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Published by Timo Landener & Moritz Petersen
Das Gleiche in Grün?! - Der Podcast für Nachhaltigkeit in Logistik und Lieferkette Jeden zweiten Dienstag gibt es bei DGIG?! neue Inspiration auf die Ohren. Timo Landener und Moritz Petersen diskutieren mit spannenden Gästen, wie Logistik und Lieferketten nachhaltiger gestaltet werden können. Jeden Freitag gibt es in WEEKLY die neuesten Entwicklungen und Studien zum Thema - mit Humor und auf den Punkt.
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Seit dem 12. August gilt die europäische Verpackungsverordnung PPWR. In den Wochen davor gab es viel Aufregung: Die heute-show hat sich darüber lustig gemacht und auf LinkedIn wurde geschimpft. Mit Recht? Max Haschke berät Industrieunternehmen rund um ihre Verpackung. In die Branche reingerutscht ist er 2014 eher zufällig als Vertriebler in einer Wellpappenfabrik. Dort hat er gemerkt, dass ihn die Technik mindestens so sehr interessiert wie der Verkauf. 2023 hat er sich selbstständig gemacht, als die PPWR am Horizont auftauchte und viele seiner Kunden zwar jede Menge Packmittel hatten, beim Thema Regulatorik aber blank waren. Mit Max sprechen Timo und Moritz über Fragen wie: - Warum ist man schneller „Verpackungserzeuger“, als man denkt, auch ganz ohne eigene Wellpappenanlage? - Was muss seit dem 12. August auf jeder Verpackung stehen? - Was tun, wenn der Lieferant seine Materialdaten lieber für sich behalten möchte? - Warum verschicken kleine Onlinehändler plötzlich nicht mehr ins EU-Ausland, und was hat das eigentlich mit der PPWR zu tun? - Wieso rechnet Max bei den Rezyklatquoten für Kunststoff mit knappem Material und steigenden Preisen? - Was würde er Ursula von der Leyen raten, wenn sie anruft? - Und was hat die PPWR mit einem Pilzgeflecht zu tun? Große Einschaltempfehlung für alle, die beim Wort „Erzeuger“ bisher dachten, es beträfe sie nicht. Und für alle anderen auch.
Timo berichtet vom ersten Tag der Supply Chain CX in Berlin – DEM Logistikevent des Jahres. Für Nachhaltigkeitsenthusiasten wie ihn ist die Programmgestaltung leider eher ernüchternd. Moritz berichtet dann aus dem Urlaub über Bilger vs. Tempolimit. Außerdem gibt es ein Update zur SAF-Nutzung durch Airlines. Wie so oft sticht DHL positiv hervor. Zuletzt geht es noch um ein Urteil zu Ladepreisen an fremden Säulen. Wird Laden nun für alle günstiger?
Moritz beginnt mit einer Erfolgsmeldung aus der Schweiz: Dort wurde die KMU-Förderung für Ladeinfrastruktur noch einmal aufgestockt. Timo schwenkt um auf die Planetaren Grenzen: Der Planetary Health Check 2026 ist erschienen und enthält viele wichtige, aber besorgniserregende Entwicklungen. Moritz bringt dann den neuen Standard des SBTN mit, quasi eine SBTi für andere ökologische Faktoren. Zum Schluss geht es dann noch um ein Memo anonymer Versicherungsexperten.
Moritz berichtet fast live vom Strand in Vietnam. Am Horizont schippert die Astrid Maersk vorbei und er fragt sich: Fährt sie eigentlich heute wirklich mit grünem Methanol? Timo hat derweil ferngesehen und empfiehlt eine Doku. Moritz erzählt dann von ominösen blauen Schränken am Straßenrand. Nein, keine Packstationen von Hermes. Sondern Batteriewechselstationen! Zum Schluss wird es emotional. Denn Sereact und Zalando kündigen etwas an, worauf Timo schon lange sehnsüchtig wartet. Was? Das erfahrt ihr nur, wenn ihr einschaltet!
