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Published by Philipp Pflieger & Ralf Scholt
Philipp Pflieger startete für Deutschland im Marathon bei den Olympischen Spielen von Rio 2016. Ralf Scholt hat schon viele Marathons erlebt, auch Olympische - als Sportreporter für die ARD. Wenn sich der Marathonprofi und der Journalist unterhalten geht es also natürlich um’s Laufen und das aktuelle Geschehen in der Ausdauersportwelt. Es geht aber auch um Behind-the-Scenes-Einblicke in ihr tägliches Leben für den Sport, ihre unterschiedlichen Erlebniswelten und die damit verbundenen Blickwinkel. Der Titel „BESTZEIT“ steht sinnbildlich nicht nur dafür, dass ihr beim Anhören eine gute Zeit habt, sondern im besten Falle auch gerade beim Training auf dem Weg zu eurer nächsten Bestzeit seid. In diesem Sinne: Have fun & keep on running! Für Feedback und Hörerthemen schickt gerne eine Mail an: bestzeit.podcast@gmail.com
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Sie ist die Queen des deutschen Hindernislaufs und nach einer extrem erfolgreichen Saison 2026 einmal mehr zu Gast im BESTZEIT Podcast: Gesa Krause! Zum dritten Mal Europameisterin über 3.000m Hindernis, deutsche Meisterin sogar zum siebten Mal, gewann einmal mehr das Istaf in Berlin und lief Bestzeiten über 1.500m (4:04.28min), 3.000m (8:45.34min), 5km auf der Straße (15:22min) und im Halbmarathon (1:08:59h). Ralf & Philipp sprechen dann ausführlich mit Gesa über ihre Saison und die Zeit direkt nach den großen Meisterschaften. Sie beschreibt, dass sie nach einer sehr erfolgreichen Saison bewusst erst zu Hause geblieben ist, bevor sie in den Urlaub fährt, weil sie nach einem Höhepunkt oft erst einmal erschöpft und leer ist. Wir sprechen darüber, wie sich dieser mentale Blues anfühlt und wie wichtig es für sie geworden ist, dafür mehr Zeit einzuplanen. Es geht außerdem um ihren Weg zwischen Bahn und Marathon. Die drei sprechen über ihren Marathonversuch in Valencia, darüber, warum es damals nicht wie erhofft lief, und wie sie daraus ihre weitere Planung für die nächsten Jahre abgeleitet hat. Sie erklärt, dass für sie weiterhin die 3000 Meter Hindernis im Mittelpunkt stehen und dass sie realistisch auf die nächsten Olympischen Spiele blickt. Ein großes Thema ist auch ihr Training mit Wolfgang Heinig und die lange gemeinsame Zusammenarbeit. Sie sprechen darüber, wie sich das Verhältnis über fast 20 Jahre entwickelt hat, wie sie heute viel mehr mitredet, und wie wichtig Vertrauen, Kommunikation und gegenseitiger Respekt geworden sind. Gesa beschreibt auch, wie sie ihr Training zwischen Frankfurt, Dillenburg und ihren Trainingslagern organisiert. Weil es eine wahre Mammutfolge geworden ist geht es auch noch ganz allgemein um die Sichtbarkeit der Leichtathletik und über neue Formate wie die Ultimate Championships. Das Trio spricht darüber wie viel Veränderung einer Sportart gut tut und was potentiell die DNA aushöhlt, darüber dass der Leichtathletik mehr Sichtbarkeit, sowie soziale Medien helfen und gute Übertragungen für die Zukunft wichtig bleiben.
Diese Folge werfen Ralf und Philipp einen Blick zurück auf die adidas INFINITE TRAILS in Bad Gastein, wo Philipp am vergangenen Wochenende mit vielen bekannten BESTZEIT-Podcast-Gesichtern unterwegs war. Er erzählt von der eigenen Teilnahme und den Erfahrungen in diesem Jahr, den unterschiedlichen Strecken, dem Wetter in den Bergen, das dieses Mal sehr anders sein sollte und den steilen sowie rutschigen Passagen. Es geht außerdem um die gute Organisation, die Kommunikation im Vorfeld und den generell sehr kollegialen Umgang im Trailrunning. Die beiden werfen dann einen Blick auf Ralfs Training in der letzten Woche, seien Trainingssteuerung und die aufgetretenen Beschwerden in Wade und Achillessehne. Es geht um Tipps und welche Anpassungen des Trainingsplans geholfen haben, wie Radintervalle und Krafttraining als Ersatz genutzt wurden und warum wir bei Schmerzen vorsichtig bleiben müssen. Zum Schluss sprechen die beiden über die anstehende Premiere der Ultimate Championships in Budapest und das neue Wettkampfformat der Leichtathletik. Es geht um die ketzerische Frage ob es dieses neue Wettkampfformat überhaupt braucht und die beiden erklären die Reduktion auf wenige Disziplinen, die Auswahlverfahren, die Preisgelder und die geplanten Änderungen bei Läufen und technischen Wettbewerben.
