Published by Wolfgang M. Schmitt
Kino anders gedacht: Der Titel und zugleich oberstes Prinzip der Filmanalyse. Wolfgang M. Schmitt jun. beleuchtet aktuelle Großproduktionen (und manchmal auch Klassiker) aus einer etwas anderen Perspektive. Jede Woche eine neue ideologiekritische Analyse!
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Zweieinhalb Stunden quält uns Regisseur Destin Daniel Cretton mit „Spider-Man: Brand New Day“: Tom Holland spielt erneut Peter Parker, der ein Doppelleben als Spider-Man führt. Jedoch kann sich in seinem Freundeskreis niemand mehr an die Existenz von Peter Parker erinnern. MJ und seine Freunde haben ihn vergessen, unklar ist, ob er in ihnen wieder die Erinnerung wecken kann. Das Leben schwer macht ihm jedoch Jean Grey, die mit ihren telepathischen Kräften sein Umfeld manipulieren kann. Außerdem ist seine Work-Life-Balance durcheinandergeraten, schlüpft er doch die meiste Zeit in die Rolle von Spider-Man und nimmt sich nicht genügend Zeit, Peter Parker zu sein. Schwerfällig und schwermütig hüpfen wir mit Spidey durch einen trostlosen Film, der typisch ist für die aktuelle depressive Kulturindustrie. Übersehen sollten wir dabei nicht, wie sehr sich der Protagonist mit den staatlichen Institutionen identifiziert und Massenüberwachung umsetzt. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse! Literatur: Judith Butler: Psyche der Macht. Das Subjekt der Unterwerfung. Suhrkamp. Den zweistündigen DeepDive zu David Lynch gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
15 min
David Lynch ist einer der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte. Er schuf neue Bildwelten aus roten Vorhängen, nachtschwarzen Wohnzimmerecken, eigenartigen Lichtquellen, unheimlichen Fluren, Stimmen, die sich vom Körper lösen, und durch Soundkulissen, die ständiges Unbehagen auslösen. Die Räume, durch die wir schreiten, sind Reisen ins labyrinthisch aufgebaute Bewusstsein. Wer es sich zur Aufgabe macht, die David-Lynch-Filme zu ordnen, Stringenz und Linearität herstellen will, wird bald auf nicht lösbare Paradoxien treffen. David Lynch entzieht sich damit einer auf den Plot ausgerichteten Interpretation, was jedoch die Filme nicht beliebig werden lässt. Auffallend ist die Wiederkehr von Formen und Mustern und von Themen wie Ekel, Verwandlung und reale Imagination beziehungsweise imaginierte Realität. Schon in seinem Langfilmdebüt „Eraserhead“ finden wir dies, mit einem Umweg über „The Elephant Man“ führt Lynch uns auf den „Lost Highway“ und den „Mulholland Drive“. Im aktuellen DeepDive geht es um diese zutiefst irritierenden Meistwerke von David Lynch! Den zweistündigen DeepDive zu David Lynch gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
18 min
Als die Kinos geschlossen waren, diskutierte man über diesen Netflix-Film: „Der Schacht“ reihte sich ein in eine Vielzahl von Filmen, die den Kapitalismus beim Wort nehmen. Wie in „Snowpiercer“ und „Parasite“ soll auch hier ein Machtsystem exemplarisch, reduziert auf das Notwendigste illustriert werden. Eingenommen wir ein wirklich globaler Blick auf die Welt, auch wenn alles nur in einem Turm spielt. Die Höhe von Bong Joon-ho erreicht Regisseur Galder Gaztelu-Urrutia allerdings nicht, wenngleich der Film sehenswert ist und sich von vielen #Streaming-Angeboten positiv abhebt. Doch der englische Titel „The Platform“ legt einen blinden Fleck des Films bloß: In „Der Schacht“ ist das Essen nicht per se knapp, es ist nur falsch verteilt. Doch wie funktioniert Knappheit heute eigentlich in der digitalen Ökonomie der Unknappheit? Und haben wir es hier wirklich mit einer #Dystopie zu tun? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast! Literatur: David Harvey: Siebzehn Widersprüche und das Ende des Kapitalismus. Ullstein.
