Published by Mitteldeutscher Rundfunk
Wir alle sind hormongesteuert. Hormone regulieren nicht nur die Sexualität, sondern auch Herzschlag, Blutdruck, Atmung und Schlaf. Und wenn sich einige Hormone in der Mitte unseres Lebens langsam verabschieden, kann es Probleme geben. Aktuell sind neun Millionen Frauen in Deutschland in den Wechseljahren. Und doch ist das Thema Menopause unsexy und schambehaftet. Wohl deshalb wurde bislang darüber am liebsten geschwiegen. Doch eine neue Generation Frauen kommt nun in die Wechseljahre und fordert Öffentlichkeit für das Thema. Prominente Frauen reden offen über ihre Probleme, auf sozialen Medien wird mehr und mehr darüber diskutiert. Also höchste Zeit, offen und ohne Scham über die Wechseljahre zu reden. Dieser Podcast will Frauen informieren, mit Tabus und Vorurteilen aufräumen. Zusammen mit der Frauenärztin Dr. Katrin Schaudig bespricht MDR AKTUELL-Moderatorin Katrin Simonsen die vielfältigen Symptome der Wechseljahre. Schaudig ist eine absolute Kennerin der Materie. Sie ist nicht nur Frauenärztin, sondern auch Präsidentin der Deutschen Menopause Gesellschaft. Unter anderem beantworten wir folgende Fragen: Was ist die Perimenopause? Warum können so viele Frauen nicht mehr schlafen? Wie schütze ich mich vor Inkontinenz und Osteoporose? Warum bekommen so viel Frauen auf einmal Bluthochdruck und Diabetes? Für wen eignet sich eigentlich die Hormonersatztherapie? Warum wissen viele Ärztinnen und Ärzte so wenig über die Wechseljahre? Und wir beantworten die ganz spezifischen Fragen unserer Hörerinnen. Schreibt an hormongesteuert@mdraktuell.de.
57 min
Warum nehmen viele Frauen in den Wechseljahren plötzlich zu, obwohl sich an Ernährung und Bewegung kaum etwas verändert? In dieser Folge schauen wir auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Hormon FSH, das möglicherweise eine größere Rolle bei Bauchfett, Stoffwechsel und Gehirngesundheit spielt, als bisher angenommen. In dieser Folge mit Hörerinnenfragen sprechen wir über das neue hormonfreie Medikament Elinzanetant, das bei Hitzewallungen eingesetzt wird. Katrin Schaudig erklärt, wie es wirkt, für wen es geeignet ist und welche ersten Erfahrungen es aus der Praxis gibt. Außerdem geht es um diese Fragen: Können Wechseljahresbeschwerden trotz Verhütungspflaster auftreten? Welche Alternativen gibt es, wenn Progesteron nicht vertragen wird? Warum helfen HRT und Östriolcreme nicht gegen vaginale Trockenheit? Welche Hormontherapie kommt für Frauen mit PMDS infrage? Was tun, wenn Myome unter einer Hormontherapie wachsen? Zum Abschluss gibt es eine gute Nachricht: Es gab einen ersten Pilotkurs für angehende Fachärztinnen und -ärzte zum Thema Hormonmedizin. Damit soll in der gynäkologischen Weiterbildung endlich auch das Thema Wechseljahre verankert werden. Links - Hormongesteuert zum Nachlesen - #50 Kälte-Snacks statt Diäten: Neue Wege aus der Gewichtsfalle - #52 PMDS und Migräne: Wenn Hormone krank machen - #27 Wechseljahre: Ein Myom kommt selten allein - Podcast-Tipp: WDR 2 Frag dich fit – mit Doc Esser und Johanna Inhaltsverzeichnis: 0:02:20 Bauchfett und das FSH 0:08:30 FSH regt Fettzellen an 0:09:00 FSH hemmt Fettverbrennung 0:09:20 Bauchfett hat viele FSH-Rezeptoren 0:10:00 FSH fördert Cortisol 0:12:20 Synthetische Gestagene können FSH unterdrücken 0:14:50 Hormonfreies Medikament Elinzanetant gegen Hitzewallungen 0:18:20 Welche Erfahrungen mit Elinzanetant und Fezolinetant? 0:21:50 Manchmal Nebenwirkungen mit anderen Medikamenten 0:23:00 Kann es unter einem Verhütungspflaster noch Hormonschwankungen geben? 0:26:00 Untergewichtig, seit fünf Jahren keine Blutungen mehr und nun beginnen Hitzewallungen 0:29:00 Pflaster mit synthetischem Gestagen gern auch für Frauen in der Postmenopause 0:31:20 Kann ich bei vaginaler Trockenheit auch eine Östriol-Pille nehmen? 0:38:00 PMDS und die späte Perimenopause – welche Hormontherapie? 0:42:00 Myome wachsen unter HRT – muss jetzt die Gebärmutter entfernt werden? 0:48:00 Gute Nachrichten: Endlich Ausbildungsangebot für angehende Fachärztinnen zum Thema Hormone - Erster Pilotkurs von 50 Stunden
48 min
Sie sind überall: in Plastikflaschen, Konservendosen, Kosmetikprodukten und sogar in der Luft, die wir täglich einatmen. Die Rede ist von hormonellen Disruptoren – chemischen Stoffen, die wir im Körper speichern und die unsere Hormone beeinflussen können. Kleiner Spoiler: Nach dieser Folge von "Hormongesteuert" hat Host Katrin Simonsen ihre Küchenschränke ausgemistet und sich von einigen Plastikschüsseln und Trinkflaschen getrennt. Warum? Das erfahrt ihr in dieser Episode. Zu Gast ist Professorin Annette Hasenburg, gynäkologische Onkologin und Expertin für hormonabhängige Erkrankungen. In ihrer Arbeit mit Krebspatientinnen beschäftigt sie sich intensiv mit hormonellen Disruptoren. Denn diese Stoffe können sich unter anderem im Brustgewebe, in den Eierstöcken und in der Gebärmutter anreichern und stehen im Verdacht, bestimmte Erkrankungen zu begünstigen oder deren Entwicklung zu beeinflussen. Auch mögliche Zusammenhänge mit dem Polyendokrinen Metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS – früher PCOS) und Endometriose werden in der Forschung diskutiert. Gemeinsam mit Prof. Hasenburg sprechen Dr. Katrin Schaudig und Katrin Simonsen darüber, welche hormonellen Disruptoren besonders relevant sind, wo sie in unserem Alltag vorkommen und wie sie auf unseren Körper wirken. Außerdem klären sie, warum nicht jede Frau gleichermaßen betroffen ist. Und die gute Nachricht: Wir sind diesen Stoffen nicht hilflos ausgeliefert. Prof. Hasenburg gibt praktische Tipps für den Alltag und erklärt, wie man die persönliche Belastung reduzieren kann – und welche Rolle der eigene Lebensstil dabei spielt. - Hormongesteuert zum Nachlesen - Podcast-Tipp: „Der verbotene Vater“ Wir freuen uns über Feedback und Fragen: hormongesteuert@mdraktuell.de Inhaltsverzeichnis 0:02:20 Von der Nachhaltigkeit zu den hormonellen Disruptoren 0:08:20 Was sind hormonelle Disruptoren? Und was machen sie? 0:10:47 Wie gut ist die Forschung dazu? 0:13:40 Jede Frau hat ein individuelles Risiko 0:16:55 Die bekanntesten Disruptoren und wo sie enthalten sind 0:22:20 Wo sammeln sich die chemischen Substanzen? 0:25:20 Bauen sich die Substanzen im Körper wieder ab? 0:26:50 Hormonelle Disruptoren und das PMOS (PCOS) 0:31:10 Endometriose und endokrine Disruptoren 0:35:40 Gibt es auch einen Einfluss auf die Wechseljahre? 0:39:47 Übergewicht ein großes Risiko – aber Bewegung schützt 0:43:00 Disruptoren aus dem Alltag entfernen – Empfehlungen von Prof. Hasenburg