In dieser Folge sprechen Ralf und Philipp über ihre aktuelle Lauf- und Wettkampfsituation sowie über anstehende Termine im Leichtathletik- und Marathonumfeld für den Herbst. Sie erzählen, dass sie zuletzt so wenig gelaufen sind wie noch nie aus unterschiedlichen Gründen - Philipp bremsten im Sommer seine wiederkehrenden Wadenprobleme aus, Ralf war hauptsächlich auf dem Rad unterwegs, denn ihm fehlte fürs Laufen ein bisschen die Energie und vor allem ein Ziel. Mit dem München-Marathon und der Idee für eine BESTZEIT-Staffel ist zumindest schon mal die Motivation zurück und deshalb machen sich die beiden an die Planungen um die verbleibenden fünf Wochen bestmöglich zu nutzen. Ralf lässt sich von ChatGPT einen Trainingsplan entwerfen für seien 10km Zielzeit in München mit drei Laufeinheiten pro Woche, ergänzt durch Radfahren und Krafttraining. Die beiden besprechen die Empfehlungen der KI und gleichen ab was Philipp raten würde für fünf Wochen Trainingszeit mit wenig läuferischer Vorbereitung. Es geht um die Wahl der richtigen Trainingszonen, einem Fokus auf lockere Läufe, warum Steigerungen sinnvoll sind, die Wichtigkeit von Intervallen, längere Einheiten im Wettkampftempo sowie die Bedeutung der richtigen Abstimmung von Regeneration, alternativen Trainingseinheiten und spezifischem Krafttraining.
Seit vergangenem Jahr ist die größte süddeutsche Laufsportveranstaltung in neuem Gewand, mit neuer Strecke, neuen Ausrichtern und einem neuen Teilnehmerrekord: der MARATHON MÜNCHEN by Brooks am 11.10. Über 30.000 Voranmeldungen gibt es bereits für Marathon, Halbmarathon, 10km und Staffel, wobei die 10km und der Halbmarathon sind bereits ausgebucht sind. Die Nachfrage ist hoch und sowohl die veränderte Strecke in Verbindung mit dem Gesamtkonzept kamen im letzten Jahr schon sehr gut an. Zu Gast in dieser Folge sind sind Laura Bauer, die sportliche Leiterin des Events und Fabian Schäfer, der Geschäftsführer, der gemeinnützigen Veranstaltungs-GmbH. Ralf und Philipp sprechen mit ihnen darüber wie sie überhaupt dazu kamen, die Veranstaltung zu übernehmen, ihre Vorstellung für eine Laufsportgroßveranstaltung in München, die längst mehr ist als nur ein Marathon und Träume für ein Runners Festival, dass sich über eine ganze Woche erstreckt. Es geht um die Fragen wie man heute zeitgemäß eine Marathonveranstaltung aufsetzt, welche Veränderungen sie umgesetzt haben und was für sie das Besondere am München-Marathon ist. Die vier sprechen über die spitzensportliche Ausrichtung, die auch in diesem Jahr wieder deutsche Top-Athleten & EM-Teilnehmer:innen an die Startlinie bringen wird, über Begeisterung fürs Laufen, die sie in der ganzen Stadt schaffen wollen und auch über eine mögliche Olympia- und WM-Bewerbung von München.
