große Kurfürst regierte Brandenburg nach dem 30jährigen Krieg. Berlin war ausgeplündert und in weiten Teilen niedergebrannt. Es herrschten Hunger und Epidemien. Das Stadtschloss auf der Spreeinsel war unbewohnbar. Friedrich Wilhelm musste das zerstörte Land aufbauen und seine verstreuten Territorien zusammenhalten. Ohne Bodenschätze und ohne Infrastruktur. Das ist ihm nicht nur gelungen, sondern er hat den Grundstein für den Aufstieg Preußens gelegt. Für diese Lebensleistung erhielt er den Beinamen: „der Große“ Kurfürst. Jürgen Luh ist Direktor des Researchcenter Sanssouci und schreibt in seinem Buch über den Kurfürsten: Das war alles nur Glück. Der große Kurfürst hatte keinen Plan, wechselte ständig die Seiten und rettete sein Erbe praktisch durch Zufall. War es Glück oder doch Ideenreichtum und Durchhaltewille, die Friedrich Wilhelm zum Initiator des Preußischen Aufstiegs machten? Darüber spreche ich mit Jürgen Luh in dieser Folge. Sein Buch heißt: "Der Große Kurfürst - Friedrich Wilhelm von Brandenburg - Sein Leben neu betrachtet" und ist 2020 im Siedler Verlag erschienen. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Mit Sven Externbrink: Wer einmal in Heidelberg gewesen ist, wird sich die Frage gestellt haben, wer denn dieses schöne Schloss zerstört hat. Und prompt sind wir bei Ludwig XIV. Was mich besonders fasziniert: Obwohl er nicht nur Heidelberg, sondern die ganze Pfalz verwüsten ließ, blieb er das Non-plus-Ultra für den deutschen Adel. In der Mode, im Baustil und in der Sprache. Jeder, der etwas auf sich hielt, sprach französisch. Viele deutsche Schlossbauten ahmten Versailles nach und so mancher deutscher Fürst träumte wahrscheinlich auch vom Grand Lever. Der Meisterinszenierung des Sonnenkönigs: Sein Aufwachen im Schlafgemach machte er zum Hofzeremoniell, an dem nur die ranghöchsten Untertanen teilhaben durften. Aber der Sonnenkönig imponierte nicht nur, er betrieb auch eine kriegerisch aggressive Außenpolitik. Wie seine Vorfahren fühlte sich der französische König durch die Habsburger Familie im Kaiserreich, Spanien und den südlichen Niederlanden, dem heutigen Belgien, bedrängt. Ludwig wollte die Nord- und Ostgrenze Frankreichs so weit ausdehnen, dass Paris für immer sicher sei. 1681 annektierte Ludwig XIV. Straßburg und 1688 ließ er die Rheinpfalz verwüsten. Mannheim, Speyer, Worms und schließlich das Heidelberger Schloss. Für seine Schwägerin Lieselotte von der Pfalz reklamierte er Erbschaftsansprüche, die sie selber strikt ablehnte. Gegen seine Offensive bildete sich eine große europäische Allianz. Um den anrückenden Truppen der kaiserlichen Koalition keine Deckung, Unterkünfte oder Rastmöglichkeiten zu lassen, brannten die französischen Soldaten weiträumig die ganze Region nieder. Die Ruinen des Heidelberger und des Hambacher Schlosses erinnern noch daran. Auch der Bischofshof in Worms, wo Martin Luther auf dem Reichstag seine berühmte Verteidigungsrede gehalten hat, wurde dem Erdboden gleich gemacht. Mit Sven Externbrink bespreche ich die Motive des Sonnenkönigs und warum so viele deutsche Fürsten seinem Vorbild nacheiferten. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Mit Herfried Münkler: Bis es zum Westfälischen Frieden 1648 kam, erlitten die Menschen die verheerendste Phase des Dreißigjährigen Krieges. Der Krieg tobte bereits seit 16 Jahren. Viele Regionen in Deutschland waren so zerstört, dass keine größeren Truppen zusammengezogen werden konnten. Die niedergebrannte Landwirtschaft konnte keine großen Einheiten ernähren. Viele Landstriche waren verwüstet, und die Menschen hungerten. Die Kleinkrigesführung dominierte den zweiten Teil den Dreißigjährigen Kriegs. Marodierende Söldner durchstreiften das Land. Frauen wurde vergewaltigt, Bauernhöfe