1 hr 15 min
Angeblich ist Progesteron das Hormon, das uns als erstes in den Wechseljahren abhandenkommt. Das kann man im Internet und auch in vielen Büchern und Blogs lesen. Doch diese Erzählung vom allmählichen Progesteronmangel ist leider ein Mythos, der sich hartnäckig hält. Tatsächlich ist die hormonelle Situation zu Beginn der Wechseljahre alles andere als linear: Statt eines langsamen Mangels erleben viele Frauen ein intensives Auf und Ab. Solange ein Eisprung stattfindet, wird auch Progesteron gebildet – die Lage ist also deutlich komplexer, als vielerorts beschrieben. Gemeinsam mit Dr. Katrin Schaudig bespricht Host Katrin Simonsen in dieser Folge von "Hormongesteuert" die aktuelle Studienlage. Schaudig erklärt, warum die pauschale Empfehlung zur Progesteron-Einnahme gerade in der frühen Phase der Wechseljahre häufig nicht zielführend ist – und warum es so wichtig ist, den eigenen Körper und die individuellen Veränderungen besser zu verstehen. Eine Folge für alle, die fundierte Antworten suchen – und genug haben von simplen Erklärungen für komplexe Prozesse. Links - Hormongesteuert zum Nachlesen - #52 PMDS und Migräne: Wenn Hormone krank machen - #48 Schlafprobleme – was wirklich hilft - Podcast-Tipp: TV-Serie " Bin ich schön? " Wir freuen uns über Feedback und Fragen: hormongesteuert@mdraktuell.de Inhaltsverzeichnis: 0:01:30 Progesteronmangel in der Perimenopause ist ein Mythos 0:06:50 Progesteron nur in der zweiten Zyklushälfte 0:08:10 Erster Befund: Im Verhältnis zu viel Progesteron 0:12:50 Manchmal gibt es auch einen relativen Progesteronüberschuss 0:15:00 Zweiter Befund: Im Verhältnis zu wenig Progesteron 0:16:20 Dritter Befund: Follikelpersistenz und Östrogendominanz 0:17:40 Blutungen auch ohne Eisprung und ohne Progesteron? 0:20:40 Dauerblutungen meist Zeichen für Progesteronmangel 0:23:10 Östrogendominanz durchbrechen und abbluten 0:25:00 Kritik an der standardmäßigen Gabe von Progesteron 0:29:40 Zyklische Einnahme in der Perimenopause 0:31:00 Ist Progesteron ein Wohlfühlhormon? 0:35:10 Manche Frauen vertragen gar kein Gestagen 0:39:40 Dydrogesteron ist gute Alternative zum Progesteron 0:42:00 Progesteron und Dydrogesteron meist zu gering dosiert 0:44:40 Progesteron beeinflusst Gefäßweite und Blutdruck? 0:47:20 Unterstützt Progesteron Brustgewebe, Knochen und Schleimhäute? 0:49:30 Wirkt Progesteron entzündungshemmend? 0:54:00 Brauche ich Progesteron postmeno auch ohne Gebärmutter? 0:57:00 Niedrige Östrogengabe auch ohne Progesteron möglich? 1:04:00 Reicht Progesteron nur zweimal in der Woche? 1:06:30 Kann ich Progesteron über die Haut nehmen?
49 min
Es beginnt oft ganz harmlos: Ein leichtes Brennen, ein Fremdkörpergefühl, müde Augen am Abend. Zuerst denkt man an zu viel Bildschirmzeit, zu wenig Schlaf. Doch trockene Augen sind auch typisch für die Wechseljahre. Trockene Augen sind im Alter ein Thema bei Frauen und Männern. Doch Frauen sind deutlich häufiger betroffen. Jede zweite Frau klagt ab 50 über trockene Augen. Und das hat eben auch mit unseren Hormonen zu tun. Ärztinnen und Ärzte sprechen beim trockenen Auge längst von einer Volkskrankheit. Und trotzdem wird sie häufig unterschätzt – oder einfach hingenommen. Für diese Folge haben sich Host Katrin Simonsen und Frauenärztin Dr. Katrin Schaudig wieder eine Expertin eingeladen. Prof. Elisabeth Messmer ist Augenärztin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und gilt als DIE Expertin in Deutschland für das Thema trockene Augen. Sie erklärt in dieser Folge des Podcasts "Hormongesteuert", was man über die Entstehung des trockenen Auges weiß und warum gerade in den Wechseljahren unsere Augen aus dem Gleichgewicht geraten können. Fehlt den Augen das Östrogen? Welche Rolle spielt das Testosteron für unsere Augengesundheit? Kleiner Spoiler: Es ist keine gute Idee, die Beschwerden einfach auszuhalten. Denn es geht um mehr als nur ein bisschen Trockenheit: Unbehandelt können trockene Augen die Lebensqualität massiv einschränken – und im schlimmsten Fall sogar die Augengesundheit gefährden. Was empfiehlt Prof. Messmer ihren Patientinnen? Und hilft auch eine Hormontherapie unseren trockenen Augen? Diese Folge liefert Antworten, Einordnung und konkrete Tipps. Links: - Hormongesteuert zum Nachlesen - Podcast-Tipp: IQ - Wissenschaft und Forschung Ihr könnt uns gern schreiben: hormongesteuert@mdraktuell.de Inhaltsverzeichnis 0:01:30 Warum sind so viele Frauen betroffen? 0:03:00 Welche Rolle spielen die Sexualhormone? 0:08:00 Wie zeigt sich das trockene Auge? 0:08:40 Schleiersehen, Sehschwankungen, Tränenträufeln 0:11:20 Andere Ursachen für das trockene Auge 0:13:10 Diagnostik beim trockenen Auge 0:15:10 Therapiemöglichkeiten bei fehlender Tränenflüssigkeit 0:18:20 Pflege der Meibomdrüsen 0:21:50 Für die Nacht eine Augencreme? 0:23:30 Studie: Macht Östrogen ein trockenes Auge? 0:26:00 Reduktion der Androgene macht das Problem 0:27:50 Welche Gestagenpille bei trockenem Auge? 0:29:40 Was bringen Augentropfen mit Östrogen oder Testosteron? 0:36:00 Soll ich wegen der Augen mit einer Hormontherapie beginnen? 0:38:00 Triggert das trockene Augen eine Bindehautentzündung? 0:40:20 Lichtempfindlichkeit nimmt zu 0:43:00 Vitamine oder bestimmte Ernährung fürs Auge? 0:46:40 Wie oft zum Augenarzt?