Wir nehmen es vorweg: Es war die wahrscheinlich wildeste Podcast-Aufzeichnung in der 6,5jährigen Geschichte des BESTZEIT Podcasts und das mit niemand geringerem als dem frisch gebackenen Marathon-Europameister von Birmingham Amanal Petros. Die Aufnahmesituation müsst ihr euch wie folgt vorstellen: Zwischen Physiotermin in der Praxis, draußen auf der Straße und dann in einem Uber auf dem Weg zum nächsten Termin. Einen Cameo-Auftritt von Konstanze Klosterhalfen gab es obendrein auch noch. War für Ralf & Philipp so in der Form auch eine Premiere und hat definitiv noch zum ein oder anderen zusätzlichen Lacher gesorgt. Bei allem Fun sind die drei aber auch tief in Themen eingestiegen, haben natürlich über Amans Vorbereitung auf die EM gesprochen, über die besonderen Herausforderungen bei der Einreise, die dazu führten, dass er erst am Samstag vor Ort ankam, über wichtige Stellschrauben auf die er in der jüngeren Vergangenheit besondere Aufmerksamkeit gelegt hat und die er für seine Entwicklung zum Marathon-Europameister und Vize-Weltmeister als essentiell betrachtet. Es geht um die brutale Strecke in Birmingham und Amanals Meinung dazu, über die Bedeutung von Regeneration für ihn und seine Vorfreude auf den Frankfurt-Marathon Ende Oktober mit Richard Ringer und Samuel Fitwi.
Was war das noch für ein Finale der Leichtathletik-EM von Birmingham?! Gerade die letzten 3-4 Tage hatten es - nicht zuletzt aus deutscher Sicht - nochmal richtig in sich! Philipp und Felix waren ab Freitag auch vor Ort und mittendrin im Geschehen, trafen viele bekannte Gesichter und waren begeistert von der Stimmung im Stadion am Freitag- und Samstagabend. Ein am Ende eher sehr zufälliges Treffen mit Ralf gab es auch noch beim Marathon-Streckencheck in luftiger Höhe. Ralf und Philipp sprechen in der Folge über ihre persönlichen Highlights der EM, über große Aufreger-Themen, an denen man medial nicht vorbeikam, viele Insights von hinter den Kulissen und natürlich auch über den Marathon auf einer der vielleicht brutalsten Meisterschaftsstrecken überhaupt.
Wir sind mitten drin in der EM-Woche zum Zeitpunkt unserer Aufnahme und unser Gast ist selbst auf dem Sprung nach Birmingham, denn sie startet am Sonntag selbst im Marathon im Nationaltrikot für das deutsche Team: Tabea Themann. Wir haben ihren Weg hier bei uns im Podcast ja schon ausführlich begleitet und waren immer von ihrer Offenheit und ihrem Mut begeistert, mit denen sie gerade auch die schwierigen Phasen ihres Lebens durchgestanden hat. Ihr langer Atem zeigt sich auch daran, dass sie nun 12 Jahre nachdem sie zuletzt - und für sie bislang auch das einzige Mal - das Nationaltrikot getragen hat, nun wieder für Deutschland starten darf und zurecht voller Vorfreude dem EM-Marathon und auch der Teamwertung entgegenfiebert. Ralf und Philipp sprechen kurz vor ihrem Abflug über ihre Vorbereitung auf Birmingham, die vielen Höhenmeter, die sie im Training zurückgelegt hat und warum sie sich sogar sehr auf die herausfordernde Strecke freut. Sie erzählt von den vergangenen Monaten seit dem Hamburg-Marathon, ihrer neuen Verpflegungsstrategie für Sonntag und warum sie neben ihrem eigenen Dasein als Leistungssportlerin immer auch Sportfan sein wird und sich mit anderen Athleten:innen mitfreuen und mitweinen kann.
Er ist Deutschlands bekanntester Experte zu dem Training mit Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität, leitet den Bereich Trainingswissenschaft und Sportmedizin an der Martin-Luther-Univertsität Halle-Wittenberg und ist Vater & Trainier von Laura Hottenrott: Prof. Dr. Kuno Hottenrott. Seine Forschungen haben einen Schwerpunkt im Bereich des Ausdauersports, in dem er zahlreiche Sportfachbücher und Monographien veröffentlicht hat. Insbesondere auf dem Gebiet der Herzfrequenzvariabilität hat er grundlegende Arbeiten verfasst. 2008 entwickelte er eine Formel zur Berechnung der idealen Pulsfrequenz bei Ausdauersport auf Grundlage einer Untersuchung mit Marathonläufern. Die „Hottenrott-Formel“ berücksichtigt die Unterschiede in der Belastungsherzfrequenz zwischen Frauen und Männern. Ralf und Philipp sprechen mit ihm über seine langjährige wissenschaftliche Arbeit, über seine Empfehlung für alle nach Herzfrequenz zu trainieren, über die Bedeutung von Flexibilität im Trainingsprozess und seine Erfahrung als Trainer von Top-Athleten:innen. Außerdem geht es natürlich um die anstehende Leichtathletik-EM in Birmingham, eine gezielte Vorbereitung auf den Marathon dort und die sehr herausfordernde Strecke, die die Athleten:innen dort erwarten wird.