geplündert und Felder angezündet. Der Krieg hatte sich verselbstständigt. Zu einer vorsichtigen Annäherung der Kriegsparteien kam es erst nach über zwanzig Jahren. Im Hamburger Präliminarfrieden von 1641 einigten sich die Kriegsparteien auf einen auf einen Friedensprozess. Friedenskongresse in Osnabrück und Münster sollten sowohl den Krieg in Deutschland als auch den Krieg zwischen Spanien und den Niederlanden beenden. Also eine europäische Friedensinitiative. Allerdings gab es zwei Haken: Die Friedensverhandlungen dauerten neun Jahre und in dieser Zeit wurde weitergekämpft. Für einen Waffenstillstand reichte das Vertrauen nicht. Man wollte zwar Frieden, kämpfte aber jahrelang weiter. Wie es schließlich gelang, eine Formel für den Frieden zu finden, und wer am Ende die Gewinner und die Verlierer waren, darüber spreche ich in dieser Episode mit dem Politologen Herfried Münkler. Herfried Münkler ist Autor des Buches: "Der Dreißigjährige Krieg: Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618-1648 Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Mit Herfried Münkler: Die zweite Pase des Dreißigjährigen Krieges dominierten zwei Feldherren: Der schwedische König Gustav Adolf und Wallenstein: Ein Söldnerführer, der direkt für den Kaiser kämpfte und einen genialen Plan hatte. Wonach Startups von heute so sehr streben, hat er schon 1625 perfektioniert: das Hochskalieren. Er blähte sein Heer auf eine damals ungekannte Größe auf. 50.000 Mann. Abschreckung war seine beste Waffe. Gegen so eine Armee wollte gar keiner mehr antreten. Zu der Gründungund dem Einsatz des Riesenheeres gehörte eine unglaubliche Logistik. Wallenstein war mehr Manager als Feldherr. Er wich Entscheidungsschlachten aus. Stattdessen schnitt er die gegenerischen Heere von ihren überlebenswichtigen Nachschubwegen ab. Nachdem er den schwedischen König geschlagen hatte, wurde er zu mächtig. Der Kaiser, sein Auftraggeber, ließ ihn umbringen. Mit Herfried Münkler spreche ich in dieser Folge über Wallenstein, Tilly und Gustav Adolf und die Frage, warum der Krieg nicht früher zu beenden war. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Mit Herfried Münkler: Der versuchte Mordanschlag war der Auftakt des Dreißigjährigen Krieges. Zwei Statthalter des böhmischen Königs und ein Sekretär wurden von einer aufgebrachten Menschenmenge aus dem Fenster der Prager Burg in den Burggraben geworfen. Der Misthaufen im Burggraben rettete ihnen das Leben. Wie es zum Fenstersturz kam und warum der missglückte Mordversuch an den Statthaltern des böhmischen Königs das Potential hatte, das gesamte Heilige Römische Reich und halb Europa in einen verheerenden 30 Jahre dauernden Krieg zu stürzen, darüber reden wir heute. Herfried Münkler, der prominenteste Politologe unseres Landes, hat ein packendes Buch über den Dreißigjährigen Krieg geschrieben. Seine Grundbotschaft: Er war viel mehr als ein Religionskrieg. Es ging um die Verfassung des Reiches, die Rangfolge der Fürsten, Macht über Territorien und die europäische Hegemonialpolitik. In dieser Folge spreche ich mit ihm über den Anfang des Konfliktes. Den Verlauf des Krieges und die Friedensschluss nach 30 Jahren, besprechen wir in den beiden nächsten Folgen. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Mit Klaus Unterburger: „Gegenreformation“ klingt danach, als wollte jemand die Uhr zurückdrehen. Neudeutsch würde man „Backlash“ dazu sagen. Nachdem sich die Reformation in Deutschland in der Mitte des 16. Jahrhunderts behauptet hatte, versuchten die katholischen Kräfte europaweit durch Politik, Kunst, Theologie und Gewalt die Entwicklung umzudrehen. Der Barock sollte die Sinne überwältigen, die Jesuiten appellierten an die Vernunft der Gläubigen und der spanische König setzte auf sein Militär. Martin Luthers Ideen hatten die Machtverhältnisse in Europa nachhaltig erschüttert. Mit der anglikanischen Kirche nabelte sich der englische König Heinrich VIII. vom Papst ab und machte sich selbst zum Oberhaupt der Kirche Englands. In den Niederlanden, die eigentlich zum katholischen Spanien gehörten, gewannen die Calvinisten die Oberhand. Auch in Frankreich wuchs der Anteil der Calvinisten in der Bevölkerung stetig. Allerdings wurden sie durch den französischen König in mehreren Glaubenskriegen gnadenlos verfolgt. Der Tiefpunkt war die Bartholomäusnacht: Am 23.August 1572 wurden in Paris 3000 französische Protestanten ermordet. Und in Spanien regierte der erzkonservative Sohn von Karl V.: Philipp II. Er wollte alles besser machen als sein Vater und gab den Protestanten nicht eine Hand breit nach. Er griff vor allem in seinen Niederlanden durch. Der Krieg zwischen den reformatorischen Niederlanden und dem katholischen Herrscherhaus in Spanien sollte 80 Jahre dauern. Dagegen waren die Verhältnisse in Deutschland in dieser Zeit fast friedlich. Die protestantischen Landesfürsten hatten mit den katholischen Herrschern den Augsburger Religionsfrieden geschlossen. 1555 war das. Danach konnte jeder Landesherr selbst entscheiden, welcher Glaube in seinem Territorium praktiziert werden soll. Aber auch in Deutschland hielt der Friede nicht ewig. Was führt in den 63 Jahren vom Kompromiss zum Krieg? Wie sich die Glaubensgegensätze in Deutschland langsam hochschaukelten und schließlich im 30jährigen Krieg mündeten, darüber spreche ich mit Klaus Unterburger, Professor für Kirchengeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Mit Gisela Muschiol: Das ist einer der populären Irrtümer in der deutschen Geschichte: Die Hexenverfolgungen haben nicht im Mittelalter stattgefunden, sie waren ein Phänomen der Neuzeit. 40.000 - 60.000 Menschen wurden in Europa wegen angeblicher Hexerei hingerichtet. Die Europäer hatten bereits begonnen, Amerika zu kartographieren, auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig traf sich die intellektuelle Elite und Johannes Kepler war schon davon überzeugt, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt. Doch selbst der Begründer der modernen Naturwissenschaften -Johannes Kepler - war vom Hexenglauben betroffen: Seiner Mutter Katharina wurde der Prozess gemacht: wegen Anmischung eines „Hexentranks“ und „Schadenzaubers“. Dabei war ihr Sohn zur Zeit der Anklage der Hofastronom des Kaisers. Aber sein VIP-Status schützte seine Mutter nicht vor der Hexenverfolgung. Eine Nachbarin hatte seine Mutter beschuldigt, ihr einen Zaubertrank verabreicht zu haben. Zusätzlich verspürte ein 8-jähriges Mädchen einen heftigen Schlag, als Katharina Kepler sie im Vorbeigehen berührte. Solche Nebensächlichkeiten reichten, um einen Prozess mit Todesstrafe anzustrengen. Hexen wurde die „Buhlschaft“, also der Beischlaf mit dem Teufel, unterstellt. Männern auch: Eine tatsächliche sexuelle Beziehung mit dem Teufel. Diese Beziehung, so glaubte man, verleihe ihnen übernatürliche Kräfte. Hexen könnten in der Nacht fliegen, einerseits um nach Kindern zu suchen, denen sie das Blut aussaugen können und andererseits um sich mit anderen Hexen zum Hexensabbat zu treffen. Heute hört sich das nach einer nicht ganz jugendfreien Form von Bibi Blocksberg an. Vor 500 Jahren waren aber viele Menschen davon überzeugt. Auch davon, dass Hexen mit dem sogenannten „Schadenzauber“ jedes Elend über ihre Mitmenschen bringen können. Mit Gisela Muschiol, Professorin für Kirchengeschichte an der Uni Bonn, spreche ich über den Wahn, den man damals für völlig logisch hielt und die Frage, warum es 80 Jahre dauerte, bis kritische Gedanken gegen die Hexenprozesse Gehör fanden.