1 hr 15 min
Das weibliche Herz. Unsere Hormone. Und die große Frage: Wie bleiben wir möglichst gesund – bis ins hohe Alter? In dieser Folge bekommt ihr nicht nur Antworten, sondern echtes Aha-Wissen. Eins ist klar: Unsere Herzgesundheit verdient gerade in den Wechseljahren unsere volle Aufmerksamkeit. Seit mehr als zweieinhalb Jahren sprechen Host Katrin Simonsen und Hormonexpertin Dr. Katrin Schaudig im Podcast "Hormongesteuert" über die Wechseljahre. Und immer wieder sorgen Gäste für Überraschungen – mit neuen Studien, spannenden Erkenntnissen und Fakten, die man so noch nicht gehört hat. Diese Folge ist deshalb ein echtes Must Listen für alle Frauen. Denn unser Herz ist der Schlüssel dazu, wie wir altern – und wie hoch unser Risiko für einen Herzinfarkt ist. Und trotzdem wissen viele Frauen viel zu wenig darüber, was in ihrem Körper wirklich passiert. Mit dabei: Prof. Sandra Eifert, Herzexpertin und Gendermedizinerin vom Herzzentrum Leipzig. Sie nimmt uns mit in die Welt unseres Herz-Kreislauf-Systems – und erklärt, warum gerade Frauen genauer hinschauen sollten. Darum geht es: Warum der Blutdruck alles andere als konstant ist. Was Wut, Stress, Kaffee – und sogar Tee – damit machen. Und warum es manchmal gesünder ist, negative Gefühle rauszulassen, statt sie runterzuschlucken. Wir sprechen darüber, was Stress in Hirn und Gefäßen wirklich anrichtet. Und warum er für Frauen oft besonders gefährlich ist. Außerdem gibt es neue medizinische Entwicklungen, die Hoffnung machen – zum Beispiel für Frauen mit erhöhtem Lipoprotein(a). Links - Hormongesteuert zum Nachlesen - Hormongesteuert #13: Wenn das Herz in die Wechseljahre kommt - https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:d52ca027a23b8fe6/ - Podcast-Tipp: Die ErnährungsDocs - Essen als Medizin - https://1.ard.de/Ernaehrungs-Docs_Podcast Feedback und Anregungen gern an hormongesteuert@mdraktuell.de Inhaltsverzeichnis: 0:02:20 Warum steigt bei den Frauen der Blutdruck? 0:05:10 Blutdruck schwankt im Tagesverlauf – aber wann muss man reagieren? 0:10:40 Hörerinfrage: Perimenopause und schwankender Blutdruck 0:14:30 Gestagen Drospirenon wirkt entwässernd und kann helfen 0:15:30 Hörerinnenfragen zur Hormontherapie und Bluthochdruck 0:23:10 Welche Blutdruckmedikamente werden gern eingesetzt? 0:25:10 Betablocker für Frauen manchmal sogar gefährlich 0:28:50 Studie: Frauenherzen reagieren stärker auf Stress 0:36:20 Hörerinfrage: Erhöhter Puls und Herzstolperer 0:42:20 Welche Mineralstoffe und Vitamine fürs Herz? 0:44:00 Hörerinfrage: Gestagenpille und Herzrasen 0:45:30 Bei erhöhtem Herzschlag auch Ferritin-Speicher messen 0:47:20 Viele Fragen rund um das Lipoprotein(a) 0:53:30 Hormongabe trotz vorhandener Plaques? 1:03:50 Autoimmunerkrankungen erhöhen unser Herz-Kreislaufrisiko 1:08:20 Mikrozirkulationsstörung und Makuladegeneration
1 hr 0 min
Werden die Wechseljahre gerade kränker gemacht, als sie sind? Und welche Symptome kann man eindeutig der Hormonumstellung zuordnen? Das ist eine Diskussion, die gerade medial geführt wird. Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sagen die einen und finden die ganze Debatte überzogen. Die anderen geben zu bedenken, dass die Symptome der Wechseljahre das Leben der Frauen dramatisch beeinträchtigen können. Wer hat Recht? Häufig wird eine Studie von 2014 der Dresdner Ärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Prof. Kerstin Weidner, zitiert. Die besagt, dass nur Hitzewallungen eindeutig den Wechseljahren zugeordnet werden können. Alle anderen Symptome, wie Schlafstörung, Depression, Konzentrationsprobleme etc., hätten andere Ursachen und würden auch bei Männern und jüngeren Frauen beobachtet. Also alles halb so wild mit den Wechseljahren? Ist die Diskussion um die Wechseljahre übertrieben? Host Katrin Simonsen und Hormonexpertin Dr. Katrin Schaudig schauen sich in dieser Folge von Hormongesteuert die Dresdner Studie genauer an. Was wurde untersucht? Wie sind die Studienergebnisse erklärbar? Welche anderen Studien gibt es? Und wie unterscheidet man, ob ein Symptom durch die Hormonumstellung ausgelöst wurde oder nicht? Katrin Schaudig erklärt, warum sie Teile der Studie sehr sieht. Außerdem werden in dieser Folge wieder Hörerinnenfragen beantwortet. Links - Hormongesteuert zum Nachlesen - Podcast-Tipp: Eltern ohne Filter - https://1.ard.de/eltern-ohne-filter-1 Feedback und Anregungen gern an hormongesteuert@mdraktuell.de Inhaltsverzeichnis: 0:02:00 Was genau ist die Dresdner Studie? 0:05:20 Wechseljahrefrauen machten nur 24 Prozent in der Studie aus 0:07:30 Wie sich erklärt, dass auch Männer viele Symptome ankreuzen 0:12:10 Warum tritt bei den Frauen zwischen 45 bis 59 Jahren keine Häufung der Symptome auf? 0:15:00 Zieht das Argument der besonderen Lebensereignisse in den Wechseljahren? 0:18:50 Mittlerweile 30 mögliche Wechseljahre-Symptome – wo kommt diese Liste her? 0:22:10 Schmaler Grat zwischen Aufklärung und Pathologisierung? 0:26:10 Immer auch körperliche Ursachen checken lassen 0:30:00 Hormone sind keine Schwäche, sondern die Superkraft der Frauen 0:32:00 Hörerinnenfragen: Kann man mit Endometriose auch ein Kombipflaster zur Hormontherapie nehmen? 0:39:00 Hilft das Kombipflaster bei Blutungsstörungen? 0:40:00 Kann auch eine doppelte Dosis Dydrogesteron den Zyklus bremsen? 0:43:00 "Zombiehormone" 0:50:00 Darf ich zu Östrogen und Progesteron auch zusätzlich DHEA nehmen? 0:55:10 Warum nehme ich in der Postmenopause jeden Infekt mit?
1 hr 7 min
"Mein Leben zerfällt in zwei Teile: Vor dem Eisprung und danach." Das hört Katrin Schaudig oft von Frauen mit PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung). PMDS, das ist eine angeborene Erkrankung, bei der vor allem psychische Symptome in der zweiten Zyklushälfte stark ausgeprägt sind. Was steckt dahinter? Und warum wird es in den Wechseljahren schlimmer? Betroffen sind vor allem neurosensible Frauen. Ihr Gehirn reagiert besonders sensibel auf Hormonschwankungen. Schon die üblichen zyklischen Veränderungen können Stress, emotionale Belastung und körperliche Symptome auslösen. Doch was bedeutet es für diese Frauen, wenn die Perimenopause mit ihrem massiven hormonellen Auf und Ab beginnt? Host Katrin Simonsen spricht mit der renommierten Hormonexpertin Dr. Katrin Schaudig und ihrer Praxispartnerin Dr. Anneliese Schwenkhagen. Schwenkhagen ist fasziniert von den Effekten, die Hormone in unserem Gehirn bewirken können. Sie hat sich intensiv mit Frauen beschäftigt, die an PMDS leiden. Warum trifft es diese Frauen so massiv? Und welche Möglichkeiten gibt es, ihnen wirklich zu helfen? Außerdem geht es um zyklische Migräne: Was ist hier der hormonelle Auslöser? Und weshalb erleben manche Frauen ausgerechnet in der Perimenopause zum ersten Mal eine Migräne mit Aura? Links - Hormongesteuert zum Nachlesen - Podcast-Tipp: Tschüss Kohle, Hallo Kohle - https://1.ard.de/tschuess-kohle Feedback und Anregungen gern an hormongesteuert@mdraktuell.de Inhaltsverzeichnis 0:02:20 Unterschied zwischen PMS und PMDS 0:04:50 PMDS ist eine Krankheit und wird diagnostiziert 0:07:50 Wann geht es mit dem PMDS im Zyklus los? 0:08:30 Progesteron nach dem Eisprung löst PMDS aus 0:10:50 GABA-Rezeptor ist bei den Frauen verändert 0:12:50 Störung im Serotonin-System 0:14:00 Veränderungen im neuronalen Netzwerk 0:19:00 PMDS wird gerade bei jungen Frauen oft nicht erkannt 0:22:50 Frauen werden meist erst mit Mitte 30 behandelt 0:25:30 diese Frauen haben hohes Risiko für eine Depression in der Perimenopause 0:26:50 Hörerinnenfrage: Nur noch eine gute Woche 0:28:30 Was sind die Therapiemöglichkeiten? 0:31:20 PMDS-Frauen vertragen kein Progesteron 0:34:00 Einzelne Frauen vertragen auch synthetisches Gestagen nicht 0:37:20 Gehirnverschaltungen und Pille – daran wird gerade geforscht 0:38:20 Hörerinnenfrage: Slinda und PMDS 0:42:50 Hörerinnenfragen: Hormonspirale bei PMDS? 0:44:10 PMDS-Frauen vertragen auch in der Postmenopause kein Progesteron 0:47:00 Zyklische Migräne in der Perimenopause 0:51:00 Welches Hormon löst die Migräne aus? 0:52:40 Frauen mit Migräne haben schnelleren Östrogenabfall 0:53:30 Hohe Östrogenspiegel der Perimenopause triggert Auren 0:55:50 Hörerinnenfrage: Dürfen Migränepatientinnen Hormone nehmen? 0:58:00 Kein Ethinylestradiol bei Migräne mit Aura 1:02:00 Magnesium und Ausdauersport können helfen
