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Published by Saskia Niechzial
Neurodivergenz, ein vergleichsweise neuer Begriff, der versucht, möglichst wertfrei zu beschreiben, das manche menschlichen Gehirne einfach anders wahrnehmen, denken und fühlen, als es der allgemeinen Erwartung entspricht. Das gilt zum Beispiel für Menschen im Autismus-Spektrum, mit ADHS, mit Hochbegabung, mIt Legasthenie, Dyskalkulie oder auch Dyspraxie. Egal, ob als Eltern oder im pädagogischen Kontext – Neurodivergente Kinder zu begleiten ist eine besondere Aufgabe. Sie bringt wunderschöne Momente mit sich ebenso wie individuelle Anforderungen. Konfrontation mit Vorurteilen, die Frage nach Unterstützungsmaßnahmen, veraltetes Wissen spezielle Alltagsgestaltung, schulische Hürden – es gibt viel zu bewältigen. Dieser Podcast soll dabei eine Unterstützung sein. Ich möchte aufklären, mit alten Glaubenssätzen und Halbwahrheiten aufräumen, Anregungen und Ideen geben, zeitgemäßes Wissen vermitteln, für mehr Verständnis sorgen und vor allem auch zeigen, welches Potenzial in neurodivergenten Kindern steckt, wenn wir uns auf sie einlassen und ihnen Umgebungen schaffen, in denen sie ihre Stärken erleben können. Ich bin Saskia Niechzial, Grundschullehrkraft, selbst neurodivergent, Bildungsaktivistin, Bestsellerautorin und Mutter von neurodivergenten Kindern. Medial auch bekannt unter dem Namen „@liniert.kariert“. Weitere meiner Impulse findest du hier: 👉 www.liniert-kariert.de 👉 https://kopfvollgold.de Social Media 👉https://www.instagram.com/liniert.kariert/ 👉https://www.tiktok.com/@liniert.kariert
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Neurodivergente Kinder zu begleiten ist eine so tiefe, wunderschöne, unvorhersehbare Aufgabe und gleichzeitig auch eine ganz schöne Anforderung. Warum wir doch auf einem anderen Level gefordert sind, als das im neurotypischen Familienkontext der Fall ist und was wir auch in kleinen Freiräumen tun können, um Kraft zu tanken und uns nicht zu verlieren, darüber spreche in in dieser Folge. Ich gebe dabei ganz viele Impulse aus der direkten Community.
"ADHS ist meine Superkraft“ – sagt Heidi Klum. Sagt Paris Hilton. Sagt so manche Person im öffentlichen Raum. Und ja, ADHS und auch andere neurodivergente Formen bringen einiges an Potenzial mit sich. Und haben vermutlich in der Menschheitsgeschichte eine nicht unerhebliche Rolle gespielt. Aber die Idee der fast übernatürlichen Superpower, die verkennt viel Leid und setzt fragwürdige Standards. Darüber spreche ich in dieser Folge.
Viele Eltern stehen nach der Verkündung einer Diagnose oder auch mehreren erstmal etwas ratlos da? Was kommt jetzt? Womit fangen wir an? Wie besprechen wir die Sache mit unserem Kind? Welche Maßnahmen gibt es überhaupt und was passt für unser Kind? Viele dieser Fragen klären wir in der heutigen Folge.
„Ich bin mutig“ oder „Ich bin gut, so wie ich bin“ – das sind schöne, starke Sätze. Aber gerade für neurodivergente Kinder potenziell schwer einzuordnen. Weil sie viel zu oft eine Umgebung oder Interaktionen erleben, die doch was ganz anderes transportieren. Warum solche Affirmationen oft eher schwierig und unglaubwürdig und im schlimmsten Fall ganz gegenteilig funktionieren, darüber spreche ich in dieser Folge.
Vielleicht ist das ein eher nischiges Thema, aber für die Eltern, deren Kinder mit dem Element Wasser so ihre Schwierigkeiten haben, ist es dafür umso wichtiger und größer. Gerade für neurodivergente Kinder können Wasser, Lautstärke, Körperkontakt, neue Bewegungsabläufe und eine unübersichtliche Schwimmbadumgebung noch einmal ganz eigene Herausforderungen mitbringen. Umso wichtiger ist die Frage: Wie können wir Kinder so beim Schwimmenlernen begleiten, dass ihre individuellen Bedürfnisse, Grenzen und ihr eigenes Lerntempo wirklich berücksichtigt werden? Darüber spreche ich in dieser Folge mit Anja Kerkow, Pädagogin, Schwimmlern-Expertin und Gründerin von ROCHENKINDER®. Anja begleitet seit über 30 Jahren Kinder und Familien im Wasser und geht dabei bewusst einen anderen Weg als viele klassische Schwimmkurse. Wir schauen gemeinsam darauf, wie Kinder ohne Druck Vertrauen ins Wasser und in die eigenen Fähigkeiten entwickeln können, welche Rolle Eltern als vertraute Bezugsperson im Lernprozess spielen und warum Sicherheit im Wasser weit mehr bedeutet als Technik und Schwimmabzeichen.