24 min
Jessica Chastain spielt eine reiche US-Amerikanerin, die sich alles leisten kann. Zu arbeiten braucht sie nicht, das Familienerbe wirft genug ab, um sich nur um die Familienstiftung kümmern zu können, die zugleich ordentliche Steuererleichterungen bietet. Auch die Liebe zu einem mexikanischen Balletttänzer, der aufsteigen und in San Francisco Karriere machen will, kann sie sich leisten. Solange die Öffentlichkeit davon keinen Wind bekommt. Isaac Hernández, ein Star des Balletts, übernimmt die Rolle des Aufsteigers und Verführers. Diese ungleiche Beziehung ist nicht als Dark Romance angelegt, sondern „Dreams: Gefährliches Verlangen“ lotet intelligent Klassenfragen aus und zeigt, wie man durch die Staatsbürgerschaft entweder privilegiert oder gestraft ist. 2025 lief der Film bei der Berlinale, jedoch wurde kaum jemand auf dieses analytisch starke, brillant gespielte Werk aufmerksam. Auch jetzt droht der Kinostart sang- und klanglos unterzugehen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse! Literatur: Branko Milanovic: The World Under Capitalism: Observations on Economics, Politics, History, and Culture. Polity. Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert. C.H. Beck. Das komplette Q&A gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
16 min
Verboten ist Uwe Bolls „Citizen Vigilante“ nicht, auch wenn dies gerade gern kolportiert wird. Der Rache-Thriller mit Armie Hammer in der Hauptrolle hat jedoch keine FSK-Freigabe erhalten, wodurch der Film öffentlich nicht beworben oder angepriesen darf, auch sind die Vertriebswege eingeschränkt. Was aber erzählt dieser Film? Und wie konnte die FSK zu einer solchen Entscheidung kommen? Der Protagonist greift zur Selbstjustiz und der Film verhält sich dazu affirmativ, mehr noch: die Gewalt richtet sich auch gegen den Staat selbst. Der migrationsfeindliche Film kann als der erste AfD-Film beschrieben werden, denn nicht nur Migration, sondern auch das Eigentum spielt eine wichtige Rolle. Gewiss, Uwe Boll gilt als der schlechteste Regisseur der Welt, aber politisch ist damit zunächst einmal nichts gesagt. Vor zehn Jahren habe ich Uwe Boll einmal getroffen, es war ein angenehmes Gespräch, auch wenn ich seinen Werken wenig abgewinnen kann. Das war nicht meine einzige Begegnung mit Bolls Filmen: In einem Dokumentarfilm über Boll, der nie veröffentlicht wurde, habe ich mich zu der mangelnden Systemkritik in den Filmen geäußert und warum der Regisseur oft einen richtigen Schritt, aber immer in die falsche Richtung geht. Eine Stunde spreche ich über Boll und „Citizen Vigilante“ im 9. Q&A der Filmanalyse plus. Außerdem geht es um JACKASS, SUPERGIRL, Opernfilme, Abstraktion und Film und die Darstellung von Gewalt. Das komplette Q&A gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
15 min
Wenn jetzt überall in der Welt das Streamingportal #Disneyplus verfügbar ist, werden dort alle Klassiker des Studios, die man bereits den Konkurrenzplattformen entzogen hat, zu sehen sein. Ein Film, so zeigt sich jetzt bereits in den USA, wird aber fehlen: "Song Of The South" ( #OnkelRemusWunderland ). Der Film erschien 1946, Zeichentrickfiguren treffen darin auf Schauspieler, die technischen Innovationen sind enorm - und für das heute immer noch bekannte Lied "Zip-a-Dee-Doo-Dah" gab es einen Oscar, auch der schwarze Hauptdarsteller James Baskett wurde mit einem Academy-Award ausgezeichnet. Heute geht der Disney-Konzern zu diesem Film, der auf einer Plantage im 19. Jahrhundert in Georgia spielt, auf Distanz - beziehungsweise Disney duckt sich einfach feige weg. Der Film, lautet der Vorwurf, stelle die Schwarzen auf hochgradig diskriminierende Weise dar und verkläre deren Situation auf den Plantagen. Stimmt, doch es ist noch viel schlimmer: In dem Film ist sehr transparent, wie die #Ideologie von Disney grundsätzlich funktioniert. Aber wie sollte man mit diesem heiklen Filmerbe umgehen? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Roland Barthes: Mythen des Alltags. Suhrkamp. Die DeepDives zu PSYCHO und DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