1 hr 10 min
Die Perimenopause ist das, was wir auch oft als Wechseljahre bezeichnen. Wir bluten noch und trotzdem gerät der Zyklus bereits durcheinander. Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen sind bei vielen Frauen die ersten Symptome. Während ein Drittel diese Jahre ohne größere Beschwerden erlebt, gerät bei anderen Frauen der Körper völlig außer Kontrolle. Sie erkennen sich selbst nicht wieder und schaffen den Alltag nicht. In der Perimenopause ist es nicht der Hormonmangel, der die Probleme macht, es ist im Gegenteil oft ein Zuviel an Hormonen. Unser Zwischenhirn versucht mit aller Macht, die Eierstöcke anzutreiben und das kann bei manchen Frauen zu mehreren Eisprüngen im Zyklus führen. Eigentlich wäre das biologisch nicht möglich. Doch in dieser Umstellungsphase gerät jetzt vieles außer Rand und Band. Anhand von Hörerinnenfragen führen wir Euch in dieser Folge durch die verschiedenen Phasen der Perimenopause und erklären, was in den Eierstöcken und im Gehirn passiert. Wir schauen uns an, wie man dann eine Hormontherapie beginnen kann und warum es manchmal mit bioidentischen Hormonen nicht klappt. Links - Hormongesteuert zum Nachlesen - Podcast-Tipp: Die Abnehmspritze - Schlank um jeden Preis - https://1.ard.de/ARDGESUND_Die-Abnehmspritze Feedback und Anregungen gern an hormongesteuert@mdraktuell.de Inhaltsverzeichnis 0:02:40 Ist das die klassische Perimenopause? 0:04:00 Wieso kommt es zu diesen Hormonschwankungen? 0:07:50 Zweiter Eisprung und der nachlassende Effekt von AHM und Inhibin 0:09:40 Hormonschwankungen bei jeder Frau unterschiedlich stark ausgeprägt 0:14:00 Müsste nicht das Progesteron vom ersten Eisprung einen zweiten Eisprung verhindern? 0:21:30 Warum zyklische Progesteroneinnahme in der Perimenopause? 0:30:40 Zyklus schwankt zwischen 20 und 119 Tagen – darf ich Progesteron durchgängig nehmen? 0:37:00 Kann man mit 45 bioidentische Hormone auch schlucken? 0:41:30 Cyclo-Progynova nach Eierstockentfernung mit 44 Jahren? 0:46:40 Wann empfiehlt man die Gestagenmonopille in der Perimenopause? 0:49:00 Diverse Symptome unter der Slinda – was soll ich tun? 0:53:20 Durchgängige Blutung unter Gestagenpille 0:55:30 Hoher Puls und Kopfschmerzen unter Dienogest trotz Östrogenpflaster 0:58:30 Statt Gestagenmonopille eine Kombipille nehmen? 1:01:10 Hormontherapie nach Schlaganfall? 1:04:20 Seltene Symptome: trockener Mund, Kribbeln in Händen und Füßen
1 hr 7 min
Viele Frauen in den Wechseljahren empfinden es als echt nerviges Problem. Auf einmal wächst das Bauchfett und die Figur scheint sich komplett zu verändern. Auch in der Frauenarztpraxis von Dr. Katrin Schaudig ist die Gewichtszunahme in den Wechseljahren ein großes Thema. Die Pfunde sitzen hartnäckig vor allem in der Körpermitte. Was können wir tun? Wie bekommen wir unseren Stoffwechsel wieder auf Trab, ohne ständig neue Diäten zu machen? Das fragen Katrin Simonsen und Dr. Katrin Schaudig den Stoffwechselforscher Dr. Tim Hollstein. In seinem Buch "Das Kuchen-Paradox" beschreibt er, was er über die unterschiedlichen Stoffwechseltypen herausgefunden hat. Warum nehmen die einen gefühlt schon zu, wenn sie an Kuchen auch nur denken? Und warum können andere alles essen, ohne dicker zu werden? Hollstein erzählt, welche Rolle das "braune Fett" für den Stoffwechsel spielt. Warum es im Laufe des Lebens weniger wird und warum es sich lohnt, es durch Kälte zu aktivieren. Aber keine Angst. Ihr müsst nicht stundenlang im Eiswasser baden, um den Stoffwechsel anzukurbeln. Tim Hollstein spricht von "Kälte-Snacks". Und er hat noch viele andere Tipps mitgebracht, die in der Summe echt etwas bringen können. Links - Hormongesteuert zum Nachlesen - Podcast-Tipp: 40+ Nur für Frauen - https://1.ard.de/40plus-die-podcast-therapie Feedback und Anregungen gern an hormongesteuert@mdraktuell.de Inhaltsverzeichnis: 0:03:00 Gewichtszunahme in den Wechseljahren großes Thema 0:05:30 Braunes Fettgewebe und Östrogen 0:07:30 Nimmt man durch die Hormontherapie ab? 0:10:45 Sparsamer und verschwenderischer Stoffwechseltyp – Blick in die Forschung 0:18:30 Was hat sich die Evolution dabei gedacht? 0:23:30 Was ist das braune Fett und was kann das? 0:31:20 Braunes Fett und der Winterschlaf 0:35:20 Wie viel Kälte muss sein? 0:38:30 Durch Kälte allein nimmt man nicht ab 0:43:10 Stoffwechsel-Tipp: Rohes Gemüse vor der Hauptmahlzeit 0:46:50 Stoffwechsel-Tipp: Proteine in jeder Mahlzeit 0:49:20 Stoffwechsel-Tipp: Nahrungsverpackung 0:50:00 Stoffwechsel-Tipp: Intervallfasten 0:53:00 Stoffwechsel-Tipp: Spaziergang nach dem Essen 1:01:00 Kann ich gezielt beim Bauchfett abnehmen? 1:02:40 Was tun gegen die Fettleber?
1 min
Am 7. April startet Hormongesteuert in eine neue Staffel! Es geht um das elende Bauchfett in den Wechseljahren, um PMDS und vieles mehr. Katrin Simonsen und Katrin Schaudig machen Euch fit für eine bewegte Lebensphase.
1 hr 4 min
Zum Thema Wechseljahre und Hormontherapie gibt es einen enormen Wissensdurst. Schützen Hormone vor Demenz? Haben Diabetes-Patientinnen durch die Hormontherapie ein höheres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall? Unsere Hörerinnen haben uns zwei Studien geschickt, die sich Dr. Katrin Schaudig für diese Folge mal genauer angeschaut hat. Außerdem wollen unsere Hörerinnen wissen, wo um Himmelswillen auf einmal diese Wut herkommt. Wie lange man das Testosterongel ohne Sorge vor Nebenwirkungen nehmen kann. Ob es gefährlich ist, wenn der FSH-Wert bei 200 IU/L liegt. Und ob es wahr ist, dass das Östrogengel die verhütende Wirkung der Gestagenmonopille aufhebt. Hört rein und macht euch schlau! Wichtiger Hinweis: Diese Folge ist das Finale von Staffel 4. Hormongesteuert macht eine kurze Pause. Mit neuen Themen und tollen Expertinnen und Experten sind wir dann Anfang April zurück! Damit ihr nichts verpasst, abonniert unseren Podcast, aktiviert die Glocke und lasst gern ein paar Sterne und Kommentare für uns da. Links: - Podcast-Tipp: Die großen Fragen in 10 Minuten - https://1.ard.de/DGF - Hormongesteuert #16 Lust und Energie: Was Testosteron bei Frauen kann - https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:64658a7bc38ab112/ - Hormongesteeurt #18 Inkontinenz und Wechseljahre - https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:fd3045a1ca28a0e2/ - Hormongesteuert zum Nachlesen - Feedback und Anregungen gern an hormongesteuert@mdraktuell.de Inhaltsverzeichnis: 0:01:50 Studie zu Typ-2-Diabetes: Hormontherapie nach Menopause könnte Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen 0:10:58 Übersichtsarbeit zur Frage: Schützen Hormone vor Demenz? 0:15:00 Kann ich meinen FSH-Wert mit einem Urintests bestimmen? 0:19:38 Ist ein FSH-Wert von 200 IU/L gefährlich? 0:25:48 Muskelschmerzen, Herzrasen und Schwitzen unter der Dreimonatsspritze 0:32:00 Wie viel Testosteron und wann muss kontrolliert werden? 0:40:00 Erhöht Testosteron das Brustkrebsrisiko? 0:41:20 Stimmungsschwankungen mit Wutausbrüchen 0:44:00 Beeinflusst die Hormontherapie meine Schilddrüsenmedikamente? 0:46:50 Trotz Gebärmutterentfernung noch Progesteron nehmen? 0:50:20 Welche Erfahrungen gibt es zur Langzeiteinnahme von Ryeqo? 0:54:20 Hebt Östrogengel die verhütende Wirkung von Slinda auf? 0:55:40 Zufallsbefund Hämangiom: Darf ich Hormone nehmen? 1:00:00 Verstärkt vaginales Progesteron die Belastungsinkontinenz?