Sie gehört zu den erfolgreichsten Athleten der Olympischen Spiele, denn sie gewann Medaillen bei Sommer- und Winterspielen, jetzt hat sie ihre Karriere beendet: Alexandra Burghardt. Die Bayerin war über viele Jahre in der absoluten deutschen Spitze, Teil der Nationalmannschaft und vertrat Deutschland regelmäßig bei den internationalen Großereignissen wie den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016, Tokio 2021 und Paris 2024, wo sie mit der 4x100m Staffel der Frauen auch Bronze gewann. Ihre Wintersportkarriere startete Alex als Anschieben im Zweierbob im Team von Pilotin Mariama Jamanka im Weltcup 2021/22 und gewann mit ihr auch Silber bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking. Vor wenigen Wochen gab sie nun ihr Karriereende bekannt und spricht mit Ralf und Philipp über ihre Beweggründe dafür, was sie sich beruflich für die Zukunft wünscht und ihre Freude an mehr sportlicher Flexibilität fürs Laufen und Rennradfahren. Außerdem engagiert sie sich sehr für eine mögliche Olympiabewerbung von München, erzählt von ihren eigenen Olympiaerfahrungen, was für sie die Magie ausmacht, warum sie sich Olympische Spiele in Deutschland wünscht und warum München dafür der perfekte Ausrichter wäre.
Schon als Kind hat er seinen Eltern gesagt: „Ich will mal Olympiasieger werden.“ Was viele vielleicht als Kindheitstraum haben ist bei ihm durchaus greifbar geworden, denn inzwischen ist er Europarekordhalter über 3.000m Hindernis und auf Platz 2 der aktuellen Weltrangliste mit seinen 7:57,80min und damit einer der besten Hindernisläufer dieser Zeit: Frederik Ruppert. Hindernisse ist er schon immer gerne gelaufen, auch wenn er zwischenzeitlich auch mal einen fokussierten Abstecher auf die 800m unternommen hat. Inzwischen sind die Strecken auch länger als 3.000m Hindernis geworden und in einer ähnlichen Güteklasse angekommen. Neben der Fabelzeit unter 8 Minuten über die Hindernisse beim Diamond League Rennen in Rabbat, lief er dieses Jahr auch noch 12:57,61min im finnischen Turku und 27:24,53min über 10.000m im kalifornischen San Juan Capistrano. Ralf & Philipp sprechen mit Freddy über seine Anfänge und die Leidenschaft fürs Laufen, die er schon immer innehatte. Über seinen Wechsel zu Isabelle Baumann als Trainerin und zur LAV Tübingen als Verein, seinen sehr individuellen Weg und das veränderte Training, das ihm als Ausdauertyp sehr zu Gute kommt und seine Leistungsentwicklung erklärt. Natürlich geht es auch um die Leichtathletik-DM am Wochenende, wo er über 5.000m starten wird und die anstehende EM in Birmingham.
Olympische Spiele haben eine ganz eigene Faszination und sind für Athletinnen & Athleten das Highlight einer Sportkarriere. Die Diskussion, dass Deutschland sich mal wieder für die Spiele bewerben soll flammt alle paar Jahre wieder auf und dennoch hat in der breiten Öffentlichkeit hat das Ansehen von Olympia nicht zuletzt durch das IOC dahinter inzwischen viele Schrammen bekommen. In Hamburg hat sich inzwischen eine Mehrheit dagegen entschieden, Berlin, München und die Region KölnRheinRuhr stehen noch im innerdeutschen Wettbewerb. Im September soll es zur Entscheidung kommen, mit welchem Kandidaten und Konzept Deutschland in eine Bewerbung gehen möchte. Eine Sportlerin, die schon zweimal an Olympia teilgenommen hat, sich bei "Athleten Deutschland e.V." für Athletenrechte eingesetzt hat und inzwischen auch als Botschafterin für Olympische Spiele in KölnRheinRuhr wirbt ist Beachvolleyballspielerin Karla Borger. Ralf und Philipp sprechen mit ihr über die Magie von Olympischen Spielen, die Power, die ein solches sportliches Großereignis auf eine Nation, Menschen und vor allem auch die nachfolgenden Generationen an jungen Sportlerinnen & Sportlern haben kann. Die drei sprechen auch über die Herausforderungen, die eine solche Bewerbung mit sich bringt, die Möglichkeiten, die in KölnRheinRuhr schon vorhanden sind und intelligente Planungen in Infrastruktur und Nachnutzungskonzepte, die der Allgemeinheit im Anschluss zu Gute kommen können.