28 min
Matt Damon, Anne Hathaway, Robert Pattinson, Zendaya, Tom Holland und viele weitere Stars schlüpfen in antike Gewänder, um in Christopher Nolans Verfilmung von Homers „Odyssee“ mitzuspielen. Knapp drei Stunden dauert „Die Odyssee“, mit der Nolan sein filmisches Erzählen mit einem der wichtigsten Ursprungstexte der Weltliteratur verbindet. Odysseus, gespielt von Matt Damon, soll nach dem Trojanischen Krieg heimkehren, um die Freier an seinem Hof, die seine Frau Penelope bedrängen, zu bekämpfen. Dieser große Bogen ist durchsetzt mit Binnenerzählungen, Erinnerungen und Irrfahrten. Nolan zeigt keinen Helden, sondern einen Mann, der mit seinen Taten hadert und selbst kaum noch weiß, weshalb er heimkehren soll. Bildgewaltig und dröhnend laut ist dieser Film, der nicht nur berühmte Episoden des Epos illustriert, sondern einen eigenen Zugang findet. Politische Botschaften, wenn auch nie explizit gemacht, enthält „Die Odyssee“ ebenfalls. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse! Literatur: Erich Auerbach: Die Narbe des Odysseus. Horizonte der Weltliteratur. Berenberg. Homer: Die Odyssee. Übersetzt von Kurt Steinmann. Penguin. Die DeepDives zu PSYCHO und DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
14 min
Selbst viele „Herr der Ringe“-Fans sind mit „Der Hobbit“ nicht besonders glücklich. #PeterJackson hat den gerade einmal 300 Seiten umfassenden Roman „Der kleine Hobbit“ von #Tolkien auf acht Stunden gestreckt und damit zwar dem Werk keinen Gefallen getan, sondern lediglich Profitinteressen verfolgt. Um die Schwachstellen der Handlung zu kompensieren, hat man beim Marketing vor allem auf die neue Technik gesetzt: statt 24 nun 48 Frames. Doch ist die Trilogie nur das das Vorspiel zu „Der Herr der Ringe“? Keineswegs, der Film beinhaltet einen ganz anderen ideologischen Kern, dieser ist in der der Erzählweise zu finden. Das #Fantasy-Genre verspricht einen Ausweg aus der Realität, ja, eine Gegenwelt – sieht man sich „Der Hobbit“ allerdings genauer, das heißt, kontraintuitiv an, dann wird einem plötzlich klar, dass die technische und funktionale Welt der Moderne hier lediglich in ein anderes Gewand gekleidet ist. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast! Die Filmanalyse+ gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
19 min
Zehn Jahre ist es her, dass der Animationsfilm „Vaiana“ („Moana“) in die Kinos kam. Die Titelfigur will sich nicht der väterlichen Ordnung fügen, will nicht auf der Insel bleiben, sondern in See stechen, um auf diese Weise auch die Natur und ihr Volk, deren Herrscherin sie einmal sein wird, wiederzubeleben. Disney variiert einmal mehr die Heldenreise. Nun ist die Realverfilmung in den Kinos gestartet, in den Hauptrollen zeigen sich Dwayne Johnson und Catherine Laga’aia. Das ist aber auch fast der einzige Realitätsbezug, den es gibt. Ja, die Schauspieler existieren wirklich. Die anderen Bildwelten aber sind keineswegs real, sondern digital erzeugt, sodass sich die Frage aufdrängt: Ist das ein live-action-movie oder doch eher ein Animationsfilm mit ein paar echten Schauspielergesichtern? Wir begeben uns mit diesem schrecklichen Film jedenfalls mitten hinein in unsere generellen Digitalisierungserfahrungen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse! Literatur: Dirk Baecker: Digitalisierung. Suhrkamp. Die Filmanalyse+ gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
26 min