1 hr 11 min
Nicht schlafen können – das ist eine Horrorvorstellung. Für viele Frauen aber gerade in der Mitte des Lebens sind Ein- oder Durchschlafprobleme Realität und viele sind verzweifelt. Denn, wenn man nicht schlafen kann, fehlt die Kraft für alles. „Mitten in der Nacht macht es "Ping" im Kopf, man wacht auf und weiß, dass man nicht wieder einschlafen kann“, so schildert es Hormonexpertin Dr. Katrin Schaudig. Von eben auf jetzt ist es mit dem Schlafen schwierig. Viele Frauen beschreiben die Schlafstörung als das Symptom, das Sie am meisten belastet. Deshalb haben sich Katrin Schaudig und Katrin Simonsen einen Schlafmediziner eingeladen. Prof. Ingo Fietze behandelt seit vielen Jahren Frauen und Männer mit Schlafstörungen in der Sprechstunde der Berliner Charité. Was ist schlechter Schlaf? Ab wann ist es eine Schlafstörung? Wie tauglich sind die Tipps zur Schlafhygiene? Was bringen pflanzliche Schlafhelfer, Melatonin oder L-Tryptophan? Und ist die Angst vor Schlaftabletten berechtigt? Diese und noch mehr Fragen rund ums Schlafen werden in dieser Folge beantwortet. Links: - Hormongesteuert zum Nachlesen - Podcast-Tipp: Ein Zimmer für uns allein https://1.ard.de/EinZimmerfuerunsallein -Feedback und Anregungen gern an hormongesteuert@mdraktuell.de Inhaltsverzeichnis: 0:02:30 Was ist schlechter Schlaf? 0:05:20 Wann ist es eine chronische Schlafstörung? 0:07:20 Woher kommen Schlafstörungen in den Wechseljahren? 0:10:50 Menopause kann Trigger sein für Schlafstörung 0:14:20 Gibt es mehr Frauen mit Schlafstörungen? 0:17:30 Kann man sich auch vom guten zum schlechten Schläfer entwickeln? 0:18:50 Hormontherapie gegen Schlafstörungen 0:24:00 Welche Diagnostik macht der Schlafmediziner? 0:29:10 Beim nächtlichen Aufwachen nicht aufregen 0:32:20 Können Baldrian und Melatonin helfen? 0:36:30 Vitamin D und Magnesium oder Ashwaganda für besseren Schlaf 0:38:20 Aminosäure L-Tryptophan hilft 15 Prozent der schlechten Schläferinnen 0:41:10 Stört eventuell zu hohes Cortisol den Schlaf? 0:43:30 Eine Nacht mal schlafen mit Antihistaminika? 0:45:00 Antidepressivum gering dosiert 0:50:00 Was halten Sie von den sogenannten Z-Präparaten? 0:53:00 Das neue Schlafmittel Daridorexant 0:57:10 Wann muss ich das Schlafmittel wieder absetzen? 1:00:00 Z-Präparate können nach Bedarf genommen werden 1:03:00 Kurze Fragerunde mit Hörerinnenfragen
59 min
Bluttest, Ultraschall, Gestagenpille oder bioidentische Hormone: Für Frauen in den Wechseljahren kann die Liste der Untersuchungen und nötigen Medikamente lang werden. Doch wer übernimmt die Kosten? Frauen in den Wechseljahren haben eine Vielzahl von Symptomen. Die ärztliche Beratung braucht Zeit. Und wenn die Frau dann eine Hormontherapie begonnen hat, sollte regelmäßig kontrolliert werden, um die richtige Dosis zu finden. Doch das, was medizinisch möglich ist, ist nicht immer Kassenleistung. Zudem belasten bestimmte Medikamente das Budget der Ärztinnen. Wir wollen uns deshalb mal genauer anschauen, welchen Zwängen Ärzte und Ärztinnen unterliegen und welche Kosten auf die Frauen zukommen können. Gynäkologin Dr. Katrin Schaudig legt die Karten auf den Tisch. Was wird von den Kassen übernommen? Was müssen die Patientinnen selbst bezahlen? Und wie teuer kann es dann werden? Warum tun sich Ärzte und Ärztinnen manchmal schwer, bestimmte neue Medikamente zu verschreiben? Und wusstet ihr, dass es sich für niedergelassene Ärztinnen oft nicht lohnt, neue Patientinnen aufzunehmen? Wir erklären Euch, warum das so ist. Links: - Podcast-Tipp: Hormonersatztherapie - Mythen, Chancen und Risiken (IQ - Wissenschaft und Forschung vom BR) - https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:0a60decd78cbb543/ - Hormongesteuert #29 Bauchfett, geh weg! - https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:15d7a5010b033967/ - Hormongesteuert zum Nachlesen Feedback und Anregungen gern an hormongesteuert@mdraktuell.de Inhaltsverzeichnis: 0:02:20 Ärzte unterliegen dem „WANZ“ Prinzip – Was ist das? 0:06:30 Auch die Anzahl der Patientinnen wird budgetiert 0:10:10 Welche Vorsorgeuntersuchungen mit Mitte 40 bezahlt die Kasse? 0:11:40 Ist der Ultraschall der Gebärmutter eine Kassenleistung? 0:12:45 Erste Symptome der Wechseljahre – darf die Ärztin einen Bluttest machen? 0:16:30 Bluttest versus Speicheltest 0:17:10 Bei Verdacht auf Myom oder Zyste wird der Ultraschall bezahlt 0:20:20 Wer bezahlt den Brustultraschall? 0:24:20 Gestagenmonopille in der Perimenopause muss in der Regel selbst bezahlt werden 0:30:30 Perimenopause: Wir arbeiten meist im Off-Labe-Use. 0:33:10 Muss ich die bioidentischen Hormone auch selbst bezahlen? 0:36:00 Vaginales Östriol auf Kassenrezept? 0:38:20 Und was ist mit Testosteron? 0:41:50 Warum belasten Ryeqo und Yselty das Budget der Ärztinnen so stark? 0:48:50 Metformin bei Insulinresistenz nur auf Privatrezept 0:52:20 Wer zahlt das hormonfreie Medikament Veoza gegen Hitzewallungen? 0:54:40 Warum droht den Frauenärztinnen manchmal ein Regress? 0:56:50 Was kosten eigentlich Ultraschall-Untersuchungen und die Knochendichtemessung? (00:00:00) Intro (00:02:16) Ärzte unterliegen dem WANZ-Prinzip - Was ist das? (00:06:18) Auch die Anzahl der Patientinnen wird budgetiert (00:10:04) Welche Vorsorgeuntersuchungen mit Mitte 40 bezahlt die Kasse? (00:11:31) Ist der Ultraschall der Gebärmutter eine Kassenleistung? (00:12:29) Erste Symptome der Wechseljahre – darf die Ärztin einen Bluttest machen? (00:16:23) Bluttest versus Speicheltest (00:17:03) Bei Verdacht auf Myom oder Zyste wird der Ultraschall bezahlt (00:20:17) Wer bezahlt den Brustultraschall? (00:24:14) Gestagenmonopille in der Perimenopause muss in der Regel selbst bezahlt werden (00:30:16) Perimenopause: Wir arbeiten meist im Off-Labe-Use. (00:32:47) Muss ich die bioidentischen Hormone auch selbst bezahlen? (00:35:42) Vaginales Östriol auf Kassenrezept? (00:38:24) Und was ist mit Testosteron? (00:41:46) Warum belasten Ryeqo und Yselty das Budget der Ärztinnen so stark? (00:48:49) Metformin bei Insulinresistenz nur auf Privatrezept (00:52:14) Wer zahlt das hormonfreie Medikament Veoza gegen Hitzewallungen? (00:54:41) Warum droht den Frauenärztinnen manchmal ein Regress? (00:56:38) Was kosten eigentlich Ultraschall-Untersuchungen und die Knochendichtemessung?