Immer wieder erreichen mich Fragen von Lehrkräften, die vor der Herausforderungen stehen, Eltern mit ins Boot zu holen, die für das Thema Neurodivergenz noch nicht so recht offen sind. Die eventuell sogar ablehnend auf mögliche Beobachtung der Lehrkraft reagieren. In dieser Folge sprechen wir darüber, welche Gefühle und Sorgen hinter diesem Abwehrverhalten stehen kann und wie wir Türen für Zusammenarbeit öffnen.
Wenn es in einer Klasse zu einem bestimmten Lautstärkepegel kommt, wird schnell gleichgesetzt: „Die Lehrkraft hat die Kinder nicht im Griff.“ Wir werden gerne an diesem Parameter gemessen. Und das ist doch recht verkürzt gedacht... Unabhängig davon ist Lautstärke und eine produktive Arbeitsatmosphäre trotzdem ein sehr wichtiger Faktor gerade im Kontext Neurodivergenz, auf den wir in dieser Folge mal genauer schauen wollen. Denn hier prallen oft sehr unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander. Ein Kochrezept und Idealweg kann es bei so vielfältigen Lerngruppen nicht geben. Aber es gibt Stellschrauben, die wir in den Blick nehmen und eine Ideensammlung, aus der wir schöpfen können
Übergänge sind Wechselmomente. Eine Tätigkeit, eine Umgebung, ein Verhalten, ein Zustand muss verlassen und etwas Neues begonnen werden. Das kann für viele neurodivergente Kinder eine große Herausforderung bedeuten. Ihre Schwierigkeiten im Bereich der exekutiven Funktionen, eine potenzielle Unvorhersehbarkeit, sensorische Veränderungen, all diese Dinge können es unlängst schwieriger machen gut von der einen Situation in die andere zu finden. Genauere Erklärungen dazu und wie wir in Schule und zu Hause hier unterstützen können, darüber sprechen wir in dieser Folge.
„Ach, die ist bloß schüchtern…“ Das sind Beruhigungen, die oft in diesem Kontext fallen und schnell übersehen, dass manchmal **Nicht-Sprechen** weitaus mehr als Zurückhaltung ist. Dahinter kann ein selektiver Mutismus stecken. Was das genau ist, wie wir da als Eltern und Fachpersonal aufmerksam sein können und was Kinder unterstützt, darüber spreche ich in dieser ganz wundervollen Folge mit **Prof. Dr. Anja Starke**.
„Das haben doch heute alle!“ „Früher hat es das auch nicht gegeben.“ „Das kommt vom ganzen Medienkonsum.“ „Aber das muss das Kind doch auch mal lernen.“ „Ihr müsst einfach konsequenter sein.“ „Also bei mir macht das Kind das nicht.“ Eltern neurodivergenter Kinder begegnen solchen Sätzen immer wieder. Und meistens stecken dahinter nicht mal böse Absichten, sondern einfach Vorstellungen über ADHS, Autismus und Neurodivergenz, die sich hartnäckig halten. In dieser etwas besonderen Gold-to-Go-Folge schauen wir uns sechs dieser Aussagen genauer an: Was wissen wir heute über die Entstehung von ADHS und Autismus? Gab es Neurodivergenz wirklich „früher nicht“? Was sagt die Forschung über Medienkonsum und ADHS? Und warum kann sich ein neurodivergentes Kind bei Oma, in der Schule oder zu Hause vollkommen unterschiedlich zeigen?
Jahrelanges Mobbing unter dem Radar, Perfektionismus, eine Pandemie, Leistungsdruck und irgendwann geht nichts mehr. Feste Stationen in der Biographie meiner heutigen Gästin, der 15-jährigen Lilly. Gemeinsam mit ihrer Mama Bianca sprechen wir in dieser Folge über ihre letzten Jahre und ihren steinigen Weg, sich selbst zu finden und endlich zu verstehen. Und vor allem auch zu verarbeiten, was sie bisher schon alles tragen musste. Ein unheimlich berührendes Gespräch.