Vor acht Monaten war er schon mal bei uns im Podcast und berichtete von seinem Traum einmal im Leben eine Triathlon Langdistanz zu bewältigen und das im Triathlon-Mekka beim Challenge Roth: Spitzenkoch Philipp Vogel. Wir nehmen es vorweg - das Ziel „ankommen“ hat er nicht nur geschafft, sondern seinen selbstgesteckten Zeitplan dabei auch um knapp 2h unterboten und das trotz einiger Schwierigkeiten direkt zu Beginn beim Schwimmen. Gerade der Marathon, der ihm ganz zu Beginn seiner Planungen für Roth am meisten Sorgen bereitet hatte, sollte am Ende für ihn im wahrsten Sinne des Wortes sehr gut laufen und er konnte den magischen Zieleinlauf so richtig genießen. Ralf und die beiden Philipps sprechen über die Abenteuerreise Langdistanz-Triathlon-Vorbereitung, über effektives Zeitmanagement und die Erkenntnis, dass häufig so viel mehr möglich ist, als man sich anfangs in den wildesten Träumen überhaupt ausmalen kann. Es geht um Disziplin, die Kunst an den richtigen Stellen auch mal weniger zu machen, um übergriffige Ratschläge, Last-Minute-Race-Expo-Käufe und unvergessliche Sportmomente.
Ihr Weg zum Laufen führte über einen sportlich vielseitigen Werdegang: Vom Tanzen, über Handball und Gym-Training kam sie zum Laufen und schließlich auch zum Triathlon: Leona Rieck. Einen nicht unwesentlichen Anteil daran sollte ein erster Lauftreff - ja, so hieß das damals wirklich noch - haben, bei dem sie sich Lust auf mehr holte. Sie fand schließlich ihren Weg zu den KRAFT Runners, die inzwischen nicht nur in Berlin eine feste Größe sind und dieses Jahr ihr 10jähriges Bestehen feiern werden. Vor allem ihre Cheering Zone bei den großen Berliner Rennen sind legendär und haben vielen von euch bestimmt schon mal einen extra Kick für die letzten Kilometer gegeben. Leona macht schließlich ihre Leidenschaft zum Beruf und wurde Mitarbeiterin Nr. 1 bei den KRAFT Runners und zeichnet sich heute hauptsächlich verantwortlich für Partnerschaften, Events & Aktivierungen. Ralf & Philipp sprechen mit ihr über das Phänomen Running Communities, den Hype, der viele vor allem jüngere Menschen wieder zu Laufen bringt, die Frage was Running Crews so anziehend macht und ob der Höhepunkt schon überschritten ist. Parallel trainiert sie derzeit nach ihrem AG Platz 1 beim Ironman South Africa für ihr Hawaii-Debüt im Oktober und erzählt, wie sie überhaupt dazu kam mit Triathlon zu beginnen und wie sie es schafft Job, Sport und Sozialleben unter einen Hut zu bringen.
Auch nach 326 Folgen BESTZEIT fällt Ralf und Philipp zum Glück immer wieder noch etwas Neues ein und wir nehmen den Girls' Day zum Anlass, um das Heft hier diese Woche an unsere Podcast-Praktikantinnen Anni & Lene zu übergeben. Die beiden sind gleichermaßen begeisterte wie hoffnungsvolle junge Leichtathletinnen und dürfen diese Woche mit Ralf einen Tag hinter die Kulissen der Medienbranche blicken und Sportjournalismus-Luft schnuppern. Klar, dass Ralf & Philipp sich da dachten: Warum die beiden dann nicht auch den Podcast übernehmen lassen?! Gesagt, getan - Anni & Lene haben die Folge vorbereitet, die thematischen Schwerpunkte gesetzt und die beiden Hosts all das gefragt, was ihnen auf der Zunge brennt. Und wir sagen mal so: Es gab auf jeden Fall Topics mit denen Philipp und Ralf nicht unbedingt gerechnet haben und es wurde genau deshalb eine extrem unterhaltsame Folge. Von Hobby Horsing, über Leichtathletik im Alter und von Philipps Rennen gegen Mo Farah bis zu einem potentiell anstehenden Hürden-Comeback von Ralf.