1 hr 14 min
Die Wechseljahre sind medial schon seit zwei Jahren ein Dauerbrenner. An der schlechten Versorgung der Frauen hat sich dadurch noch nicht viel geändert. Für 2025 gibt es aber trotzdem einige Erfolgsmeldungen! Die wichtigste Nachricht ist, dass die große Koalition die Wechseljahre in den Koalitionsvertrag geschrieben hat. Das war nicht zu erwarten, sagt die Journalistin und Autorin Miriam Stein, die 2022 die Bewegung #wirsind9millionen ins Leben gerufen hat. Unterstützt von vielen Frauen, Ärztinnen und Aktivistinnen forderte #wirsind9millionen eine bessere medizinische Aufklärung und Versorgung sowie gesellschaftliche Sichtbarkeit und politische Strukturen für die Wechseljahre. In dieser Podcastfolge spricht Host Katrin Simonsen mit Dr. Katrin Schaudig und Miriam Stein über das, was sich da gerade tut. Es geht um eine bessere Ausbildung für Medizinerinnen und Mediziner, um Gespräche im Gesundheits- und Forschungsministerium, das Modellprojekt der Wechseljahreberatung W1 in Bayern und das Interesse der Wirtschaft am Thema. Außerdem reden wir über die aktuelle gesellschaftliche Debatte, die so vielschichtig ist wie die Frauen selbst. Freut euch auf einen launigen Rückblick auf 2025! Links - Hormongesteuert zum Nachlesen - Podcast-Tipp: Ungebremst – Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt - https://1.ard.de/ungebremst Inhaltsverzeichnis 0:03:20 Wie das Thema Wechseljahre zu Miriam Stein kam 0:07:30 Brain Fog und Wortfindungsstörungen auch eine Folge des schlechten Schlafes 0:09:40 "Die gereizte Frau" und die Bewegung #wirsind9millionen 0:15:00 Die Wechseljahre im Bundestag 0:24:50 Um etwas zu verändern, brauchen wir auch die Männer 0:26:00 Die gesellschaftliche Debatte bringt viele Meinungen hervor 0:29:50 Die Wechseljahre im Koalitionsvertrag – und nun? 0:31:50 Elf Millionen Euro für die Forschung 0:35:50 Modellprojekt Wechseljahreberatung W1 in Bayern 0:42:00 Warum sich die Behauptung so hartnäckig hält, dass auch Männer Wechseljahre hätten 0:45:30 Neues Curiculum für die Facharztausbildung 0:48:20 Mehr Mitglieder in der Deutschen Menopause Gesellschaft 0:50:30 Die Suche nach einem guten Frauenarzt/einer guten Frauenärztin 0:53:30 Wechseljahre im Arbeitsleben 1:02:10 Ist das Reden über die Wechseljahre antifemenistisch? 1:06:00 Die Postmenopause ist der letzte große Lebensraum 1:09:00 Welche Projekte stehen 2026 an? Feedback und Anregungen gern an hormongesteuert@mdraktuell.de
1 hr 24 min
Bei vielen Wechseljahressymptomen ist eine Hormontherapie eine gute Option. Doch was, wenn Frauen wegen einer Brustkrebsdiagnose keine Hormone nehmen dürfen? Welche Alternativen gibt es dann? Viele Krebspatientinnen fühlen sich alleingelassen. Nach Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie ist zwar der Krebs erstmal gebannt, aber die Lebensqualität ist stark beeinträchtigt. Denn gerade bei hormonabhängigen Tumoren müssen die Frauen für einige Jahre auch noch eine Antihormontherapie machen. Damit werden sie direkt in die Postmenopause katapultiert. Die Folgen sind unter anderem Erschöpfung, chronisches Fatigue, Gelenkschmerzen und Hitzewallungen. Doch was können diese Frauen tun, damit es ihnen besser geht? Wie kann man Ihnen helfen? Das besprechen Katrin Simonsen und Dr. Katrin Schaudig in dieser Folge mit einer Expertin für Komplementärmedizin. Die Gynäkologin Dr. Reinhild Georgieff leitet die Komplementärsprechstunde an der Uniklinik Leipzig. Dort berät sie Patientinnen während einer Krebsbehandlung und danach. Welche konkreten Tipps hat sie gegen Hitzewallungen, Gelenkschmerzen oder Schlafstörungen? Warum ist es wichtig, auch nach bestimmten Vitaminen zu schauen und welchen Effekt haben Sport und Akkupunktur? Dr. Schaudig und Dr. Georgieff beantworten im Podcast auch Hörerinnenfragen zum Thema. Link: - #20 Mit Pflanzenpower durch die Wechseljahre - https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:d2ebf39b1245e36e/ - Hormongesteuert zum Nachlese n - Podcast-Tipp: Der Bruch vom rbb - https://1.ard.de/der-bruch Inhaltsverzeichnis: 0:02:00 Was ist Komplementärmedizin? 0:04:45 Frauen fühlen sich nach Brustkrebsbehandlung alleingelassen 0:08:40 Was sind die typischen Beschwerden während einer Krebstherapie und danach? 0:10:00 Was macht die Antihormontherapie? 0:15:00 Was wäre die Komplementärmedizin bei Schlafstörungen, Hitzewallungen, Gelenkschmerzen? 0:17:00 Cimicifuga (Traubensilberkerze) – was ist zu beachten bei der Auswahl der Präparate? 0:19:26 Vorsicht mit Johanniskraut bei Antihormontherapie 0:25:50 Was ist die S3-Leitlinie für Komplementärmedizin? 0:26:50 Auch auf die Vitamine schauen – onkologische Patienten meist unterversorgt 0:30:00 Warum Selen und Omega 3 für Krebspatientinnen wichtig sind 0:37:50 Dürfen Frauen mit Brustkrebs das hormonfreie Medikament Veoza nehmen? 0:46:00 Gute Studien zum Nutzen von Akkupunktur 0:47:20 Sport für onkologische Patienten extrem wichtig 0:49:00 Dürfen Frauen mit frühem Brustkrebs ihr Leben lang keine Hormone nehmen? 0:50:50 Hörerinnenfragen Feedback und Anregungen gern an hormongesteuert@mdraktuell.de (00:00:00) Intro (00:26:47) Auch auf die Vitamine schauen - onkologische Patienten meist unterversorgt (00:30:40) Warum Selen und Omega 3 für Krebspatientinnen wichtig sind (00:37:51) Dürfen Frauen mit Brustkrebs das hormonfreie Medikament Veoza nehmen? (00:45:59) Gute Studien zum Nutzen von Akkupunktur (00:47:18) Sport für onkologische Patienten extrem wichtig (00:48:49) Dürfen Frauen mit frühem Brustkrebs ihr Leben lang keine Hormone nehmen? (00:50:47) Hörerinnenfragen
1 hr 8 min
Zu Beginn schauen wir in die USA, wo die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA Anfang November die „Blackbox-Warnung“ für die Hormontherapie aufgehoben hat. Ist das die Rückkehr der Hormone? Und welche Bedeutung hat das für den Umgang mit der Hormontherapie in Deutschland? Das besprechen wir zu Beginn dieser Folge. Auslöser der „Blackbox-Warnung“ war die WHI-Studie von 2002. Erste Studienergebnisse legten damals nah, dass Hormone das Risiko für Brustkrebs, Schlaganfall und Herzinfarkt erhöhen. Eine zweite nach Altersgruppen gestaffelte Studienauswertung fand 2006 öffentlich kaum Beachtung. Seither wird die Hormontherapie auch in Deutschland von vielen Ärztinnen und Ärzten kritisch gesehen. Und auch die Frauen selbst sind verunsichert. Das bringt viele Fragen mit sich, von denen wir einige in dieser Folge beantworten. Darf man Hormone nehmen, wenn es in der Familie viele Krebserkrankungen gibt? Wachsen Meningeome (gutartige Hirnhauttumore) durch eine Hormontherapie? Und wir schauen auf die Frauen, die wegen starker Blutungen eine Ablation (Verödung) der Gebärmutterschleimhaut hatten. Wie nach einer Gebärmutterentfernung bluten diese Frauen nicht mehr. Was müssen sie bei einer Hormontherapie beachten? Links - Hormongesteuert zum Nachlesen Podcast-Tipp – SWR-Podcast „Das Wissen“ https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:c273aab212c59173/ Brisant-Artikel zu Nahrungsergänzungsmitteln Wechseljahre Nahrungsergänzungsmittel: Was hilft, was schadet? | brisant.de Hormongesteuert #3: Die große Angst vor der Hormonersatztherapie https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:1f02930d85c14139/ Hormongesteuert #36: Hormontherapie Spezial (Teil 1) https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:1215ed7ba3014046/ Inhaltsverzeichnis 0:01:50 FDA streicht Blackbox-Warnung für Hormontherapie – was heißt das für uns? 0:09:50 Symptome verschlechtern sich durch Hormontherapie 0:14:00 Angst vor Depression unter Gestagen-Mono-Pille 0:17:50 Hat ein Hormonimplantat den gleichen Effekt wie die Gestagen-Mono-Pille? 