Der US-Sender #HBO hat den Klassiker „Vom Winde verweht“ (#GoneWithTheWind) vorerst von seiner Streamingplattform gelöscht. Er soll irgendwann später wieder veröffentlich werden, dann jedoch neu kuratiert, kommentiert und möglicherweise mit Triggerwarnungen versehen. Vorausgegangen war diesem Vorgang der Protest eines berühmten HBO-Abonnenten: John Ridley, der unter anderem das mit einem #Oscar ausgezeichnete Drehbuch zu „12 Years a Slave“ schrieb, hatte in einem Artikel in der „Los Angeles Times“ gefordert, dass HBO das von David O. Selznick prodozierte Melodram nicht wie jeden anderen Film behandeln dürfe, da die Darstellung von Schwarzen massiv diskriminierend sei und überdies die Sklaverei in den Südstaaten des 19. Jahrhunderts verherrlicht werde. Diese Erkenntnis ist keineswegs neu, nicht nur in der Filmwissenschaft wird seit Jahrzehnten Kritik an dem Kultfilm geübt, doch aufgrund gegenwärtiger Ereignisse ist die Debatte neu entflammt. Wie sollte man sich also zu „Vom Winde verweht“ verhalten? Darf und soll der Film noch gezeigt werden? Und wenn ja, wie? Das knapp vierstündige Werk ist vieldeutig, auf eine Triggerwarnung lässt es sich jedenfalls nicht reduzieren. Ignoriert werden darf auch nicht, dass hier nicht bloß die Vergangenheit romantisiert, sondern zugleich der Beginn der Moderne – personifiziert von Rhett Butler (Clark Gable) und Scarlett O’Hara (Vivien Leigh) – zelebriert wird. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast! Das komplette Q&A gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
16 min
In „Minions and Monsters“ kehren die kleinen gelben Männlein zurück auf die Leinwand, um eine alternative Geschichte von Hollywood zu erzählen. Was bislang niemand wusste: Die Minions waren früher in der Traumfabrik als Schauspieler und Regisseure tätig. Diese an sich harmlose Geschichte erzählt der neue Film, jedoch hat die Sache einen Haken. Nach etwa 50 Minuten wird aus Spaß plötzlich Ernst. Ein Feindbild muss her, dieses kreiert man mit dem Monster Irene. Jetzt muss dieses bekämpft werden – auch Roboter Dort (gesprochen von Bill Kaulitz) und angelehnt an den Roboter GoRT aus „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ eilt aus der Luft zu Hilfe. Dieser so albern daherkommende Film verbreitet sehr offen eine militaristische Ideologie – für Kinder und Erwachsene. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse! Das komplette Q&A gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
19 min
Zwei große Liebesgeschichten, die uns viel über das Wesen der Liebe und das Begehren erzählen: „Begegnung“ („Brief Encounters“) von David Lean und „Die Brücken am Fluss“ („The Bridges of Madison County“) von Clint #Eastwood sind nicht nur phantastische Filme, sie sind auch ideal miteinander vergleichbar, da sie beide von Liebesaffären handeln, die enden müssen. Rückblickend berichten die beiden Filme von der ganz großen Liebe: In David Leans #Melodrama von 1945 treffen sich Celia Johnson und Trevor Howard heimlich einmal in der Woche in der Stadt, obwohl beide verheiratet sind. In dem #Liebesfilm von 1995 sind es Meryl Streep und Clint Eastwood, die sich zufällig begegnen und wenige intensive Tage miteinander verleben. Wie die Geschichten enden, erfahren wir Zuschauer in beiden Klassikern gleich am Anfang, dennoch fiebern, leiden, lachen und weinen wir mit den Liebenden mit. Die Filme verraten uns viel über unser Begehren, und warum es sich so schwerlich verewigen lässt. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast! Literatur:Tristan Garcia: Das intensive Leben. Eine moderne Obsession. Suhrkamp.Kurt Tucholsky „Danach (Happy End)“: https://www.faz.net/aktuell/feuilleto... Slavoj Žižek: Ich höre dich mit meinen Augen. Anmerkungen zu Oper und Literatur. Konstanz University Press. Den kompletten, über zweistündigen DeepDive gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
20 min