Kurz vor der Sommerpause eine absolute Querbeet-Folge. Wir sprechen über unseren Disneylandtrip mit virenhaftem Ausgang. (Ja, das Unternehmen darf natürlich gleichzeitig kritisiert werden.) Über die Sommerpause. Meine aktuellen Buchprojekte. Und natürlich auch über einen ganz typischen Gold to Go Impulse: Das doppelte Empathieproblem. Viel Spaß beim Hören und danach einen ganz fantastischen Sommer.
Trisomie 21 in einem Podcast über Neurodivergenz? Geht das zusammen? Und wie. Genau darüber spreche ich mit meiner heutigen Gästin Diana Bangratz. Sie ist Logopädin und hat sich 2008 auf das Lernen mit Kindern mit Down-Syndrom spezialisiert.
Habt ihr schon mal zitternd ein Elfmeterschießen verfolgt? An den Fingernägeln geknibbelt, umhergetigert, mitkommentiert, aufgesprungen, hin- und hergewippt – alles, um die innere Anspannung wenigstens irgendwie auszuhalten und mit ihr umzugehen? Dann habt ihr ein gutes Bild davon, wie sich neurodivergente Menschen quasi jeden Tag fühlen.
Für ADHS-Gehirne ist es um ein Vielfaches schwerer Automatisierungen aufzubauen. Und das hat nicht vorrangig etwas mit fehlender Willenskraft zu tun, sondern vor allem erstmal mit den neurodivergenten Gehirnstrukturen im präfontalen Cortex und in den Basalganglien. Die sorgen in ihren etwas anderen Aufbau und ihrer anderen Struktur dafür, dass der Aufbau von Routinen bei ADHS deutlich erschwert und auch störanfälliger ist. Wie genau das Zusammenspiel aussieht und was es braucht, um doch in Gewohnheiten zu kommen, darüber spreche ich in dieser Folge.
Happy Pride Month, allerseits! Mit meiner heutigen Gästin Lara (she/her) spreche ich passend zu diesem Anlass über das Thema Queerness. Lara ist selbst queer und gleichzeitig neurodivergent und ist auch Elternteil queerer, neurodivergenter Kinder. Wir reden über aktuelle besorgniserregende Entwicklung, wie Eltern queere Kinder gut begleiten können, was queere Menschen in Schule brauchen und wir schauen gemeinsam, warum es einen Zusammenhang zwischen Queerness und Neurodivergenz gibt.
Heute widmen wir uns mal einem vermeintlich sehr nischigem Thema, das allerdings im Sommer viele neurodivergente Menschen umtreibt: Die Hitze und die Helligkeit. Aufgrund der Hypersensibilität neurodivergenter Menschen werden die intensiven Lichtverhältnisse und hohen Temperaturen nochmal stärker wahrgenommen und verbrauchen im Umgang deutlich Ressourcen. Es ist also wichtig, das mitzudenken und für ausreichend Entlastung zu sorgen. Leichte Stoffe, Sonnenbrillen, sehr kalte Getränke, ausreichend Rückzug, auch wenn das Wetter schön ist. Gleichzeitig auch an die Hyposensibilität (es war richtig) denken, also die Unterempfindlichkeit. Die kann, wenn sie das Thema Hitze und Trinken betrifft, sogar zum Risiko werden. Also viel ans Trinken erinnern, Anreize schaffen und mit Hilfsmitteln arbeiten (Timer etc.).
Meine heutige Gästin Katharina Tiedemann ist selbst neurodivergent, hat neurodivergente Kinder und war außerdem lange Jahre Schulbegleitung neurodivergenter Kinder. In dieser Folge sprechen wir über ihre eigene Reise zu den Diagnosen, ihre Kindheit, ihre Elternschaft und natürlich über ihre Erfahrungen als Schulbegleitung. Mittlerweile ist sie in die Selbstständigkeit gewechselt. Ihrem Herzensthema Neurodivergenz ist sie aber treu geblieben.
Immer wieder kommt es vor, dass trotz Beobachtungen und Vermutungen seitens der Eltern oder auch der Schule keine Diagnose gestellt wird. In dieser Folge gehen wir mal zur Elternperspektive. Wie können wir weitermachen, wenn die eventuell erhoffte Antwort nicht erfolgt. Nachdem wir unsere Emotionen sortiert haben, ist nämlich trotzdem einiges möglich. Von Therapien über Nachteilsausgleich hin Pflegegradanträgen gibt es so einiges, was auch ganz ohne eine Diagnose umsetzbar ist.
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Observed November 4, 2026.
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