Die Fußball-WM hat begonnen und ja, auch wir werfen einen Blick über den großen Teich, denn es geht inzwischen eine ganze Reihe von Lauf-Challenges zum großen Turnier und wir sprechen mit einem Gast, die zum Auftakt der deutschen Fußballnationalmannschaft dadurch direkt mal 35km laufen durfte: Luise Spangenberg. Sie kam schon früh durch ihren Vater mit dem Laufen in Berührung und fand sofort Gefallen daran, nahm an Kinder- und Jugendläufen teil, ohne dass sie sich jemals einem Leichtathletikverein angeschlossen hätte. Für sie ging es immer in erster Linie um den Spaß. An Laufveranstaltungen wie der 10km-Strecke beim S25 in Berlin nahm sie trotzdem regelmäßig teil und im Mai auch bei ihrem ersten offiziellen Halbmarathon im Rahmen des Rennsteiglaufs. Eine andere große Leidenschaft sind Lauf-Challenges, die sie sich selbst als Herausforderung stellt wie bspw. im März, als sie jeden Tag einen Kilometer mehr laufen wollte und dies auch schaffte. Ihre aktuelle Herausforderung lautet wie folgt: Pro geschossenem Tor der deutschen Fußballnationalmannschaft läuft sie 5km. Nach dem Kantersieg gegen Curaçao bedeutete dies dementsprechend 35km am nächsten Tag. Die Spannung für die nächsten Spieltage ist also gesichert! Ralf und Philipp sprechen mit ihr außerdem darüber wie sie Sport in Frankreich erlebt hat, Datteln als geheime Alternative zu Gels, Tipps für Laufen bei Sommerhitze und wohin sie ihre sportlichen Träume noch führen könnten.
Geht man nach ihren sportlichen Anfängen hätte sie womöglich auch professionelle Skilangläuferin werden können. Nach einer Jugend viel auf Skiern und einem Abstecher zum Triathlon hat sie dann aber ihre große Passion im Laufen gefunden - egal ob am Berg oder auf der Straße: Nina Reuter. Für den Sommer ist sie im EM-Aufgebot der Marathonläuferinnen für Birmingham, wo es neben dem Einzelrennen auch um die Teamwertung gehen wird, doch schon zuvor hat sie einmal das Nationaltrikot getragen - bei den Berglaufweltmeisterschaften 2023 in Innsbruck. Sie beweist, dass sie eine vielseitige Athletin ist für die Einheiten auf dem Rad oder im Winter auf Langlaufski ganz selbstverständlich in ihren Trainingsplan als Läuferin gehören. Die Polizistin trainiert viel gemeinsam mit Laura Hottenrott in Kassel und wird auch von deren Vater Kuno Hottenrott betreut. Die sehr wissenschaftliche Trainingssteuerung hat in der Vergangenheit immer wieder geholfen, dass sie auf den Punkt fit war und maßgeblich zu ihrer starken Leitungsentwicklung beigetragen. Ralf und Philipp sprechen mit ihr über ihre sportliche Entwicklung, die Unterstützung der Polizei sich weiter zu professionalisieren, Höhentraining und den Lagewechseltest, sowie ihre sportlichen Träume und die anstehende EM in Birmingham.
Sie ist noch vergleichsweise jung für eine Langstreckenläuferin und doch schon in die europäische Spitze vorgedrungen - ihr 9. Platz bei der EM in Rom 2024 über 10.000m oder ihre 10km Straßen-PB (31:10min) von Januar diesen Jahres zeigen das: Lisa Merkel von der LAV Tübingen. Ihre Trainingsgruppe ist wahrscheinlich die stärkste Laufgruppe in Deutschland und mit Isabelle Baumann hat sie eine Trainerin an ihrer Seite, die zu den erfahrensten und erfolgreichsten des Landes zählt, viele Ausnahmeathleten:innen gecoacht hat und nach wie vor betreut. Es wurde ein spannendes Gespräch über ihre Herkunft und den sportlichen Background ihrer Eltern, über vorausschauenden Trainingsaufbau und die Kunst Vereinsübergreifend zusammenzuarbeiten, über das Training in ihrer starken Trainingsgruppe in Tübingen und die besonderen Herausforderungen der dualen Karriere, kurz vor ihrem Bachelor-Abschluss. Ralf und Philipp sprechen mit ihr über sportliche Träume, die Verlockungen des Profisports und warum sich „ballern“ in Spikes einfach gut anfühlt.