Im neuen Q&A der Filmanalyse plus spreche ich ausführlich über aktuelle Kinofilme, die den momentanen Zeitgeist widerspiegeln: In „Masters of the Universe“ hat der Held, der seinen Heimatplaneten lange nicht gesehen hat, einige Mühen im progressiv regierten Großraumbüro. Bald kann der dem entfliehen. Ist He-Man also nun ein anti-woker Kulturkämpfer? Nicht ganz, die Männlichkeit wird auch im Laufe des Films immer wieder ironisch gebrochen, zugleich muss er seine Wehrhaftigkeit unter Beweis stellen. In „The Death of Robin Hood“ wird zwar die Heldenerzählung dekonstruiert, doch auch hier muss man sich schlussendlich gegen Feinde wappnen. Vulgärer, blöder, aber doch mutiger ist hingegen „Scary Movie“. Zwar setzt die Horror-Parodie sich zunächst zwischen alle Stühle, doch die Veralberung trifft vor allem jene, die sich auf der rechten Seite äußerst ernst nehmen. Es geht im neuen Q&A aber auch um Klassiker: Ich analysiere die berühmte Szene mit Mario Adorf in „Kir Royal“ und ich spreche über meine Sicht auf „No Country for Old Men“, mit dem die Coen-Brüder den Neoliberalismus porträtieren. Literatur: Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft. Suhrkamp. Das komplette 90-minütige Q&A gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
21 min
Curry Barker erobert mit einem Film die Kinocharts, der lediglich 750.000 Dollar gekostet hat. Der durch seinen YouTube-Kanal bekannt gewordene Regisseur mischt mit „Obsession“ Hollywood auf, wo man sich in den vergangenen Jahren immer häufiger an überteuren Produktionen verhoben hatte. Barker legt seinem Horrorfilm eine simple Prämisse zugrunde: Ein schüchterner Mann wünscht sich, dass die Frau, die er lange schon anhimmelt, ihn unbedingt liebt – „mehr als alles andere auf der Welt“. Durch eine kleine Wunschmaschine, einen One-Wish-Willow, wird dies Realität, kehrt sich aber bald schon gegen den Protagonisten selbst. Denn die Frau folgt der erwünschten Unbedingtheit in einer gruseligen Konsequenz: Niemand anderes als er zählt noch in ihrem Leben, was im Gegenzug auch bedeutet, dass er ganz und gar sie lieben muss – und zwar ununterbrochen. „Obsession“ ist ein Film über eine grausame Beziehungsdynamik. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse! Literatur: Ödön von Horváth: Geschichten aus dem Wiener Wald.Catherine Millet über Eifersucht: https://www.herlindekoelbl.de/pdf/ZM_Catherine_Millet.pdf Friedrich Schiller: Die Glocke. Den kompletten, über zweistündigen DeepDive gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
20 min
#Verschwörungstheorien sind derzeit beliebter denn je, oft steht dahinter ein Weltbild, wie wir es auch in Peter Weirs Kultfilm „Die Truman Show“ beobachten können: Es wird davon ausgegangen, dass alles von einem Menschen gelenkt wird – derzeit haben sich diverse Verschwörungstheoretiker auf #BillGates festgelegt. Ihm lassen sie eine Rolle zukommen, die der des „Truman Show“-Regisseurs und -Erfinders Christof gleicht, der die Show, in der Truman ( #JimCarrey ) unwissentlich der Protagonist ist, gänzlich unter seiner Kontrolle hat. Doch was hat die Dystopie uns außerdem heute zu sagen? Geht es hier lediglich um eine Medienkritik am Reality-TV? So sehr wir auch mit Truman sympathisieren, sollten wir doch erkennen, dass wir, die wir uns ständig freiwillig filmen, wenig mit ihm zu tun haben. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Jean Baudrillard: Amerika. Matthes & Seitz.Martin Heidegger: Sein und Zeit. Max Niemeyer Verlag. Den kompletten, über zweistündigen DeepDive gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
24 min