Bis zu 10.000 Tonnen Stahl stecken in einem vollautomatischen Hochregallager. Doch nicht nur dort: Weltweit entfallen sieben bis neun Prozent der Emissionen auf Stahl. Daniel Killinger verantwortet bei Welser Profile die Transformation von grauem zu grünem Stahl. Das österreichische Familienunternehmen ist über 365 Jahre alt und stellt heute mit rund 2.400 Beschäftigten an fünf Produktionsstandorten rollgeformte Sonderprofile her, unter anderem für Hochregallager, Fassaden sowie Truck und Trailer. Bis zu 90 Prozent der Emissionen eines fertigen Profils entfallen auf den Stahl. Mit Daniel sprechen Timo und Moritz über Fragen wie: • Wie wird aus Eisenerz ein Stahlprofil? Warum bekommt Daniel beim „Stahl-Origami“ Herzl in den Augen? • Was unterscheidet Elektrolichtbogenofen, Schrott und wasserstoffbasiertes direktreduziertes Eisen von der klassischen Hochofenroute? • Bilanziert oder physisch reduziert: Was steckt hinter den unterschiedlichen Definitionen? • Wie hoch ist der Aufpreis für emissionsreduzierten Stahl? • Warum steht in China ein Grünstahlwerk nach drei bis vier Jahren, während es in Europa sieben bis zehn Jahre dauert? • Weshalb gehört grüner Stahl zur Aufpreisliste fürs Auto? • Wie viel emissionsreduzierter Stahl wird in fünf Jahren tatsächlich nachgefragt? Eine Folge für alle, die verstehen wollen, warum die Dekarbonisierung des Stahls weniger an der Technik hakt als an Definitionen, Kommunikation und Nachfrage. Und warum „Freiheitsstahl“ vielleicht das bessere Verkaufsargument wäre. Einschaltempfehlung!
Timo eröffnet mit Realdaten zum E-LKW-Einsatz im Produktionsnetzwerk von Daimler Trucks. Moritz bleibt bei den Batterien auf Rädern und empfiehlt das ZEV Fact Book von BloombergNEF und dem Smart Freight Centre. Anschließend geht es in die Luft für neue Zahlen zum globalen SAF-Einsatz: mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Timo berichtet über ein Kohlenstoffendlager in Dänemark und Moritz schließt mit einer Analyse der Klimaauswirkungen von NVIDIA.
Moritz hat zwei Studien zum Thema Kondensstreifen dabei. Wie die entstehen, warum sie ein Problem sind und wie man sie vermeiden kann, darum geht es im ersten Teil der Folge. Dann holt Timo mit einem Report-Doppel aus: den Sustainability People Pulse und den whatif? Report von Right based on science. Anschließend geht es munter weiter mit einem Wasserstoff-Nachklapp zur IAA Transportation, einem Kabelklau in Köln und einer Großbestellung von 2.500 Tesla Semis in den USA.
Moritz bespricht die neuesten Entwicklungen von der IAA Transportation in Hannover, zumindest einige davon: neue Fahrzeuge, neue Wettbewerber, die ganz große Show. Aber auch den Start der Umsetzungsphase des Schnellladenetzes an den Autobahnen, das neue Projekt von BGL und Depotcharge sowie eine spektakuläre Ankündigung von Einride und Lidl. Timo kommt dann auch noch zu Wort und stellt eine Studie vor, die untersucht, wie und warum Kreislaufwirtschaft eigentlich außerhalb des Westens funktioniert: anders. So viel sei hier schon einmal verraten.
Timo fährt auf Schienen ins Studio und berichtet über die Auswirkungen der Effizienz-Obsession bei US-amerikanischen Güterbahnen. Moritz hat zwei Meldungen von DHL dabei: man vergibt nun einen Nachhaltigkeitspreis für Subdienstleister und rüstet E-LKW mit einem Generator aus. Timo berichtet über den Effekt der neuen Zollregeln auf das Temu-Paketvolumen und Moritz „begeistert“ sich für die Liste der European Climate Leaders von FT und Statista.
Neuware kommt in Chargen: 20 Stück, eine Farbe, eine Größe, alle identisch. Ein Kleidungsstück, das schon getragen wurde, hat dagegen keinen Zwilling. Es hat eine bestimmte Vorbesitzerin, einen bestimmten Fleck und einen bestimmten klemmenden Reißverschluss. Klingt nach einer Kleinigkeit, hebelt aber vieles aus, worauf Lager, Kommissionierung und Qualitätskontrolle sonst gebaut sind. Alexandra Alt ist Teil der Geschäftsleitung von FineCom und führt das niederbayerische Familienunternehmen gemeinsam mit ihrem Bruder in dritter Generation. Angefangen hat alles vor 70 Jahren mit einer chemischen Reinigung, später kamen Färberei und Jeansaufbereitung dazu, seit 2014 liegt der Schwerpunkt auf E-Commerce-Logistik und Recommerce. Das alte Handwerk ist heute ein Vorteil: Wer weiß, wie viel Hitze und Dampf ein Material verträgt und welches Detachiermittel wann funktioniert, holt Ware zurück in den Verkauf, die andernorts entsorgt wird.
