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Published by Bayerischer Rundfunk
Giacomo Puccini: Die Welt zum Weinen bringen. Udo Wachtveitl präsentiert die neue Staffel der Hörbiografien von BR-KLASSIK. Manche Melodien lösen eine Reaktion im Körper aus: Gänsehaut, Rückenmark. Und manche Geschichten haben einen unwiderstehlichen Sog. Puccini hat solche Melodien erfunden. Und er war sein Leben lang auf der Jagd nach solchen Geschichten. Das hat ihn zu einem der drei meistgespielten Opernkomponisten der Welt gemacht. Sein Leben ist auch eine erstaunliche Geschichte. Mal erinnert sie an ein Märchen, mal an einen Krimi und oft an eine traurige Komödie. Puccini war ein Prachtexemplar der Gattung Macho mit unzähligen Affären und Miseren, oft amüsant und oft zum Weinen traurig. Die Puccini-Zitate spricht Max Simonischek.
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Dieses Kapitel erzählt den dunkelsten Moment in Puccinis Leben. Und nach der Tragödie eine Farce. Und es erzählt viel über eine Gesellschaft, in der nicht nur Männer und Frauen, sondern auch Arme und Reiche sehr unterschiedliche Rechte hatten.
Puccini reist nach Wien, wo er Walzerklängen lauscht, und nach Paris, wo er Dissonanzen hört. Mit seiner Musik will er beidem Paroli bieten: den Operetten von Lehár und der Avantgarde von Strawinsky. Doch dann beginnt der Krieg.
Der Krieg hat die Welt verändert. Kann man die Zeit zurückdrehen? Wieder jung sein? Puccini würde gern, glaubt aber nicht daran. Doch an seine Figur, die grausame Prinzessin Tosca, glaubt er bedingungslos. Buchstäblich bis zum letzten Atemzug.
Puccini reist nach New York, wo er den größten Triumph seines Lebens feiert und in einen Grammophon-Trichter spricht. Zurück in der Heimat bahnt sich die schrecklichste Tragödie seines Lebens an.
Klagt Puccini an? Oder sagt er: Schaut her, so ist es? Ergreift er Partei für Cio-Cio San - die Frau, die zum Opfer wird? Oder hat er Verständnis für den grausamen Pinkerton? Seine Oper "Madama Butterfly" stellt bohrende Fragen. Auch an ihn selbst.
Hat Puccini wirklich, wie er später behaupten wird, Manuskripte verbrannt, um die Wohnung zu heizen? So wie die verarmten Künstler in seiner Oper "La Bohème"? Oder erfand er diese Anekdote, damit sein Aufstieg noch märchenhafter wirkt?
Ein Hase, ein Fuchs und vier Amseln: Im dritten Kapitel erobert sich Puccini seine liebsten Jagdgründe. Und ihm gelingt der Durchbruch: "Manon". Doch bis zuletzt steht alles auf der Kippe. Deshalb erwägt er, nach Südamerika auszuwandern.
Um einen Triumph und ein Fiasko, eine uneheliche Geburt und einen kühnen Plan geht es im zweiten Kapitel. "Arbeite und benimm dich nicht wie ein Schwein!" schreibt Puccini seinem Bruder Michele. Ein weiser Ratschlag.
Puccini wird in eine Kirchenmusiker-Dynastie geboren, verliert früh den Vater und geht lieber auf die Jagd nach Spatzen und Fröschen, als Orgel zu üben. Aber um Verdis neue Oper "Aida" zu hören, läuft er fünf Stunden zu Fuß.
Bachs Leben beginnt in niedrigen Stuben und ungeheizten Kirchen: ein enger Kreis. Doch es wird eine fast universale Wirkung haben. Geboren wird er in eine ungewöhnliche Familie. Die ist ihm wichtig - auch weil er früh seine Eltern verliert.
Erstmals gebietet Bach als festangestellter Organist über die Wunder-Maschine namens Orgel. Wie er in eine handfeste Prügelei gerät und was es auf sich hat mit der "Anatomie der pietistischen Fledermaus" - das erzählt die zweite Folge.
In tiefster Not wird Bach erfinderisch: Wie aus dem Gefängnis ein großes Werk hervorgeht und wie aus dem Häftling ein Hofkapellmeister wird, erzählt die vierte Folge.
Zwei lebende und zwei tote Kinder, für alle Fälle noch im Mutterleib mit einer Wasserspritze getauft: Bach gründet eine Familie. Und sie wird wachsen! Doch erstmal findet er sich in einer Gefängniszelle.
Auf nach Leipzig - aber ist er dort willkommen? Und ist es wirklich das Ziel von Bachs Träumen, darüber zu wachen, dass pubertierende Internatszöglinge pünktlich schlafen gehen? Und doch - Leipzig hat so viel zu bieten!
"9 Groschen für Brandwein, 2 Taler 4 Groschen für Extra-Bier, 1 Taler 14 Groschen für Coffee, Brandwein, Toback und Pfeiffen": Was wissen wir über Bachs Alltag?
Bach lässt sich nicht alles gefallen! Und er kämpft - um seine ihm zustehende Besoldung, aber vor allem um Qualität! Denn was tun Kommunalpolitiker, wenn der Stadtsäckel leer ist? Sie sparen an der Kultur. Bach lässt das nicht ruhen.
Werke für die Ewigkeit - geschrieben mit Tinte, die sich durch Papier frisst: Auch in der achten Folge stoßen Himmel und Erde hart aneinander. Bach kauft Singvögel, wird Gegenstand einer publizistischen Debatte und spielt für den preußischen König.
Ein Spiegelkabinett aus Fugen, ein Rhinoceros - und Vorgesetzte, die einen Nachfolger suchen, als wäre Bach schon tot: Im letzten Kapitel heißt es Abschied nehmen. Und den Blick weiten für letzte Werke, letzte Dinge und für das, was bleibt.
Richard Wagner wurde anno 1813 in Leipzig geboren, im Jahr der Völkerschlacht bei Leipzig, der bis dahin größten und blutigsten Schlacht der Weltgeschichte. Seine 69 abenteuerlichen Lebensjahre spielen sich zwischen Leipzig, Riga, Paris, Dresden, Zürich, München, Bayreuth und Venedig ab. Von Jörg Handstein. Mit Udo Wachtveitl (ERZÄHLER), Götz Argus (RICHARD WAGNER), Viola von der Burg (COSIMA VON BÜLOW/WAGNER), Hemma Michel (MINNA WAGNER), Stefan Murr (LUDWIG II.), ZITATOR*INNEN: Horst Sachtleben, Christian Baumann, Ariane Payer. TON UND TECHNIK: Josuel Theegarten, Christian Schimmöller. REDAKTION UND REGIE: Bernhard Neuhoff. PRODUKTION: BR 2012
Mit Anfang 20 tritt die erste große Liebe in Richard Wagners Leben. Er bringt seine erste Oper auf die Bühne, rebelliert gegen die deutsche Romantik und plant die Eroberung der europäischen Opernwelt. Von Jörg Handstein. Mit Udo Wachtveitl (ERZÄHLER), Götz Argus (RICHARD WAGNER), Viola von der Burg (COSIMA VON BÜLOW/WAGNER), Hemma Michel (MINNA WAGNER), Stefan Murr (LUDWIG II.), ZITATOR*INNEN: Horst Sachtleben, Christian Baumann, Ariane Payer. TON UND TECHNIK: Josuel Theegarten, Christian Schimmöller. REDAKTION UND REGIE: Bernhard Neuhoff. PRODUKTION: BR 2012
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Observed November 4, 2026.
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