0:19:30 Unruhe und Brustschmerzen unter Slinda 0:22:20 Kann es in der Postmenopause noch Hormonschwankungen geben? 0:25:20 Darf ich Hormone nehmen, wenn es in der Familie Krebs gibt? 0:35:10 Meningeome (Hirnhauttumore) und die Hormone 0:50:00 Neues hormonfreies Medikamente gegen Hitzewallungen 0:51:30 Was muss ich nach einer Abrasio oder einer Ablation der Gebärmutterschleimhaut beachten? Brauche ich zur HRT ein Gelbkörperhormon? 0:59:30 Schlafstörungen trotz viel Progesteron 1:02:20 Zyklische Einnahme in der Postmenopause – welche Vorteile hat das? 1:04:50 Keine Blutung trotz zyklischer Einnahme – ist das normal? Feedback und Anregungen gern an hormongesteuert@mdraktuell.de
1 hr 17 min
Endometriose ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Zwei bis vier Millionen Frauen in Deutschland leiden darunter. Und weil die Endometriose eine hormonabhängige Erkrankung ist, ist sie auch ein Thema für "Hormongesteuert". Prof. Sylvia Mechsner ist eine der führenden Expertinnen in Deutschland. Sie forscht an der Berliner Charité zur Endometriose und leitet dort das Endometriosezentrum. Mechsner erklärt uns in dieser Folge, warum es so wichtig ist, die monatlichen Zyklusschmerzen sehr früh ernst zu nehmen und wie eine Schmerzbehandlung funktioniert. Denn viele Probleme, die durch die chronische Erkrankung entstehen, hängen mit unserem Schmerzgedächtnis zusammen und entstehen erst über die Jahre. Dauerhafte sehr starke Schmerzen aktivieren eine Abwehrhaltung des Körpers und können unter anderem zu einer Beckenbodendysfunktion und vielen anderen Beschwerden führen. Vor welchen Herausforderungen stehen Frauen mit Endometriose in den Wechseljahren? Was, wenn eine Endometriose erst in den Wechseljahren erkannt wird? Welche Besonderheiten gibt es dann bei einer Hormontherapie? Und warum bekommen Frauen mit Endometriose durch vaginales Östriol wieder Schmerzen? Das alles erfahrt Ihr bei Hormongesteuert! Links - Podcast-Tipp: Kein Kinderwunsch - https://1.ard.de/keinkinderwunschstaffel2 - Hormongesteuert zum Nachlesen - Hormongesteuert #33 – Über die Untiefen der Hormontherapie - https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:3f56a858a87e81a5/ Inhaltsverzeichnis: 0:02:20 Was ist Endometriose und wie entsteht sie? 0:05:10 Was löst die starken Regelschmerzen bei Endometriose-Patientinnen aus? 0:06:30 Wie entsteht der Schmerz bei Endometrioseherden außerhalb der Gebärmutter? 0:08:40 Unterbauchschmerzen schon Tage vor der Blutung sind ein Zeichen für Endometriose 0:10:30 Immer wiederkehrende starke Schmerzen und das Schmerzgedächtnis 0:13:00 Oft wird erst zu spät behandelt 0:14:10 Diagnostik: Anamnese, klinischer Befund und Ultraschall 0:16:20 Starke immer wiederkehrende Schmerzen können autonome Organe in ihrer Funktion beeinträchtigen 0:21:30 Keiner kümmert sich um Menstruationsschmerzen – aber das wäre wichtig 0:26:30 Starke Menstruationsschmerzen sind oft die Eintrittspforte zur Endometriose 0:28:00 Ernährung und die Wirkung auf Schmerzbotenstoffe und Endometriose 0:30:00 Ziel der Hormontherapie ist Blutungsfreiheit 0:36:20 Stimmungsschwankungen und Depression unter Dienogest 0:37:20 Bei Slinda die Placebopillen weglassen 0:39:30 Kombipille bei Endometriose? 0:46:45 Braucht es nach einer OP eine Nachfolgebehandlung mit Hormonen? 0:50:00 Rolle von Bauchfellherden unterschätzt und missverstanden 0:52:30 Vor einer OP die Hormonbehandlung absetzen 0:57:20 Endometriose und Gestagenpille: Darf ich Östrogen dazu nehmen? 1:02:00 Wird es in der Postmenopause besser? 1:04:00 Schmerzen unter Hormonpflaster im Unterbauch 1:07:00 Adenomyosis erst mit 55 diagnostiziert 1:08:30 Vaginales Estriol auch für Endometrosepatientinnen? Feedback und Anregungen gern an hormongesteuert@mdraktuell.de
1 hr 12 min
Die Wechseljahre sind eine anstrengende Lebensphase. Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme. Viele Nahrungsergänzungsmittel versprechen Hilfe. Doch es gibt auch Nebenwirkungen. Was bringen mir diese Nahrungsergänzungsmittel? Das klären wir in dieser Folge. Die Hormonschwankungen und später der Hormonmangel sorgen für unterschiedlichste Symptome. Da hilft es, bewusster auf seinen Körper zu hören, ihm Gutes zu tun und ihn gesund zu halten. Welche Nährstoffe und Vitamine braucht es dazu? Und kann man mit pflanzlichen Stoffen etwas gegen Hitzewallungen, die Schlaflosigkeit oder die schlechte Konzentration tun? Wer sich dann im Internet auf die Suche begibt, wird regelrecht erschlagen von dem großen Angebot. Es ist, als würde sich eine ganze Industrie nur um das Wohlergeben der mittelalten Frau kümmern. Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel wächst weltweit. Doch was ist von den Mischungen aus Rotklee, Soja, Vitamin B oder Eisen zu halten? Wie gut helfen sie? Gibt es bei den Produkten Qualitätsunterschiede? Und darf ich das auch nehmen, wenn ich Vorerkrankungen habe? Darüber sprechen Katrin Simonsen und Dr. Katrin Schaudig in dieser Folge mit Dr. Susan Zeun. Sie ist Fachärztin für klinische Pharmakologie und Phytotherapeutin. Links - Hormongesteuert zum Nachlesen - Podcast-Tipp: ARD Klima-Update - https://1.ard.de/ARD_Klima_Update?=cp - Hormongesteuert #20 Mit Pflanzenpower durch die Wechseljahre - https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:d2ebf39b1245e36e/ - Hormongesteuert #21 Mit Pflanzen gegen Haarausfall und Frozen Shoulder - https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:f1bddd458b2cd338/ - Monografie und Listeneinträge der EU für pflanzliche Wirkstoffe - https://www.ema.europa.eu/en/human-regulatory-overview/herbal-medicinal-products/european-union-monographs-list-entries - Verschriftlichte Version des Podcasts - https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/wechseljahre/index.html Inhaltsverzeichnis: 0:02:20 Der Markt der Nahrungsergänzungsmittel boomt 0:04:50 Warum sind viele Produkte Mischungen aus Pflanzen und Vitaminen? 0:06:50 Welche Regeln gelten für Nahrungsergänzungsmittel (NEMs)? 0:11:30 Manchmal ist das Marketing für NEMs grenzwertig 0:12:30 Tue ich mir mit NEMs was Gutes? 0:15:20 Interaktionen mit anderen Wirkstoffen muss nicht ausgewiesen werden 0:17:00 Viel hilft nicht immer viel 0:18:00 Nahrungsergänzungsmittel dürfen eigentlich keine pharmakologische Wirkung haben 0:19:30 Warum es mittlerweile für Grüntee-Extrakte eine Mengenbegrenzung gibt 0:21:00 Keine feste Höchstgrenzen für Isoflavone – wieso? 