Moritz eröffnet mit dem Global EV Monitor Trucks and Buses des ICCT: Hier werden die vielen verstreuten Datensätze zu Neuzulassungen klimafreundlicher Nutzfahrzeuge zusammengeführt und aufbereitet. Timo bringt dann ein unerwartetes Fundstück mit: den Aufsatz einer Investmentbänkerin zum Thema Post-Growth und zukunftssichere Investitionen. Moritz bringt eine gute Nachricht aus Australien, und Timo referenziert eine Studie zu den Systemkosten der Energiewende.
Heute haben Timo und Moritz leider keine Reports, Studien, Paper oder Kurzmeldungen für euch. Denn am gestrigen Donnerstag fand in Hamburg die Zukunft Transport 2026 statt und die beiden waren dabei. Wenig überraschend ging es bei der Veranstaltung um Nachhaltigkeit und Logistik, darum berichten Timo und Moritz hier, wie es war, was sie gelernt haben und welche Themen heiß diskutiert wurden. Spoiler: war sehr viel Gutes dabei!
Nachhaltigkeitsziele? Hat heute jeder. Aber wie wird aus so einem Ziel eine Handlung, und wer macht die eigentlich? Genau das ist der Job von Gabriele Maurer. Bei Jungheinrich verantwortet sie Nachhaltigkeit, Resilienz und EHS: die wenig glamouröse Arbeit, aus Strategiepapieren Projekte zu machen, die in den Fachbereichen von der Entwicklung bis zum Vertrieb tatsächlich ankommen. Jungheinrich kennen die meisten als den Staplerhersteller aus Hamburg: börsennotiert, rund 20.000 Beschäftigte, 5,5 Milliarden Euro Umsatz, die Flurförderflotte seit Jahren komplett elektrisch. Gabriele ist ursprünglich aus dem Qualitätsmanagement gekommen und hat den Sprung ins Sustainability Management gemacht, als das Thema 2019 zum Strategiethema wurde. Heute steuert sie mit einem nach ESG organisierten Team die Transformation des Konzerns und erzählt uns, warum sie mit einer Forderung nach mehr Nachhaltigkeit offene Türen eingerannt hat. Mit ihr sprechen Timo und Moritz über Fragen wie: • Wie kommt man vom Ziel zur Umsetzung. Wie bindet Jungheinrich die Fachbereiche ein? • Wie viel Carbon Footprint steckt in der Lieferkette? • Was macht einen alten Stapler zum „Youngstar"? • Wie bekommt eine Batterie mit 80 Prozent Restkapazität noch ein zweites, drittes und viertes Leben? • Wenn sich rund 99 Prozent eines Fahrzeugs erneuern lassen und der Business Case stimmt, warum ist Kreislaufwirtschaft dann noch immer nicht in der Breite der Wirtschaft angekommen? • Was hat Resilienz mit Nachhaltigkeit zu tun? • Wie zahlt eine Kreislaufstrategie direkt auf die Krisenfestigkeit eines Unternehmens ein? Hätte diese Folge eine Farbe, es wäre RAL 1028. Schnell einschalten!
Timo hat sich mit den Auswirkungen der Dürre auf die Lieferketten in Deutschland beschäftigt und sehr viel gelesen. Auch volkswirtschaftlich stellt das aktuelle Niedrigwasser eine Herausforderung dar. Moritz bringt eine Studie mit, die eine Antwort auf die beliebte Frage „Wann macht es Sinn, einen existierenden Verbrenner durch ein E-Auto zu ersetzen?“ liefert. Außerdem stellt Moritz eine Studie vor, die untersucht, was in 15.000 Nachhaltigkeitsberichten eigentlich drinsteht und ob Frameworks die Qualität der Berichte beeinflussen. Zuletzt hat Timo noch Good News zum Thema Renaturierung. Und Moritz berichtet von einem dicken Brett, das im Verkehrsministerium gebohrt wird.
Timo und Moritz sind endlich aus der Sommerpause zurück. Moritz berichtet über die GZSZ-mäßige Personalrochade im Verkehrsministerium und präsentiert eine mögliche Erklärung. Timo stellt den Energiewendemonitor vor, quasi ein Halbjahreszeugnis für die Anstrengungen in den Bereichen elektrischer Fahrzeuge, Wärmepumpen, erneuerbarer Energieerzeugung und Speicher. Moritz übernimmt dann mit dem Paper der Woche, das die Carbon Competence von Menschen untersucht. Mit spannenden Erkenntnissen! Timo berichtet dass der erste SuperPanther E-LKW an DHL ausgeliefert wurde. Abschließend empfehlen Timo und Moritz noch die Veranstaltung „Zukunft Transport“ in der übernächsten Woche in Hamburg.