Philipp und Ralf sind wieder in der gleichen Zeitzone. Das erleichtert einiges nachdem zuletzt vieles auf Kante war. Gerade Philipp merkt, dass ihm die letzten Wochen an die Substanz gingen und er den Fuß ein bisschen vom Gaspedal nehmen muss. Ralf ist gerade aus Vancouver zurück, aber schon wieder auf dem Sprung nach Berlin. Grund genug für die beiden über Belastung-Entlastung, vernünftiges Sleeptracking und damit verbundene Trainingssteuerung zu sprechen. Die Kunst zu wissen wann weniger mehr ist und wie man Datenanalyse sinnvoll mit Körpergefühl kombinieren kann. Ralf erzählt außerdem von seinen frischen Eindrücken aus Kanada und die dort sehr verankerte Sportkultur. Außerdem gab es natürlich noch ein großes Thema, dass die letzten Tage für viel Aufregung gesorgt hat: Die jüngst bekanntgegebenen Leichtathletik WM-Normen für kommendes Jahr. Im Netz überschlugen sich die Reaktionen und man wusste zunächst nicht recht ob das ernst gemeint oder ein schlechter Witz sein sollte. Inzwischen stellte sich heraus, dass die Normen für Peking im nächsten Jahr in nie dagewesene Sphären geschraubt werden sollen.
In dieser Folge sprechen wir über die Enhanced Games und darüber, warum sie im Sport so kontrovers diskutiert werden. Wir ordnen ein, wie dort Weltrekorde unter besonderen medizinischen und Trainingsprotokollen angestrebt werden und welche Rolle leistungssteigernde Mittel dabei spielen. Im Gespräch mit Professor Bernd Beuscher diskutieren wir anschließend die Frage, ob die Enhanced Games den Sport beschädigen oder ob sie zumindest eine offenere und ehrlichere Darstellung von Leistungssteigerung liefern als der etablierte Leistungssport. Er argumentiert, dass der Sport ohnehin von Unschärfen, Regeln und moralischen Widersprüchen geprägt sei.
Ja, ihr lest richtig: Wir feiern 6 Jahres BESTZEIT Podcast Jubiläum und fragen und gleichzeitig wo die Zeit eigentlich hin ist, seit wir damals in der Pandemie einfach aus Lust und Laune und zu viel Zeit begonnen haben. Seitdem ist viel passiert, nicht nur in unseren Leben und wir durften mit ganz vielen tollen Menschen und über tolle Ereignisse und Leistungen sprechen. Einer der bei uns inzwischen so etwas wie ein Stammgast, vor allem aber ein guter Freund ist, ist Kai Pflaume. Er ist jetzt zum 6. Geburtstag schon das fünfte Mal bei uns in der Sendung und hat als regelmäßiger Hörer für sich auch viel aus dem Podcast mitgenommen. Nicht zuletzt ist er so auch mit seinem Coach Philipp Seipp in Kontakt gekommen, der ihn nicht nur zu seinem ersten Marathon in New York 2023 gecoacht hat, sondern ihn seither dauerhaft betreut und auch Kais neue Marathon-PB von 3:18:32h in London, von vor 2 Wochen sehr akribisch mit ihm vorbereitet hat. Wir sprechen mit Kai über unsere persönlichen Podcastrückblicke, über seine sportliche Entwicklung und Transformation der letzten Jahre, den Spaß an gezieltem Training, Kais Top-Tipps & Takeaways aus seiner London-Marathonvorbereitung und ob wir ihn mal noch an einer Triathlon-Startlinie sehen werden. Zur großen Überraschung von Philipp & Ralf gab es dann von Kai auch noch ein Geburtstagsgeschenk, dass den beiden wirklich die Sprache verschlagen hat. :)
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Observed September 20, 2026.
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