0:22:50 Empfohlene Höchstmenge an Rotklee wird in den meisten Produkten überschritten 0:23:10 Gibt es eine Kontrolllücke? 0:24:40 Wie kann ich sichere Nahrungsergänzungsmittel erkennen? 0:26:44 Wer sich eine Wirkung erhofft, sollte auf pflanzliche Arzneimittel setzen 0:29:44 Wo kann ich die Dosierempfehlungen nachlesen? 0:32:00 Mönchspfefferextrakt ist nicht Mönchspfefferfruchtextrakt 0:35:00 Zulassung von funktionellen Arzneimitteln dauert lang und ist teuer 0:36:40 Vorsicht von Interaktionen mit den eigenen anderen Medikamenten 0:37:00 Kurkuma und die Sache mit den Pfefferscharfstoffen 0:42:30 Johanniskraut kann Wirkung der Anti-Baby-Pille abschwächen 0:47:00 Interaktionen der Pflanzenstoffe in NEMs manchmal schwer nachzuvollziehen 0:50:00 DIMs (Diindolylmethan) und der positive Effekt auf den Hormonhaushalt? 0:52:00 DIMs schwächen Wirkung der Hormontherapie ab 0:53:00 NEMs gehören in die Medikamentenliste 0:56:40 Konkrete Tipps: Auf was kann ich bei NEMs achten? 1:02:40 Soll man zu Statinen Q10 gegen Muskelschmerzen dazunehmen? 1:05:20 Baldrian bei Schlafstörungen – welche Qualität brauche ich? Feedback und Anregungen gern an hormongesteuert@mdraktuell.de
1 hr 8 min
In dieser Folge beantwortet Frauenärztin und Hormonexpertin Dr. Katrin Schaudig wieder Hörerinnenfragen. Viele Frauen sind unsicher, ob die Hormontherapie das Richtige für sie ist. Andere berichten von Nebenwirkungen wie Migräne oder Panikattacken. Mit den Hormonen ist es nicht so einfach. Jede Frau reagiert anders darauf. Und leider gibt es keine Empfehlung, die für alle Frauen passt. Außerdem muss man beachten, dass in der Perimenopause manchmal die Eierstöcke noch mitmischen. In dieser Folge beantworten wir wieder viele Fragen unserer Hörerinnen rund um die Hormontherapie. Muss ich Hormone nehmen, wenn durch eine Esstörung die Blutung ausbleibt? Was ist zu beachten, wenn ich als relativ junge Frau Blutverdünner nehmen muss? Kann es sein, dass das Östrogengel eine Migräne auslöst? Und warum bekomme ich unter der Gestagen-Mono-Pille Panikattacken oder Beinschmerzen? Kann ich, wenn ich kein Progesteron vertrage, mir stattdessen eine Hormon-Spirale legen lassen? Und wie nehme ich die Hormone, wenn ich Nachtschicht arbeiten muss? Dr. Katrin Schaudig nimmt sich Zeit, die Fragen unserer Hörerinnen zu analysieren und den Frauen eine Empfehlung zu geben. Links: - RBB-Doku Frauensauna - https://1.ard.de/frauensauna2?p=hormon - Hormongesteuert zum Nachlesen - #33 Über die Untiefen der Hormontherapie - https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/wechseljahre/audio-myome-hormontherapie-endometriose-ms-100.html Inhaltsverzeichnis: 0:01:20 Essstörung und keine Blutung – muss man Hormone nehmen? 0:10:00 Herzinfarkt und Blutverdünner - Was muss ich beachten? 0:16:00 Hormone nach Herzinfarkt 0:20:00 Restless-Legs-Syndrom und Migräne in der Postmenopause 0:24:00 Kann Gynokadin Migräne verursachen? 0:28:00 Wie lange halten die Eierstöcke nach Gebärmutterentfernung durch? 0:30:00 Kein geschlucktes Östrogen bei Migräne 0:32:20 Slinda und Panikattacken 0:37:00 Gestagen Chlormadinon und warum es mittlerweile selten verwendet wird 0:40:30 Gestagen-Mono-Pille und Beinschmerzen oder Wassereinlagerungen 0:46:00 Schützt vaginales Östriol auch meine Knochen? 0:46:32 Statt Progesteron eine Hormonspirale legen lassen? 0:51:00 Pille Qlaira und zusätzlich durchgängiges Progesteron – geht das? 0:54:00 Bei Hitzewallungen auch Schilddrüse und Insulinresistenz im Blick behalten 0:55:40 Nach sieben Jahren Hormonpause mit 62 wieder anfangen? 1:01:10 Nimmt man Gewicht ab, wenn man Hormone nimmt? 1:02:00 Wie nehmen ich die Hormone, wenn ich Nachtschicht arbeiten muss? Ihr könnt uns schreiben: hormongesteuert@mdraktuell.de
1 hr 3 min
ADHS ist eine neurobiologische Besonderheit, mit der man geboren wird. Es ist ein Ungleichgewicht der Gehirnchemie, welches durch die Wechseljahre dann nochmal deutlich verstärkt wird. Mindestens drei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit oder ohne Hyperaktivität. Viele sind nicht diagnostiziert und auch nicht in Betreuung. ADHS zeigt sich bei Frauen oft anders als bei Männern und wird bei den Mädchen häufig übersehen. Manchmal werden Frauen erst in der Mitte ihres Lebens mit der Diagnose konfrontiert. Durch die Wechseljahre ist das Gehirn zusätzlich gestresst. Betroffene können die ADHS-Probleme dann oft nicht mehr kaschieren und sind extrem erschöpft. In dieser Folge sprechen Host Katrin Simonsen und Hormonexpertin Dr. Katrin Schaudig mit der Fachärztin für Psychosomatik und Psychotherapie, Dr. Astrid Neuy-Lobkowicz. Sie ist eine der führenden Expertinnen in Deutschland für ADHS bei erwachsenen Frauen. Warum wird die Diagnose oft erst so spät gestellt? Wie kann man den Frauen helfen? Welche besonderen Herausforderungen kommen auf Betroffene in den Wechseljahren zu? Können Hormone helfen? Warum hatte Ritalin lange Zeit so einen schlechten Ruf? Und warum spricht man immer von ADHS, wenn doch die meisten Frauen ADS haben? Links: - sehenswerte Reportage zum Thema: Y-History "ADHS: Karriere einer Diagnose" - https://1.ard.de/y-history-adhs?pod=hg Podcast-Tipp "DNA des Ostens": https://1.ard.de/dna-des-ostens - Hormongesteuert zum Nachlesen Inhaltsverzeichnis: 0:02:20 ADS oder ADHS – gibt es Unterschiede? 0:04:30 ADHS ist eine neurobiologische Besonderheit und keine Krankheit 0:07:00 Botenstoff Dopamin wird zu schnell abgebaut 0:08:20 Unkonzentriert, abgelenkt, kein Antrieb – wann ist es ADS? 0:10:10 Wie verhalten sich Mädchen mit ADS? 0:12:10 Mädchen werden seltener diagnostiziert 0:14:30 Wie diagnostiziert man ADS und ADHS? 0:17:40 Welchen Einfluss hat der Zyklus auf das ADS? 0:23:00 Stimmungseinbruch direkt vor und in der Menstruation 0:25:10 Doppelt so häufig Schwangerschaftsdepressionen bei ADS-Frauen 0:27:30 Hilft bei ADS-Frauen die Pille gegen die Schwankungen der Symptome? 0:29:00 Diagnose ADS/ADHS bekommt erst jetzt richtig Aufmerksamkeit 0:31:10 Über drei Millionen Menschen in Deutschland haben ADHS 0:33:10 Neun Jahre weniger Lebenserwartung bei unbehandelter ADHS 0:34:10 Warum wird ADS oft erst in den Wechseljahren erkannt? 0:35:40 Haben ADS-Frauen besonders stark Brain Fog? 0:38:30 PMDS und gute Erfolge mit der Gestagen-Mono-Pille 0:40:30 Mehr Wechseljahresbeschwerden bei den ADS-Frauen 0:42:00 Bioidentische Hormone oder Gestagen-Monopille? 0:44:20 Wird es in der Postmenopause einfacher? 0:45:30 Warum hatte Ritalin vor ein paar Jahren so einen schlechten Ruf? 0:47:20 Wie lange muss man die Medikamente nehmen? 0:50:00 Überidentifikation über Social Media und medizinische Unterversorgung 0:53:40 Gibt es noch alternative Empfehlungen? 0:56:20 Frauen mit ADS sind unterdiagnostiziert 0:58:00 Hochbegabte Kinder fallen bis zum Abi nicht auf Wenn Ihr Fragen habt zu Hormonen und den Wechseljahren, schreibt eine E-Mail an hormongesteuert@mdraktuell.de .
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