Es gibt sie noch, die richtigen Kinowunder. Nicht He-Man oder irgendeine „Star-Wars“-Auskopplung, sondern ein 21-jähriger YouTube sorgt für einen Hype auf der großen Leinwand. „Backrooms“ ist ein Phänomen – zu Recht! Was als 4chan-Post begann und später als YouTube-Serie fortgesetzt wurde, erscheint nun als Spielfilm. Kane Parsons entführt seine Protagonisten und uns in eine Welt hinter der Welt, die nach anderen physikalischen Gesetzen zu funktionieren scheint und in der uns vertraute Gegenstände unheimlich werden. Endlose Gänge, übergroße leere gelbe Räume, winzige Türen und unscheinbare Portale zeigt die Kamera Wie ist das zu deuten? Die Protagonisten haben seelische Schieflagen zu verarbeiten, aber die Trauma-Erzählung allein genügt nicht, eine psychoanalytische Deutung ist nicht hinreichend, um die Faszination zu verstehen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse! Literatur: Umberto Eco: Das offene Kunstwerk. Suhrkamp. Juliane Rebentisch: Theorien der Gegenwartskunst. Junius. Den kompletten, über zweistündigen DeepDive gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
23 min
Ein zweites Mal ist Wim Wenders in diesem Jahr in die Schlagzeilen geraten. Nach der Berlinale und der Diskussion um Politik und Film debattiert man nun über ein Frühwerk des Regisseurs. Beim Deutschen Filmpreis nahm er die Lola für sein Lebenswerk entgegen und bezog Stellung zu „Falsche Bewegung“, in dem die damals 13-jährige Nastassja Kinski in einer Szene mit entblößtem Oberkörper zu sehen ist. Kinski hatte über Jahre Kontakt zu Wenders gesucht, damit diese Szene aus dem Film geschnitten wird. Wenders hielt eine lange Rede über sein junges Künstler-Ich, das Filmerbe und nachträgliche Schnitte. Inzwischen hat Wenders den Film von allen Streaming-Plattformen genommen. Dies ist ein guter Anlass, um über das Filmerbe nachzudenken, über die eigenartigen 70er-Jahre mit ihrer Bigotterie, über das Recht von Schauspielern und die Grenzen der Kunst. Die Figur der Kindfrau wurde nicht allein von Kinski in den 70ern verkörpert, sondern auch von Brooke Shields und Jodie Foster. Wir müssen deshalb auch über „Pretty Baby“ und „Taxi Driver“ sprechen. Außerdem geht es um den legendären Tatort „Reifezeugnis“, in dem Kinski als 15-jährige Verführerin inszeniert wird und der nun ebenfalls aus den Mediatheken verschwunden ist. Darum geht es im neuen DeepDive der Filmanalyse plus! Filme: FALSCHE BEWEGUNG (1975) von Wim Wenders TAXI DRIVER (1976) von Martin Scorsese TATORT: REIFEZEUGNIS (1977) von Wolfgang Petersen PRETTY BABY (1978) von Louis Malle GOSSENKIND (1991) von Peter Kern PRETTY BABY: BROOKE SHIELDS (2023) von Lana Wilson IM LETZTEN SOMMER (2023) von Catherine Breillat Den kompletten, über zweistündigen DeepDive gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
25 min
Mit „Gran Torino“ wendet sich Clint Eastwood noch einmal den Themen zu, die ihn seine gesamte Karriere lang beschäftigt haben: Familie, Männlichkeit, kulturelle Identität und die Grenzen des Rechts und die Möglichkeiten des Opferns. Ob in den #Western oder den Polizei-Filmen – immer setzte sich #Eastwood auch mit dem amerikanischen Selbstverständnis auseinander, bisweilen affirmativ, häufig aber subversiv. Das Drama aus dem Jahr 2008 ist zugleich eine kritische Variation, ja, vielleicht sogar eine Revision von Eastwoods #DirtyHarry-Image. Noch einmal will hier ein Einzelgänger Rache üben, doch diesmal ist doch alles anders. „Gran Torino“ ist, auch wenn Eastwood noch immer Filme dreht, so etwas wie ein Schlussstein in seiner eindrucksvollen Filmographie. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video! Literatur: Terry Eagleton: Opfer. Selbsthingabe und Befreiung. Promedia. Joan Riviere: Weiblichkeit als Maskerade, in: Liliane Weissberg (Hrsg.): Weiblichkeit als Maskerade. Fischer. Alexander Hurst über Vigilanten: https://www.blaetter.de/ausgabe/2020/januar/nach-trump-aussichten-auf-den-buergerkrieg Mit einem Abo der Filmanalyse plus gibt es Zugang zu allen aktuellen und vergangenen Q&As und DeepDives.Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