Mit den Epochentrottern: Was waren die Bestseller des beginnenden Buchdrucks? Welche Geschichten haben die Menschen vor 500 Jahren am liebsten gelesen? Und wie kamen die ersten gedruckten Bücher ohne Buchhandlungen oder Versandhandel an ihre Leserinnen und Leser? Nach der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern hatten sich Druckereien in ganz Europa rasend schnell verbreitet. Sie bedienten viele unterschiedliche Genres und vertrieben Millionen von Druckwerken. Wie konnten sich die Buchmessen in Frankfurt und Leipzig europaweit durchsetzen? Was ist überhaupt eine Messe und warum rollten die die Bücher in Holzfässern heran? Diese Fragen kläre ich in dieser Episode mit den Epochentrottern. Katharina ist Literaturwissenschaftlerin und Marvin Historiker. Zusammen blicken sie ihrem Geschichtspodcast hinter die Geschichtsbilder in Popkultur und Medien. Du willst mehr von ihnen hören? Hier gehts zu ihrem Podcast Epochentrotter: https://open.spotify.com/show/29ReW0Vr16BJOLtVOirutA?si=65177e49e2844814 Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet meine Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist meine Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
Mit Heinz Schilling: Diese Episode beginnt am Grab Martin Luthers in der Schlosskirche von Wittenberg. Kaiser Karl V. hatte im Schmalkaldischen Krieg die protestantischen Fürsten krachend geschlagen. Nun stand Karl V. am Grab von Martin Luther, der ein Jahr zuvor gestorben war. Auf dem Höhepunkt seiner Macht blickte er auf das Grab seines Kontrahenten. Im Moment des Triumphes schlugen seine Ratgeber vor, Luthers Überreste auszugraben und auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen. Aber der Kaiser soll abgelehnt haben. Karl V. und Luther waren sich zuletzt vor 26 Jahren begegnet auf dem legendären Reichstag in Worms. Damals hatte der junge Kaiser die Reichsacht über den Theologieprofessor verhängt und seine Schriften und seine Lehre verboten. Nur konsequent durchgesetzt hat er dieses Verbot nie. Karls Reich erstreckte sich über acht Zeitzonen. Er war nicht nur römisch-deutscher König und Kaiser, er herrschte auch über Spanien und die Übersee-Kolonien, er war König von Neapel und Sizilien. Als Habsburger herrschte er zusätzlich über Österreich, Burgund, Lothringen und Brabant. Er führte über 70 europäische Adelstitel. Als gekrönter römischer Kaiser sah er es als seine Aufgabe an, gemeinsam mit dem Papst ein europäisches Universalreich anzuführen, um umfassenden christlichen Frieden zu schaffen. Doch der König von Frankreich, die Osmanen in Südeuropa und die Protestanten in Deutschland hinderten ihn daran. Über einen Kaiser, der sich zu viel vorgenommen hatte, die "deutsche Freiheit" und einen untätigen Papst spreche ich mit Heinz Schilling. Der emiritierte Professor lehrte die Europäische Geschichte der frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität in Berlin und ist als Autor vieler Sachbücher und Publizist tätig. Die Reisetipps, Bilder und Infos findet Ihr hier: www.99xgeschichte.de Das Goethe-Institut bietet diese Podcastserie auf seiner Plattform "Deutschstunde" an. Auch bei L.I.S.A. dem Wissenschaftspotal der Gerda Henkel Stiftung ist diese Podcastserie vertreten. "Wer wir sind und warum das nicht klappte..." ist Teil der Netzwerke Wissenschaftspodcasts.de, #Historytelling und Mittelalter.digital. Du willst mehr erfahren über Podcaster mit einem faible für Geschichte? Dann hör mal in diesen Talk rein: "Hinter der Geschichte" ist ein neues Talkformat der unabhängigen Geschichtspodcaster! https://open.spotify.com/episode/1SM9O6RPxasyBsCk16hJuD?si=0zsLNTb3RnSB12CmWk4dmw #Frühe Neuzeit #Deutschland # Westeuropa #Europa
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