Bevor sich Timo und Moritz in die Sommerpause verabschieden, geht es heute noch einmal zur Sache. Moritz hat drei Meldungen zum Straßengüterverkehr mitgebracht: einen Artikel zum Zustand des Unternehmens Windrose, das Ergebnis der Wasserstoff-Ausschreibung des BMV und eine Petition der europäischen Trailer-Hersteller. Timo berichtet dann über die energiepolitischen Auswirkungen des jüngsten chinesischen Fünfjahresplans und erklärt, was EU Climate Pact Ambassadors sind, wie man einer wird und warum man das tun sollte. Zuletzt wird noch die Sommerpause eingeläutet. Am 14. August sind Timo und Moritz mit einer neuen Folge WEEKLY zurück.
Moritz eröffnet mit einer Studie des Net Zero Labs am Max-Planck-Institut. Wie wirken „grüne“ Incentivierungen auf Vorstandsebene tatsächlich? Sinken die Emissionen, wenn dies entsprechend verzielt wird? Timo stellt dann mit revolta sein Startup der Woche vor. Revolta bringt einen Heimspeicher auf Natrium-Ionen-Basis auf den Markt. Passend dazu berichtet Timo auch von Tests in China, für die Natrium-Ionen-Akkus in LKWs verbaut wurden. Moritz stellt danach eine hoffnungsvolle Reportage zur Entwicklung der atlantischen Meeresströmungen und den deutlich unerfreulicheren Fortschrittsbericht zur Erreichung der SDG vor.
Moritz hat eine Untersuchung der RWTH dabei, die im Auftrag des DSLV den Stromhunger der deutschen Logistik vermisst und fortschreibt. Die Zahlen sind beeindruckend groß, aber der Wert der Studie liegt für ihn eher im grundsätzlichen Aufgreifen des Themas als in der eigentlichen Prognose. Timo hat viel Zeit mit Fußball verbracht und teilt seine Gedanken und Recherchen zur Frage: wie nachhaltig ist so eine WM eigentlich? Zuletzt berichtet Moritz über die Ankunft des LKW-Batteriewechsels in Europa, zumindest gibt es eine ambitionierte Ankündigung von CATL.
Ein neues Kleidungsstück für 100 Euro ungenutzt im Schrank hängen lassen? Klingt nicht sinnvoll, denn gebraucht bringt es auf der Resale-Plattform einer Brand vielleicht noch 60 Euro. Aber wie sind die Zahlen dahinter? Schließlich wollen Bearbeitung, Versand, Plattform und die Marke selbst noch bezahlt werden. Wer Secondhand für ein einfaches Nachhaltigkeitsversprechen hält, unterschätzt, wie eng die Rechnung wirklich ist. Janis Künkler ist Head of Sales und Geschäftsführer von Trove in Europa. Trove ist Pionier im Bereich Resale- und Retourenlogistik und baut seit über 15 Jahren Secondhand-Programme für Marken wie Patagonia und Carhartt. In Europa arbeitet Trove unter anderem mit ArmedAngels und Bergzeit. Mit Janis sprechen Timo und Moritz über Fragen wie: • Was genau baut Trove eigentlich für eine Marke? • Ist Resale-Software wirklich grundlegend anders als klassische E-Commerce-Software? • Warum lohnt sich der Wiederverkauf bei allem unter 30 Euro Neupreis schlicht nicht mehr? • Wieso ist die Qualität der Produktstammdaten die größte operative Hürde? • Wo stößt KI bei der Artikelerkennung an ihre Grenzen? Eine Folge für alle, die das operative Geschäft von Secondhand besser verstehen wollen. Es geht um Margen, Stammdaten, Kreisläufe und die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit als Verkaufsargument inzwischen zweitrangig geworden ist. Jetzt reinhören!
Moritz steigt ein mit der wahrscheinlich wichtigsten Nachricht des Jahres: Die Science Based Targets Initiative veröffentlicht ihren überarbeiteten Corporate Net-Zero Standard V2.0, mit weitreichenden Folgen für Verlader und Spediteure. Timo berichtet dann über eine Studie zur Entwicklung von Stellenangeboten rund um die sogenannte Green Economy. Moritz hat Zahlen zum Lieferkettengesetz mitgebracht, die zeigen, ob und wie es eigentlich wirkt. Zum Schluss gibt es noch zwei Empfehlungen: Timo bespricht das Portal Maritim und Moritz den Newsletter „Talking Climate“ von Katharine Hayhoe.
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Observed November 4, 2026.
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