17 min
Steven Spielberg ist zurück, und er hat auch gleich den 94-jährigen John Williams mitgebracht, der die Streicher Verklärung tremolieren lässt. Alles wie immer. Auch das Thema ist für Spielberg nicht neu: Aliens. Diese existieren, was jedoch seit 80 Jahren vor der Weltöffentlichkeit verborgen gehalten wird. Ein Cybersecurity-Experte will dies nun ändern, schließlich habe die Menschheit ein Recht auf die Wahrheit. Bei dieser Enthüllung hilft ihm – zunächst widerwillig – eine TV-Wettermoderatorin, die nach dem Besuch eines roten Vogels plötzlich alle Sprachen sprechen kann und durch die die Aliens zu den Menschen kommunizieren. Ein staatskapitalistisches Unternehmen namens Wardex stellt sich diesem Enthüllungsversuch jedoch entgegen, ein langwieriges Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem Spielberg zugleich die großen Fragen der Menschheit beantworten will, aber letztendlich doch wieder nur im eigenen Kinderzimmer ankommt. Emily Blunt, Josh O’Connor und Colin Firth reißen dazu ihre Augen weit auf. „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ ist ein furchtbarer Film, an dem man Spielbergs Fabrikation von Kitsch gut studieren kann. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse! Literatur: Bret Easton Ellis: American Psycho. KiWi. Mit einem Abo der Filmanalyse plus gibt es Zugang zu allen aktuellen und vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
19 min
Es ist schon ulkig, dass jene, die eben noch für die totale Meinungs- und Redefreiheit plädierten und sich ganz groß #FreeSpeech auf die Fahnen schrieben, plötzlich einen Film oder am liebsten gleich die gesamte Plattform, auf der er zu sehen ist, entfernen wollen. Der Hastag #CancelNetflix war tagelang in den Trends. „Cuties“ (französischer Originaltitel: #Mignonnes ) von Maïmouna Doucouré erhielt, als er 2020 auf dem Sundance Festival zu sehen war, freundliche Kritiken, nichts Skandalöses lag in der Luft. Doch #Netflix beging tatsächlich einen Fehler, indem man das ursprüngliche Filmplakat gegen ein sensationslüsternes austauschte, auf dem die 11-jährigen Protagonistinnen nun in hypersexualisierten Posen zu sehen sind. Gewiss, das Bild und auch die anderen, in den asozialen Medien geteilten Fotos stammen aus dem Film, doch der Kontext ist ein völlig anderer. Aber wie schon im Fall „Otto – Der Film“ zeigt sich einmal mehr, dass es inzwischen wohl zu viel verlangt ist, sich einen Film komplett anzusehen und dann zu urteilen. Doch was ist die eigentliche Botschaft des Films? Oder ist die Darstellung von Minderjährigen möglicherweise doch problematisch? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast. Literatur:Gabriel de Tarde: Die Gesetze der Nachahmung. Suhrkamp. Laura Mulvey: Visuelle Lust und narratives Kino, in: Franz-Josef Albersmeier (Hrsg.): Texte zur Theorie des Films. Reclam. Den kompletten, über zweistündigen DeepDive zu „Das Schweigen der Lämmer“ gibt es mit einem Abo bei Steady, Patreon, Apple oder über eine YouTube-Kanalmitgliedschaft zu hören (es handelt sich um reine Audio-Formate). Mit einem Abo erhält man zugleich Zugang zu allen vergangenen Q&As und DeepDives. Steady bietet die Filmanalyse plus als Monats- und vergünstigtes Jahresabo an. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/about Apple-Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/die-filmanalyse/id1586115282 Patreon (jedoch ist hier der RSS-Feed nicht mit Spotify verknüpft): https://www.patreon.com/c/wolfgangmschmitt/home YouTube: https://www.youtube.com/@Filmanalyse/videos Die Filmanalyse +ABO kann man auch für ein Jahr verschenken: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/gift_plans
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